Online Lotto spielen und Co. – 5 Chancen der Digitalisierung für Senioren

Aktuelle Studien zeigen: In Sachen Digitalisierung fühlen sich Senioren in Deutschland gelegentlich "abgehängt". Mit der schnelllebigen Welt der Technologie können sie nur mühevoll Schritt halten und sind auf die Hilfe von Kindern und Enkeln angewiesen. Wer sich jedoch ganz bewusst mit den Vorzügen der Digitalisierung beschäftigt, wird eines herausfinden: Auch hier bieten sich zahlreiche Chancen, die das Seniorenleben nachhaltig verbessern und erleichtern können. 
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1. Mit der Familie in Kontakt bleiben 

Das Konzept des Mehrgenerationen-Wohnens in Deutschland hat offensichtlich ausgedient. Wie das Statistische Bundesamt berichtete, sank der Anteil an Mehrgenerationenhaushalten zwischen 1991 und 2010 um ganze zehn Prozent. Die Gründe dafür, dass sich Familien heute teilweise sogar auf verschiedene Bundesländer verstreut finden, sind vielfältig. Der Beruf, die Liebe oder auch der Wunsch nach einem Leben in der Großstadt treiben Menschen weg von ihren Heimatorten. Zurück bleiben meist Senioren, die sich nicht selten einsam fühlen. 

Mit dem Smartphone und anderen digitalen Helfern aber kann dieser Effekt abgemildert werden. Wer regelmäßig Fotos von den Enkeln geschickt bekommt, den eigenen Kindern Bilder von den ersten Frühlingsblumen im Garten schicken kann und Familientreffen in einer Messenger-Gruppe binnen kürzester zeit auf die Beine stellt, profitiert auf vielfältige Art und Weise. Auch im schnelllebigen Alltag fällt es jüngeren Familienmitgliedern leichter, dennoch eine stabile Bindung zu ihren Eltern oder Großeltern aufrecht zu erhalten.

Wie wertvoll Smartphones für Senioren inzwischen geworden sind, beweist auch eine Pressemitteilung auf bitkom.org. Hier zeigt sich, dass drei von zehn Senioren über 65 Jahren in Deutschland bereits ein solches Gerät nutzen. Rund die Hälfte der Smartphonebesitzer sehen in ihrem Gerät eine Alltagserleichterung, während 25 Prozent ein smartphone-freies Leben nicht vorstellen können. In ganzen 22 Prozent der Fälle empfinden Senioren das Smartphone außerdem auch als hilfreich, wenn es um die Beziehung zu anderen geht. Es kann also durchaus sinnvoll sein, sich auch im Alter mit Smartphone und Co. zu beschäftigen. 

2. Gewohnheiten ins World Wide Web verlagern 

Es gibt so einige Beschäftigungen und Hobbys, denen Senioren gerne nachgehen. Das Legen einer Patience am Nachmittag, das wöchentliche Ausfüllen des Lottozettels oder auch Kreuzworträtsel, Sudokus und das Lesen der Tageszeitung machen das Leben abwechslungsreicher. In vielen Fällen aber kann mangelnde Mobilität hier für Schwierigkeiten sorgen. Nicht immer ist es möglich, einen Zeitungs-Kiosk ohne Weiteres zu erreichen oder die Lotto-Annahmestelle aufzusuchen. Gerade Senioren, die in kleineren Ortschaften wohnen, müssen aus diesem Grund geliebte Gewohnheiten aufgeben.

Wer sich jedoch auf das World Wide Web konzentriert, wird hier einige Möglichkeiten finden, diese Gewohnheiten wieder aufzunehmen. So gibt es viele gute Webseiten, die zahlreiche Rätsel zur Verfügung stellen, Sudoku-  oder Patience-Apps für das Tablet und Anbieter, die Lottoscheine auch per Internet annehmen. 

Grundsätzlich aber gilt hier: Vor der Anmeldung bei Webseiten und dem Download von Apps sollten diese Angebote auf Sicherheit geprüft werden. Sonst kann es schnell passieren, dass Senioren auf betrügerische Maschen hereinfallen, die nicht nur Nerven, sondern auch Geld kosten. Zu diesem Zweck hat betrugstest.com in Bezug auf das Online Lottospiel Anbieter auf Seriosität und Sicherheit geprüft. Und wer auch bei Apps und Webseiten auf Nummer sicher gehen möchte, sollte gute Anti-Virus-Programme installieren und wissen, woran unseriöse Webseiten erkannt werden können. Hierzu hat zeitblueten.com einen interessanten Artikel veröffentlicht. 

3. Soziale Netze aufbauen und pflegen 

Die dritte Chance, die die Digitalisierung Senioren zu bieten hat, bezieht sich ebenfalls auf das Sozialleben. Hier jedoch geht es nicht um den Kontakt zu Familienmitgliedern, sondern um den Aufbau und die Pflege von Freundschaften. Seniorenportale im Web erfreuen sich größter Beliebtheit, denn hier können auch Menschen im gehobeneren Alter Gleichgesinnte finden. Ob in speziellen Foren für Gartenpflege, Haustierhaltung oder gutbürgerliches Kochen: Diese Communities eignen sich gut, um Gefühle von Einsamkeit zu vergessen. 

Ein möglicher Nebeneffekt solcher Gemeinschaften ist auch die Option, Freunde im direkten Umfeld zu finden. Es gibt in sozialen Medien auch regionale Angebote, die das Vernetzen erleichtern. Oft nämlich sind Senioren im normalen Leben nur schwer dazu in der Lage, neue Menschen kennenzulernen und Treffen anzuberaumen. In einer Internet-Gemeinschaft jedoch verfolgen auch andere dieses Ziel und sind offen für neue Bekanntschaften. So entsteht aus einem kurzen Schriftwechsel vielleicht schon bald ein regelmäßiges Treffen zum Kaffee. 

Wer anfänglich Schwierigkeiten hat, sich in Gemeinschaften anzumelden und den PC als sinnvollen Helfer zu nutzen, sollte sich nicht scheuen, um Hilfe zu bitten. Inzwischen ist es in einigen Städten möglich, spezielle Seniorenkurse rund um Computer, Internet oder auch Smartphone zu besuchen. Hier wird Schritt für Schritt erklärt, worauf es bei der Nutzung moderner Medien ankommt.

4. Einkaufen leicht gemacht 

Genau wie mangelnde Mobilität auch Gewohnheiten erschweren kann, verhält es sich mit dem regelmäßigen Einkauf. Viele Senioren sind nicht mehr dazu in der Lage, schwere Wasserkästen und große Tüten mit Nahrungsmitteln zu tragen. Fehlt ein eigenes Auto, ist schon der Transport des Wocheneinkaufs vom Supermarkt in die eigene Küche ein Problem. 

Das wiederum kann das Internet ebenfalls ausgleichen. Es gibt inzwischen einige sogenannte Online-Supermärkte, in denen alle Lebensmittel von Mehl und Nudeln über Gemüse und Obst bis hin zu Fleisch und Milchprodukten per Mausklick eingekauft werden können. Für den Transport der Waren Sorge trägt dann ein Lieferdienst, der alle Einkäufe bis zur Wohnungstür bringt. Angesichts des wachsenden Angebotes kann es sinnvoll sein, Preise zu vergleichen und genau hinzusehen. Manche Onlinemärkte nämlich verlangen Mindestbestellwerte und gewähren erst dann kostenlose Lieferungen. 

5. Auf dem neuesten Stand bleiben 

Letztlich ist das World Wide Web für Senioren ebenfalls eine gute Möglichkeit, den Anschluss nicht zu verlieren. Nutzen ältere Menschen Nachrichtenportale und moderne Magazine für sich, bleiben sie auch im letzten Lebensdrittel noch bestens informiert über all das, was in der Welt vor sich geht.
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Wer gerne Neues lernt, hält auch den Geist fit.  ©Volker Witt | Fotolia.com

Darüber hinaus hilft die regelmäßige Auseinandersetzung mit neuen Medien und digitalen Alltagshelfern dabei, dem Gehirn Anregung zu verschaffen. Wie Forscher herausgefunden haben, lässt sich ein möglicher Rückgang geistiger Fähigkeiten vor allen Dingen durch das Lernen neuer Dinge verlangsamen. Die oft als unumgänglich beschriebene "Senilität" nämlich ist bei Weitem nicht so verbreitet und unausweichlich wie angenommen. Auf welche Weise Senioren das Internet heute für sich nutzen, hat die Mitteldeutsche Zeitung genauer betrachtet. Schnell wird klar: Moderne Medien sind nicht nur den jüngeren Generationen vorbehalten.

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