Richtig für das Alter vorsorgen

Viele Menschen hierzulande machen sich viel zu spät Gedanken über ihre notwendige Altersvorsorge. Schließlich scheint das Rentenalter noch weit entfernt und in der Zwischenzeit kann noch genug angespart werden. Ein früher Start der passenden Vorsorge erleichtert jedoch das kommende Rentenalter und vor allem die aktuelle Geldsituation ungemein. 
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©silviarita | Pixabay.com

Was ist bei einer Altersvorsorge zu beachten?

Die Basis der späteren monetären Lage bildet die gesetzliche Rente. Diese sollte im besten Fall für die lebensnotwendigsten Aspekte wie Nahrungsmittel und Wohnung ausreichen, fällt aber oft viel zu niedrig aus. 
 
Deshalb ist es vonnöten, auch privat vorzusorgen. Vor allem Frauen sollten frühzeitig mit der Vorsorgen beginnen. Das Lohnniveau ist bei ihnen immer noch niedriger und aufgrund von Schwangerschaft sowie anschließender Kindererziehung entsteht eine teils längere Arbeitspause. 
 
In Sachen Altersvorsorge sollte im privaten Sektor so früh wie möglich begonnen werden. Außerdem empfiehlt sich eine breite Streuung der möglichen Geldanlagen. Dadurch können mit verschiedenen Mitteln wie Staatlich geförderte Vorsorge (Riester-Rente und Rürup-Rente) und Kapitalanlagen zusätzliche Einnahme erschlossen werden. 
 
Die eigene Altersvorsorge sollte nie vorzeitig gekündigt werden. Dadurch entstehen verpflichtende Rückzahlungen der staatlichen Förderungen. Sollte es zu finanziellen Engpässen kommen, ist eine Beitragsfreistellung die bessere Alternative.

Was ist bei der Rente zu beachten?

Neben der gesetzlichen Rente gibt es noch weitere Möglichkeiten, sich im Alter eine finanzielle Sicherheit aufzubauen. 
 
Falls vorhanden, sollte die Betriebsrente in Anspruch genommen werden. Diese ist in Deutschland nicht vorgeschrieben und daher ein freiwilliger Zusatz des Arbeitgebers. Bei der Betriebsrente wird ein festgesetzter Anteil des Bruttolohns vom Arbeitgeber angelegt. Darauf werden auch keine Steuern oder Sozialabgaben berechnet. Mit dem Eintritt in die Rente wird das eingezahlte Geld dann komplett oder in monatlichen Raten ausgezahlt.
 
Weitere Möglichkeiten bieten die Riester- sowie Rürup-Rente. Diese privaten Altersvorsorgen werden vom Staat finanziell unterstützt. Allerdings wird die Kritik an diesen beiden Sparmodellen immer größer. Viele Ökonomen erklären die beiden Formen für ineffizient und fordern sogar stellenweise ihre Abschaffung. 

Wie informiert man sich richtig über die Altersvorsorge?

Das Themengebiet der Altersvorsorge ist breit gefächert und hält viele Möglichkeiten parat. Dabei ist immer die eigene individuelle Situation zu beachten und einen entsprechenden Sparplan zu entwickeln. Zu empfehlen ist es, sich zunächst mit einiger Literatur in das Thema Rente einzulesen und sich einen Überblick zu verschaffen. Hierzu bietet Haufe Literatur an, die immer praxisorientiert und auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten ist. Bei offenen Fragen oder Anlagewünschen kann anschließend eine entsprechende Beratungsstelle aufgesucht werden. 

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Kommentare (1)

Dumbo46

Ein guter (notwendiger) Artikel. Nur zur Aussage der „vielen Ökonomen“ doch noch eine kurze Anmerkung:

Diese staatlich geförderten Riester- bzw. Rürup-Renten sind ALTERS-VORSORGE-Verträge und keine Geldanlagen, wie manche selbsternannten Finanz“Fachleute“ ständig unterstellen. Vor allem unter den sogenannten, staatlich subventionierten journalistischen „Verbraucherschützern“ ist diese irrige Meinung weit verbreitet. Mit diesen Verträgen wollte der Staat die Bürger motivieren, die zusammengestrichenen Rentenansprüche mit eigenem Aufwand auszugleichen. Dafür stellte er dann Steuervorteile bzw. Prämien in Aussicht.

Wer diese staatlichen Subventionen mit berücksichtigt, kann mit den Ergebnissen seiner Riester- oder Rüruppverträge höchst zufrieden sein! Gerade zur Zeit gibt es nirgendwo höhere Erträge, bei gleicher Sicherheit.

Wer allerdings in betriebswirtschaftlicher Borniertheit nur auf die reinen Zinserträge sieht, der freut sich darüber genausowenig wie jeder andere Bank-Sparer. Um das Ganze noch auf die Spitze zu treiben, gibt es dann noch Spezialisten, die die mickrigen Zinserträge mit Aktien-Ergebnissen vergleichen, die naturgemäß, wegen ihres deutlich höheren Schwankungsrisikos auch höher im Ertrag sein müssen.

So etwas nennt man klassisches „Äpfel mit Birnen Vergleichen“.


Fazit: Wer gezwungen ist, den Hauptteil seiner Alterseinkünfte mit staatlicher Rente zu bestreiten, tut - ohne Wenn und Aber - gut daran, die staatlichen Förderungsprogramme so weit zu nützen, als es ihm/ihr irgend möglich ist. 
Eine schöne Vorweihnachtszeit,
Dumbo 46 - Karl Vogt
 


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