Altersvorsorge mit der Rürup-Rente – Das müssen Sie wissen!

Eine Absicherung der finanziellen Mittel im Alter ist wichtig. Wer auf seinen gewohnten Lebensstandard im Rentenalter nicht verzichten möchte, der sollte entsprechend vorsorgen. Um die Rentenlücke zu schließen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Im Jahr 2005 wurde die Rürup-Rente eingeführt, benannt nach dem Ökonom Bert Rürup. Die auch als Basisrente bezeichnete Maßnahme richtet sich vor allem an Selbstständige und Freiberufler, die nicht von der Riester-Förderung profitieren können.
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©Bru-nO | Pixabay.com

Was ist die Rürup-Rente und welche Vorteile bringt sie?

Die Rürup-Rente ist Bestandteil der ersten Säule des deutschen Rentensystems. Das bedeutet, dass es sich hierbei um eine staatliche Basismaßnahme handelt, die nicht förderbar ist. Damit ist sie vergleichbar mit der gesetzlichen Rentenversicherung bzw. die eines berufsständischen Versorgungswerks der freien Berufe. Der größte Vorteil der Rürup-Rente liegt in ihrem außerordentlichen Steuervorteil. Im Jahr 2020 können 90 Prozent der eingezahlten Beiträge zur Rürup-Rente bis zu einem bestimmten Maximalbetrag (im Jahr 2020 sind dies 25.046 EUR) steuerlich geltend gemacht werden. Der Prozentsatz sowie der Maximalbetrag steigen in den nächsten Jahren weiter an. Ab dem Jahr 2025 lassen sich die Beträge zu 100 Prozent absetzen. Anders als bei der klassischen privaten Rentenversicherung kann das angesparte Kapital jedoch nicht vorzeitig wieder ausgezahlt werden, sondern dient ausschließlich zur Altersvorsorge. Beim Abschluss der Basisrente wird ein bestimmter Rentenbeginn vereinbart, bis zu welchem Beiträge eingezahlt werden. Danach beginnt die Rentenphase und damit die Auszahlung. In der Regel ist keine Hinterbliebenenabsicherung vorgesehen. Diese kann jedoch in einigen Fällen individuell vereinbart werden, zum Beispiel in Form einer Rentengarantiezeit. Diese geht jedoch zulasten der Rentenhöhe.

Wer kann die Rürup-Rente abschließen?

In erster Linie richtet sich die Rürup-Rente an Selbstständige und Freiberufler. Diese erhalten keine Riester-Förderung, da sie nicht pflichtversichert sind. Wie aber WeltSparen korrekt ausführt, kann theoretisch jeder die Rürup-Rente abschließen. Daher können auch Arbeitnehmer sowie Beamte und sogar Studenten von den Steuervorteilen der Basisrente profitieren. Sie kann also auch beispielsweise zur Aufstockung der gesetzlichen Rente genutzt werden. Die Rürup-Rente lohnt sich vor allem für Menschen, die einen entsprechend hohen Betrag in ihre Altersvorsorge investieren können, um die Steuervorteile optimal zu nutzen.

Welche Rendite ist möglich?

Es gibt unterschiedliche Vertragsarten, über die sich eine Rürup-Rente abschließen lässt. Wie eine klassische Rentenversicherung kann die Basisrente mit einer garantierten Rente abgeschlossen werden. In diesem Fall ist die Rendite mit der gesetzlichen Rentenversicherung vergleichbar. Darüber hinaus gibt es fondsgebundene Rentenversicherungen und auch die Möglichkeit einen Fondssparplan zu nutzen. Entscheidet man sich für eine Rürup-Rente mit einem aktiv gemanagten Investmentfond, dann sind die Garantien gering oder gar nicht vorhanden. Die Renditechancen sind dafür aber deutlich höher als bei der Versicherungsvariante. Auch bei der Wahl eines Fondssparplans können höhere Renditen erwirtschaftet werden, als im Falle einer garantierten Rente. Werden die Beiträge in Aktien angelegt, gibt es in den meisten Fällen jedoch keinerlei Garantien. Wie die tatsächliche Rente im Endeffekt ausfällt, hängt daher von unterschiedlichen Faktoren ab und lässt sich schwer vorhersagen. Zu bedenken ist außerdem, dass die Rürup-Rente in der Rentenphase noch versteuert werden muss. Allerdings wird erst ab dem Jahr 2040 der volle Rentenbetrag besteuert. Wer vorher in Rente geht, profitiert von einem reduzierten zu versteuernden Prozentsatz, der zum Beispiel im Jahr 2020 bei 80 Prozent liegt.
 

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