Pflegehilfsmittel – Produktgruppenübersicht PG 50-54

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Wer einen Angehörigen zu Hause pflegt, hat Anspruch auf notwendige Pflegehilfsmittel. Doch nicht alle auf dem Markt verfügbaren Hilfsmittel werden von der Pflegekasse finanziert. Eine Übersicht gibt das Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Pflege- und Krankenkassen.
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©education_free | Freepik

Grundsätzlich hat jeder Pflegebedürftige mit einem anerkannten Pflegegrad den Anspruch auf bis zu 40 Euro pro Monat für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch. Das können zum Beispiel Einmalhandschuhe, Bettschutzeinlagen oder Desinfektionsmittel sein. Der Vorteil: Ohne großen Aufwand können Pflegebedürftige so selbst zusammenstellen, welche Hilfsmittel sie benötigen und sich diese durch Anbieter wie die PflegeBox monatlich liefern lassen. Dadurch erfahren Betroffene zudem eine zeitliche und bürokratische Entlastung. Denn die PflegeBox übernimmt die Antragstellung und die Direktabrechnung mit dem entsprechendem Kostenträger.

Das Hilfsmittelverzeichnis umfasst insgesamt 37 verschiedene Produktgruppen. Für Pflegebedürftige sind die Produktgruppen 50 bis 54 relevant. Hier sind die Pflegehilfsmittel gesammelt. Unterschieden wird grundsätzlich nach Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch und technischen Hilfsmitteln. Ob ein gewünschtes Hilfsmittel im Verzeichnis enthalten ist, lässt sich mit der Produktsuche prüfen.

Für alle in diesem Verzeichnis gelisteten Hilfsmittel übernimmt die Pflegekasse die Kosten oder sorgt für eine Ausleihe. Patienten müssen gegebenenfalls eine Zuzahlung von 10 Prozent bzw. maximal 25 Euro pro Hilfsmittel leisten. Gerade technische Geräte werden oft verliehen. Zu den Leistungen der Pflegekasse gehört auch eine gegebenenfalls notwendige Einweisung in den Gebrauch der Hilfsmittel.

Grundsätzlich gilt, dass die Pflegehilfsmittel wirksam, aber auch wirtschaftlich sein müssen. Das bedeutet, es sollen alle Hilfsmittel bereitgestellt werden, die wirklich notwendig sind. Alles was aber das wirklich Notwendige übersteigt, soll nicht auf Kosten der Pflegekasse angeschafft werden. Zudem gilt es zu prüfen, ob Hilfsmittel wirklich zur Pflege notwendig sind. Andernfalls unterstützt die Krankenkasse, wenn es zum Beispiel um Hilfsmittel wegen Krankheit geht.
 

Zuzahlungsfreie Pflegehilfsmittel

50 – Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege

In der Gruppe 50 sind die Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege gesammelt. Hier sind Produkte verzeichnet, die eine Überforderung des Pflegenden oder des Pflegebedürftigen verhindern sollen. Dazu zählen zum Beispiel spezielle Pflegebetten mit Zubehör, Sitzhilfen, Rollstühle, Lagekorrekturhilfen für Bettlaken oder Fixierbandagen.

51 – Pflegehilfsmittel zur Körperpflege/Hygiene und zur Linderung von Beschwerden

Die Gruppe 51 umfasst Produkte zur Linderung von Beschwerden und zur Körperpflege. Die Produkte sollen die Pflege erleichtern und zur selbständigeren Lebensführung beitragen. Enthalten sind zum Beispiel Produkte zur Hygiene im Bett wie Waschsysteme oder Lagerungsrollen, Bettpfannen, Urinflaschen oder saugende Bettschutzeinlagen zum Schutz der Matratzen.

52 – Pflegehilfsmittel zur selbständigeren Lebensführung/Mobilität

Produkte der Gruppe 52 sollen den Pflegebedürftigen ein möglichst selbstständiges Leben ermöglichen, damit sie in ihrer häuslichen Umgebung bleiben können. Das sind hauptsächlich Hausnotrufsysteme, die an eine Zentrale angeschlossen sind. Nicht finanziert werden Bewegungsmelder, Telefone, Rauchwarnmelder oder GPS-Ortungssysteme, da sie Produkte des alltäglichen Lebens sind oder nicht direkt zu einer besseren Pflege beitragen.

53 – Pflegehilfsmittel zur Linderung von Beschwerden

In der Gruppe 53 sind Hilfsmittel verzeichnet, die körperliche Beschwerden des Pflegebedürftigen lindern sollen. Das sind zum Beispiel Lagerungsrollen, die gerade bei bettlägerigen Patienten eine große Erleichterung sein können. Auch in dieser Gruppe gilt, dass bei volljährigen Pflegebedürftigen gegebenenfalls eine Zuzahlung nötig sein kann.

54 – Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel

In Produktgruppe 54 sind Hilfsmittel enthalten, die in der Regel nur einmal genutzt werden können. Zum Beispiel Handschuhe, saugende Bettschutzeinlagen, Mundschutz, Schutzschürzen, Einmallätzchen und Desinfektionsmittel. Welche Produkte davon nötig sind, liegt im Ermessen des Antragsstellers. Wichtig ist aber, dass zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel den monatlichen Höchstbetrag von 40 Euro nicht überschreiten dürfen.

Pflegehilfsmittel beantragen

Wer Pflegehilfsmittel beantragen möchte und einen anerkannten Pflegegrad hat, benötigt keine gesonderte Bescheinigung von einem Arzt. Voraussetzung ist aber, dass der Pflegebedürftige zu Hause durch Angehörige oder Freunde gepflegt wird. Pflegehilfsmittel müssen die Pflege erleichtern bzw. das selbstständige Leben des Pflegebedürftigen ermöglichen. Hilfsmittel, die auf Grund von Krankheit oder Behinderung nötig sind, werden nicht von der Pflegekasse, sondern von der Krankenkasse finanziert.

Benötigt man Hilfsmittel, ist ein Antrag auf Kostenübernahme zu stellen. Dafür finden sich oft Vordrucke bei den jeweiligen Anbietern der Pflegeprodukte. Manche Anbieter unterstützen die Pflegenden auch bei dem Antrag. Doch auch telefonisch lässt sich der Vorgang bei der Pflegekasse einleiten. Alle notwendigen Unterlagen werden den Versicherten anschließend zugesandt.

Ein Antrag auf Kostenübernahme von Pflegehilfsmitteln kann entweder als Überweisung zum Anfang des Monats erfolgen oder auch rückwirkend gegen Vorlage der Rechnungen beantragt werden. Wer privat versichert ist, kann keine Hilfsmittel vorab beantragen, sondern muss hinterher die Rechnungen einreichen.

 

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