Open-Source-Programme – die kostenfreie Alternative

Viele Computerprogramme kosten Geld. Das ist auch verständlich, denn die Firmen, die diese Programme entwickeln, müssen etwas verdienen und die Mitarbeiter bezahlen. Doch das Schöne an der Computerwelt ist: Es gibt auch sehr viele kostenfreie Programme, die man einfach so aus dem Internet herunterladen und benutzen darf.
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©drobotdean | Freepik.com

Viele solcher kostenfreien Programme sind sogenannte Open-Source-Programme. Was man darunter versteht und was das Besondere an Open Source ist, das lesen Sie jetzt:

Freie Quelle

Open Source bedeutet wörtlich übersetzt “Freie Quelle”. Gemeint ist damit, dass die Programmierung eines Programms, die auch als Quellcode bezeichnet wird, öffentlich ist und nicht geheim gehalten wird. So können sich Programmierer auf der ganzen Welt ansehen, wie das Programm aufgebaut ist, und sich sogar an der Programmierung beteiligen, zum Beispiel um Sicherheitslücken zu schließen. Die Entwickler solcher Programme sind normalerweise gemeinnützige Institutionen, Stiftungen oder Einzelpersonen ohne kommerzielles Interesse. Meistens finanzieren sie sich durch Spenden. Open-Source-Programme sind somit der Gegenentwurf zu Programmen von kapitalistischen Firmen, die Anwendungen entwickeln, um damit Geld zu verdienen. Die Gemeinschaft solcher Programmierer, die etwas Gutes tun wollen und mit freien Programmen die Welt verbessern möchten, ist größer als man denkt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom “freien Internet”.

Kein kommerzielles Interesse

Dass hinter den freien Programmen kein kommerzielles Interesse steckt, hat oft noch weitere Vorteile für die Nutzer. Die Entwickler von Open-Source-Programmen haben in der Regel nämlich auch kein Interesse daran, etwas über die Nutzer herauszufinden. Man muss häufig gar keine Daten angeben um solche Programme zu nutzen oder die Daten werden nicht für kommerzielle (Werbe-)Zwecke verwendet. Der Datenschutz und die Privatsphäre haben bei Open-Source-Anwendungen daher meistens einen deutlich höheren Stellenwert als bei Programmen von profitorientierten Firmen.

Die Software darf außerdem beliebig oft kopiert, verbreitet und genutzt werden: Für Open-Source-Software gibt es normalerweise keine Nutzungsbeschränkungen, weder bezüglich der Anzahl der Benutzer, noch bezüglich der Anzahl der Installationen. Daher sind solche freien Programme auch eine große Hilfe für Menschen, die sich keine kostenpflichtigen Programme leisten können.

Beispiele bekannter Programme

Da sie kostenfrei sind, empfehlen auch wir viele Open-Source-Programme. Möglicherweise nutzen Sie schon ein solches Programm. Im Folgenden haben wir einige sehr bekannte Vertreter aufgeschrieben. Für die meisten davon gibt es auch passenden Filme in unserem Mitgliederbereich.

logo_libreoffice-258x300.jpgLibre Office  ist die kostenfreie Alternative zu Microsoft Office und beinhaltet unter anderem ein Schreibprogramm, ein Tabellenprogramm und Präsentationsprogramm. Wir haben dazu einen ganzen Kurs erstellt, den Sie sich hier ansehen können: Textverarbeitung mit Libre Office. (Bild links ©LEVATO)



logo_firefox-281x300.jpg Firefox ist einer der bekanntesten Browser, herausgegeben von der gemeinnützigen Organisation namens Mozilla. Der Slogan von Mozilla lautet übrigens, ganz im Sinne von Open Source: “Internet für Menschen, nicht für Profit.” Dazu haben wir ebenfalls einen Kurs mit über 20 Filmen zum Firefox: Hier gehts zu den Browser-Filmen. (Bild links ©LEVATO)


logo_thunderbird-300x286.jpg Thunderbird ist ein sehr empfehlenswertes E-Mail-Programm, eine gute Alternative zu Outlook. Auch Thunderbird stammt von Mozilla und wir haben einen ganzen Kurs im Angebot, in dem wir zeigen, wie Sie Ihre E-Mails mit einem solchen Programm abrufen und verwalten: Hier geht es zum E-Mail-Kurs. (Bild links ©LEVATO)


logo_keepass-300x263.jpgKeePass ist ein Open-Source-Passwortmanager. Mit solch einem Programm können Sie alle Ihre Passwörter verschlüsselt verwalten. Der Vorteil ist, dass Sie sich zukünftig nur noch ein Passwort merken müssen, das sogenannte Masterpasswort. Den Rest erledigt der Passwortmanager. Auch zu Passwörtern und Passwortmanagern haben wir einen Kurs für Sie zusammengestellt: Hier gehts zum Passwort-Kurs. (Bild links ©LEVATO)​​​​​​​


logo_vlc-276x300.jpg Der VLC Player ist ein freies Programm zum Abspielen von Musik- und Videodateien. Es ist vor allem deshalb besonders beliebt, weil es mit nahezu allen Dateiformaten der Welt umgehen kann. Denn gerade bei Musik und Videos gibt es unzählige verschiedenen Dateiformate. Der VLC-Player ist ein wahrer Medien-Alleskönner. Filme zum VLC-Player gibt es in unserem Kurs zu Windows 10. (Bild links ©LEVATO)​​​​​​​​​​​​​​


Jitsi Meet ist ein Open-Source-Programm für Videokonferenzen, das ohne Registrierung funktioniert. Es wurde vor allem während der Corona-Zeit sehr bekannt und ist beispielsweise eine Alternative zu kommerziellen Diensten wie Zoom oder Skype. Zu Jitsi haben wir derzeit noch keine Filme, dies steht aber bereits auf unserer Agenda.>

Wichtiger Unterschied

Hier bitte aufpassen: Zwar sind Open-Source-Programme kostenfrei, aber nicht jedes kostenfreie Programm ist automatisch auch ein Open-Source-Programm! Ganz im Gegenteil: Es gibt zahlreiche kostenfreie Programme, die voller Werbung sind und durchaus kommerzielle Interessen haben.

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Quelle dieser Information ist unser Partner Levato.de.

Der Artikel kann unten kommentiert werden.

Zu jedem der erwähnten Punkte gibt es Erklärfilme auf Levato.de. Die Filme können kostenfrei für einen Monat getestet und angeschaut werden, ohne Zusatzvereinbarungen:
 
Levato bietet Seniorentrefflern einige Vergünstigungen, wie beispielsweise einen kostenlosen Computerkurs.
 

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Kommentare (1)

digi

Als an Open Software beteiligter Entwickler (Rentner) möchte ich noch einen Vorteil erwähnen.
Solche Programme laufen meistens auch nahtlos auf verschiedenen Platformen, also zB auf Linux, BSD, Mac, Windows, ... Was bedeutet, dass vorhandene Hardware übernommen werden kann - und eine (neue) Bedienung sich recht schnell damit zurechtfindet.

Oft wurden sie auf diesen Systemen auch entwickelt - und dann auf Windows übertragen.
Anhand eines ursprünglich bezahlten Projektes ergibt sich oft die Gelegenheit, das auf verschiedene Systeme zu portieren.
Das ist hervorragende, kostenlose Werbung für die beteiligten Entwickler, die sich damit für andere (bezahlte) Entwicklungen qualifizieren.
Eine evtl Fehlerbehebung geht in der Regel recht viel fixer als bei käuflichen Programmen - obwohl sie kostenlos sind. Da zählt nicht der Mammon, da zählt das Prestige einer solchen Gruppe.

Solche Programme
sollen immer nur vom OriginalHersteller bezogen werden.

Gerade bei sochen bekannten kostenlosen Programmen ist es unfeine Methode, auf deren Welle mitzureiten. Da wird von TrittbrettFahrern einiger Schaden mit eingeschleust.
Das ist besonders bei LibreOffice und VLC der Fall; wird immer wieder versucht.

Internas zu dem Thema.
Es ist nicht einfach, sich an der Programmierung zu beteiligen.
Der Grund ist, dass oft keiner zuständig ist, der technisch die Obacht darüber hat. Jeder programmiert einfach drauf los. Ergebnis ist ein schauderhafter, zusammengewürfelter QuellCode, bei dem keiner mehr richtig durchschaut. Erweiterungen sind deshalb oft schwierig. Das kann allerdings auch bei bezahlten Programmen der Fall sein.

Eine Garantie gibt es bei Software nicht.
Der Ruf einer Firma / Gruppe ist deshalb wichtig.

Seit etwa 30 Jahren arbeite ich rundum fast NUR mit Freier Software.
Bis vor etwa 20 Jahren allerdings noch hauptsächlich mit MS-Studio, was die Hölle war.
Deshalb brauche ich auch keinen Update des Systems Windows; davon nutze ich nur noch den DateiExplorer intensiv.
Alles andere, und das ist eine ganze Menge, ist Freie Software.
Damals auch Qt auf Linux; die kommerzielle Qt Lizenz wurde zwischenzeitlich recht teuer.

Als Antivirus habe ich eine lebenslange kostenlose professionelle Voll-Version geschenkt erhalten.
Allerdings zahle ich hin&wieder durchaus auch einen Obolus an die Entwickler.

Also, Freie Software ist sehr zu empfehlen.
Nochmal - immer nur vom OriginalHersteller beziehen!


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