Mehr Sicherheit in den eigenen 4 Wänden

Mehr Sicherheit – das wünschen sich eigentlich alle. Nach Freud zählt das zum sogenannten Sekundärtrieb, der sich zwischen dem ersten halben und dem zweiten Jahr nach unserer Geburt entwickelt. Er hat großen Einfluss darauf, wo wir leben, ob wir flüchten, wie wir leben. Entscheidend ist dabei auch das Umfeld. Was zu Unsicherheit führt, wo die Risiken liegen und was man zu Hause zur Verbesserung der eigenen Sicherheit unternehmen kann.
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©MasterTux | Pixabay.com

Sicherheit ist relativ

Tatsächlich ist Sicherheit keine absolut messbare Zahl, die überall gleich ist. Man kann von einem prozentualen Risiko eines Vorfalls in einem bestimmten Szenario sprechen – doch auch dann ist diese Zahl überall auf der Welt wieder eine andere. Hinzu kommt ein zeitlicher Faktor, auch das Wetter hat Einfluss darauf. Jeder stimmt wahrscheinlich dem folgenden Vergleich zu: Ein Spaziergang in einem der Slums in Kapstadt ist nicht so sicher, wie ein Spaziergang in Berlin über den Alexanderplatz. Der wiederum ist bei Nacht weniger sicher. Dabei geht man in allen drei Fällen spazieren. Als Mensch weiß man allerdings, diese Umstände einschätzen zu können. Man hält sich dann entsprechend fern und geht beispielsweise nicht durch einen Slum in Kapstadt. Doch es gibt Situationen, denen man sich nicht entziehen kann: Sicherheitsrisiken in den eigenen vier Wänden, entweder durch Eigen- oder Fremdverschulden. Zweierlei Aspekte können hier angesprochen werden. Zum einen ist das die Sicherheit der eigenen Person, zum anderen die des Hab und Guts. Um beides sicherzustellen, ist mehr nötig, als die meisten denken.

Vorhandene Systeme nutzen, Einstellung anpassen

Um die Sicherheit in den eigenen Wänden zu erhöhen, braucht es zunächst keinerlei Investition. Es reicht, die vorhandenen Systeme und Installationen korrekt zu nutzen. Gegen Einbrecher beispielsweise ist es hilfreich, die Türen abzuschließen und die Fenster geschlossen zu halten. Im Urlaub per Zeitschaltuhr ein Licht brennen lassen oder den Fernseher anzuschalten verringert ebenfalls das Risiko eines Vorfalls durch Fremdverschulden.Allerdings gab es laut der polizeilichen Statistik für 2017 in diesem Jahr „nur" 151.265 Einbrüche, 23 Prozent weniger als im Vorjahr. Diese Zahl wirkt recht klein, stellt man die 3,15 Millionen Unfälle im Haushalt pro Jahr gegenüber. Auch hier kann folglich einiges für die Sicherheit getan werden: Um Vorfälle durch Eigenverschulden zu verhindern, sollte man Gegenstände nicht zweckentfremden und seine Einstellung auch hier ändern: Die Treppe geht man immer mit einer Hand am Geländer hoch, gerade Senioren. Man stellt sich nicht auf Stühle, sondern auf feste Trittleitern. Man läuft nicht über nassen Boden. Man legt eine Anti-Rutsch-Matte in die Wanne und die Dusche.

In Schutz investieren

Die Duschmatte ist ein Exempel dafür, dass man die Sicherheit durch Investitionen erhöhen kann. Hinsichtlich des Schutzes vor Einbrechern hilft sie natürlich nicht. Dafür aber ein abschließbares Fenster oder eine massivere Tür. Gitter vor den Fenstern sind im Erdgeschoss empfehlenswert, das Sichern Ihrer Wertgegenstände klappt mit Hilfe eines Tresors, der am besten auch noch gut versteckt ist. Wer mehr Sicherheit braucht, für den gibt es viele Wege. Viele suchen dann im Internet oder kontaktieren ein Unternehmen für Objektschutz – kaum jemand fragt einfach bei der Polizei oder besucht deren Info-Veranstaltungen.

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