Altersgerechnete Ernährung – fit & vital auch ab 55!

Schnitzel, Currywurst, Wein und Bier. Fast überall im Lande sind des Deutschen Lieblingsspeis und -Trank nicht gerade kalorienarm. Das Problem dabei: Was arbeitstätige und sportlich aktive jüngere Menschen einfach wieder abbauen, setzt sich im höheren Alter schnell einmal an Hüfte und Bauch an. Die Gründe dafür sind einfach. Doch nicht nur Ästhetik und Wohlbefinden fordern eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten ab dem 55. Lebensjahr.
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©adonyig | Pixabay.com

Deutschlands Senioren sind zum Großteil übergewichtig

Im Jahr 2012 hat das Robert-Koch-Institut eine deutschlandweite Studie ins Leben gerufen, um sich über den Gesundheitszustand deutscher Senioren zu informieren. Etwas salopp formuliert ging es dabei um die Frage: Wie dick - oder dünn - sind Deutschlands Senioren? Das Ergebnis war ernüchternd.Denn circa zwei Drittel aller deutschen Männer sowie über 50 Prozent aller deutschen Frauen über 65 Jahren sollen der Studie zufolge übergewichtig sein. Jeder Dritte sei sogar fettleibig, so das Studienergebnis, dass als Basis zur Berechnung dieser Erkenntnisse auf den Body-Mass-Index (BMI) zurückgriff.

Was ist der Body-Mass-Index?

Der Body-Mass-Index, besser bekannt als BMI, wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickelt. Er dient der Bestimmung von Untergewicht, Normalgewicht bzw. Übergewicht eines Menschen. Konkret gibt der BMI ein Verhältnis an, welches das Gewicht eines Menschen in das Verhältnis zu seiner Körpergrößte setzt. Dabei werden Menschen mit einem BMI unter 18,5 als untergewichtig, mit einem BMI zwischen 18,5 und 25 als normalgewichtig, zwischen 25 und 30 als übergewichtig und mit einem Body-Mass-Index von über 30 als fettsüchtig bezeichnet.

Ernährungsumstellung ist immer notwendig

Dass selbst die Menschen, die in jüngeren Jahren sportlich, schlank und gesund waren, mit fortschreitenden Jahren dann und wann doch einen Wohlstandsbauch - oder gar noch mehr - bekommen, hat oft relativ einfache Gründe, auch wenn die Ernährung sich gar nicht allzu stark verändert hat.

Denn in der zweiten Lebenshälfte verlangsamt sich allmählich der Stoffwechsel.Das heißt, dass der Körper insgesamt weniger Energie zur Aufrechterhaltung seiner Vitalfunktionen und für energiezehrende Tätigkeiten benötigt. Wer also auch mit 60 noch so viel isst wie mit 20, darf sich nicht wundern, wenn das Gewicht schrittweise steigt.

Nicht zu vergessen sind obendrein hormonelle Veränderungen, die circa ab dem 40. Lebensjahr bei allen Menschen eintreten. Auch diese weisen als unerwünschten Nebeneffekt die ungewollte Gewichtszunahme auf. So oder so kommt man im Alter folglich nicht drumherum, seinen Speiseplan den individuellen Umständen anzupassen.

Gesunde Ernährung im Alter lindert häufige Beschwerden

Ob es aber immer gleich eine Diät sein muss oder auch ganz einfach eine grundsätzliche Umstellung der Ernährung ausreicht, sollte von Fall zu Fall entschieden werden, weiß auch Richard Hartmann von healthyhappy.de: „Im Alter ist besonders viel Eiweiß notwendig. Hierzu empfehle ich besonders einen Low Carb Ernährungsplan, der sich sowohl zum Abnehmen im Alter eignen kann, als auch sicherstellt, dass täglich ausreichend Vitamine und Nährstoffe zu sich genommen werden."

"Eine Low-Carb-Ernährung sättigt nachhaltig dank der Zufuhr von Proteinen und hochwertigen Fetten. Hohe energiehaltige Lebensmittel mit reichlich Kohlenhydraten kommen hier nicht vor. Ausnahmen bilden die täglichen Portionen aus Obst und Gemüse, die sicherstellen, dass ausreichend Vitamine und Mineralstoffe im Organismus zur Verfügung stehen.

Insbesondere Vitamin D und Eisen werden im Alter im hohen Maße benötigt. Während Vitamin D essentiell für starke Knochen ist und dabei unterstützt, Muskelschwäche und Knochenschwund vorzubeugen, ist Eisen wichtig zur Stabilisierung des Immunsystems. Zudem können chronische Müdigkeit und Antriebslosigkeit unter Umständen Symptome von Eisenmangel sein. Wer hier also über seine Ernährung vorbeugt, dürfte im Rentenalter nicht nur mit seinem Gewicht zufrieden sein, sondern sich insgesamt auch gesünder fühlen.

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