Mit Pflanzenkraft gegen die Demenz?

Die Zahl der Demenzpatienten in Deutschland liegt mittlerweile in die Millionenhöhe. Eine Heilung dieser Krankheit ist trotz intensiver Forschung nach wie vor nicht möglich. Die Behandlungsmöglichkeiten beschränken sich auf eine Linderung der Symptome sowie auf eine Verlangsamung des Fortschreitens der Krankheit.
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©jcomp | Freepik.com

Viele der Medikamente die zur Behandlung von Demenz zum Einsatz kommen sind leider mit Nebenwirkungen verbunden. Häufig wird daher auch nach sanfteren Alternativen gesucht, die die Lebensqualität der Betroffenen weniger beeinträchtigen. Unter anderem werden auch einige pflanzliche Wirkstoffe auf ihr Potential im Kampf gegen die Demenz untersucht. Die Hoffnung, hier auf ein Wunderheilmittel zu stoßen, hält sich zwar in Grenzen. Es gibt aber durchaus einige Pflanzenstoffe, die das Potential zu ergänzenden Therapieoptionen haben.

CBD

CBD ist weit mehr als nur ein neuer Trend bei den Nahrungsergänzungsmitteln. Während bei vielen frei erhältliche Pflanzenstoffen die Wirkung fraglich ist, kann davon bei CBD nicht die Rede sein. Aufgrund von wissenschaftlichen Studien ist zweifelsfrei nachgewiesen, dass der Stoff zahlreiche Vorgänge im Körper beeinflusst. Von einem Placeboeffekt kann also nicht die Rede sein, wie dieser Blogbeitrag von Cibdol anschaulich erklärt. CBD kommt schon jetzt bei einer Vielzahl von Erkrankungen zum Einsatz, um Symptome zu lindern. Eine direkte Wirkung gegen Demenz ist zwar nicht bekannt. Allerdings leiden Demenzpatienten oft unter Unruhezuständen oder legen aggressives Verhalten an den Tag. Das King’s College in London untersucht derzeit, ob das CBD-haltige Medikament Sativex hierbei Besserung verschaffen kann. Ob die Ergebnisse positiv ausfallen, wird derzeit mit Spannung erwartet. Denn die medizinische Forschung hat neue Erfolge im Kampf gegen Alzheimer dringend nötig.

Ginkgo-Extrakt

Schon seit rund einem halben Jahrhundert ist ein anderes Pflanzenextrakt in Deutschland zur Behandlung von Demenz zugelassen. Aus den Blättern des Ginkgo-Baumes werden Medikamente wie beispielsweise der Wirkstoff Bilobalid gewonnen. Aber auch andere Ginkgo-Inhaltsstoffe aus der Gruppe der Terpenlaktone, die sogenannten Ginkgolide, haben vermutlich eine neuroprotektive Wirkung. Ähnlich wie CBD hat auch Ginkgo ein sehr gutes Nebenwirkungsprofil. Deshalb können Ginkgo-Extrakte auch zur Demenzprophylaxe eingesetzt werden. Bei der Einnahme wird regelmäßig eine Verbesserung der kognitiven Leistung beobachtet. Allerdings kann auch Ginkgo das Fortschreiten einer Demenz nur verlangsamen, nicht verhindern.

Huperzin A

Der Stoff Huperzin A kommt in vielen Pflanzen aus der Familie der Bärlappgewächse vor und hat in größeren Mengen eine stark giftige Wirkung. In sehr kleinen Mengen verabreicht hemmt er das Enzym Acetylcholinesterase, ähnlich wie pharmazeutische ACE-Hemmer. Seine Wirkung gegen Demenz könnte unter Umständen an diesem Mechanismus liegen. Denn in der Vergangenheit wurde bereits beobachtet, dass ACE-Hemmer das Fortschreiten einer Demenz verlangsamen. Allerdings sind auch andere Wirkmechanismen denkbar, denn Huperzin A greift neueren Studien zufolge auf vielfältige Art in die Signalübertragung im Gehirn ein. Noch befindet Huperzin A sich aber im experimentellen Stadium. Denn obwohl Studien bisher vielversprechende Resultate zeigten, war die Anzahl der Probanden bislang zu gering, um eindeutige Rückschlüsse zu ziehen.
 
Neben den genannten Pflanzenstoffen gibt es noch zahlreiche andere Kandidaten, die möglicherweise in Zukunft gegen Demenz zum Einsatz kommen könnten. Viele von ihnen stammen aus Asien und sind schon aus der Traditionellen Chinesischen Medizin bekannt. Bis sie gründlich erforscht worden sind, dürfte aber noch einige Zeit vergehen.

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Kommentare (1)

rosalia



Sehr gute Info....werde mich näher informieren über diese planzl. Mittel,
könnte mir ! ? evtl. den "Alltag" wieder bereichern 🍀

Danke + Gruß,
Linda


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