CBD hilft bei chronischen Schmerzen – Wirkung in Studien bestätigt

In Deutschland ist die rechtliche Lage rund um CBD noch unklar, wobei es bislang noch keine Klagen gegen Händler gegeben hat. Im Herbst wurde Cannabis in Kanada allerdings bereits legalisiert. Dies rief Wissenschaftler der McGill University in Montreal auf den Plan.
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©rexmedlen | Pixabay.com

Nun gibt es gute Nachrichten für Menschen, welche unter chronischen Schmerzen leiden. Eine sichere Schmerzlinderung ohne gefürchtete Nebenwirkungen scheint möglich.

Was ist CBD?

Die Cannabispflanze Cannabis Sativa produziert CBD. Gemeinhin wird CBD als Hanf oder Industriehanf bezeichnet. Cannabis ist aufgrund seiner euphorischen Effekte bekannt und wird häufig in einem Atemzug mit der psychoaktiven Substanz THC genannt.  

CBD besitzt jedoch keine psychoaktive Wirkung auf den Menschen. Wer CBD-Öl einnimmt, muss also nicht befürchten, davon "high" zu werden.

Aus medizinischer Sicht besitzt CBD einen breit gefächerten Wirkungskreis:
 
  • Schmerzlindernd
  • Entkrampfend
  • Angstlösend
  • Entzündungshemmend
Im Hinblick auf die antidepressive und antipsychotische Wirkung von CBD sind die Studien nicht abgeschlossen.

Ist CBD legal?

Im Jahr 2016 stimmte der Bundesrat dem Entwurf zu, bei dem Cannabidiol zur Anlage 1 der Arzneimittelverschreibungsverordnung hinzugefügt wurde. In Kraft getreten ist dieser Beschluss im Oktober 2016. Ganz eindeutig ist die Lage aber trotzdem nicht. Nahrungsergänzungsmittel (wie z.B. Zink und Vitamin C) sind nicht rezeptpflichtig. Sind sie allerdings als Arzneimittel aufgeführt, so sind sie rezeptpflichtig.

Auf diese Art und Weise könnte es auch legal sein, in Deutschland CBD zu verkaufen, wenn es nicht als Arzneimittel beworben wird. Auch Heilungsversprechen dürfen nicht abgegeben werden.

Im Jahr 2017 wollte eBay CBD-Produkte vom eigenen Marktplatz nehmen. Diesen Schritt wagte Amazon 2018 und verbannte die CBD-Produkte von der Plattform. Dennoch wächst der Markt in Deutschland weiter und zumindest bislang gibt es noch keine Klagen gegenüber Händlern von CBD-Präparaten.

Was kann CBD bei Schmerzpatienten bewirken?

Von chronischen Schmerzen ist etwa ein Viertel aller Bundesbürger betroffen. Dabei sind Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen und Probleme mit Muskeln und Rücken am häufigsten anzutreffen. Schmerzpatienten werden häufig starke Medikamente verordnet, welche Nebenwirkungen verursachen und nicht selten abhängig machen.

Der Einsatz von CBD kann Schmerztherapien wirkungsvoll ergänzen. Versuche haben gezeigt, dass CBD zu einer Stimulierung des Vanilloid-Rezeptors Typ 1 führt und damit Schmerzen wirkungsvoll hemmen kann. Durch eine Bindung an den GPR55-Rezeptor kommt es zu einer Ergänzung der entzündungshemmenden Wirkung. Weiterhin unterstützt CBD die Ausschaltung freier Radikale und leistet einen wirkungsvollen Beitrag zum Zellschutz.       

Wie sollte CBD dosiert werden?

Bezüglich der Dosierung von CBD ist vielfältig geforscht worden. Dabei wurde schnell deutlich, dass sich die Wirkung von CBD von der von THC unterscheidet. Während THC direkt auf die CB1-Cannabioidrezeptoren wirkt, bindet sich CBD an Rezeptoren, welche am Hervorrufen von Symptomen wie Schmerz und Angst beteiligt sind.

Es gelang den Forschern, herauszufinden, wie CBD dosiert werden muss, um schmerzlindernd und angstlösend zu wirken, ohne die von THC bekannten Nebenwirkungen auszulösen. Die Dosis kann allerdings variieren und ist von verschiedenen Faktoren abhängig.

Dazu zählen:
 
  • Alter
  • Gewicht
  • Körperlicher Allgemeinzustand
Daher wird empfohlen, die Verwendung von CBD mit einem Arzt zu besprechen und auf die individuellen Gegebenheiten hin abzustimmen.

CBD – niedrig dosiert und regelmäßig verabreicht

Studien haben gezeigt, am wirkungsvollsten ist CBD niedrig dosiert, aber regelmäßig eingenommen. Wird CBD mindestens eine Woche regelmäßig verabreicht, lassen sich Schmerzen wie auch Ängste lindern. Damit sind zwei Symptome gleichzeitig behandelbar, welche chronische Erkrankungen häufig begleiten.

Die Fachwelt spricht von einem Fortschritt in der Medizin. Die Anwendung von CBD als gesundheitlich unbedenkliche Alternative zu Opioiden kann bei chronischen Schmerzzuständen im Rücken, bei Ischias, Krebserkrankungen oder Diabetes Linderung verschaffen und damit den Betroffenen zu mehr Lebensqualität im Alltag verhelfen. Die Anwendung ist auch für ältere Menschen sicher und ungefährlich. Es ist praktisch nicht möglich, bei CBD-Produkten von Limucan und anderen Herstellern eine Überdosis einzunehmen. 

Ausblicke auf die Zukunft

Die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen verdeutlichen die zahlreichen Anwendungsgebiete des nebenwirkungsfreien Präparates. Obwohl die Möglichkeit der Schmerzlinderung als erwiesen gilt, fehlt es noch an klinischen Studien, welche die angezeigten Behandlungsformen und Dosierungen entsprechend der verschiedenen Krankheitsbilder näher definieren. 

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Kommentare (1)

1elschen2

Bei chronischen Schmerzen sollte erst einmal JEDER den Vitamin D3-Spiegel ermitteln lassen. Bei einem Wert zwischen 50- 100ng/ml-Blut dürften mehrheitlich die Schmerzen nach 1- 3Wochen Geschichte sein. Erst dann wäre m.E. CBD-Öl 5% eine Option. Und das alles ohne Nebenwirkungen. Interessierte sollten "Gesund in sieben Tagen" lesen und danach handeln. Seitdem benötige ich (77) den Arzt nur noch bei Notfällen.


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