Trockene Haut im Winter: Hintergründe und Pflegetipps

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Die Hautpflege sollte im Winter eine besondere Rolle spielen. Warum das so ist und wie Sie Ihrer Haut jetzt helfen, erfahren Sie hier von den Experten der Apotheke DocMorris.
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©seventyfour | Freepik.com

Was tun Kälte und Frost mit der Haut?

Im Winter verliert die Haut viel Feuchtigkeit. Woran liegt das?

Bei Kälte verengen sich die Blutgefäße – vor allem die kleineren Gefäße, die in der Haut sitzen. Denn dort kommt unser Körper zuerst mit der Kälte in Berührung. Die Verengung führt zu einer verminderten Durchblutung und dadurch auch zu einer geringeren Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr. Aufgrund des gedämpften Stoffwechsels lässt die Hautschutzbarriere nach und die Haut kann Feuchtigkeit schlechter speichern. Bei Temperaturen unter 8°C stellen außerdem die Talgdrüsen die Lipidproduktion ein. Dadurch geht der schützende Fettfilm verloren, der normalerweise die Hautschutzbarriere stärkt, sodass die in der Haut gespeicherte Feuchtigkeit noch schneller verloren geht. Die trockene Heizungsluft tut ein Übriges. Ergebnis: Unsere Haut trocknet aus.

Daher ist es durchaus ratsam, in der kalten Jahreszeit auf eine spezielle Hautpflegeroutine zu setzen. Die wichtigsten Tipps zur Hautpflege im Winter finden Sie im Folgenden.

Hautpflegetipp Nr. 1: Gesunde Ernährung

Es klingt vielleicht überraschend, aber gute Hautpflege beginnt nicht mit Kosmetik, sondern mit der Ernährung. Die ausreichende Versorgung mit Nährstoffen und Vitaminen stärkt die Haut von innen. Wichtig sind hier – und zwar nicht nur im Winter – folgende Punkte:
 
  • Ausreichend trinken! Im Normalfall sollten es etwa 2 Liter pro Tag sein, dabei dürfen Sie Kaffee und Tee (beides bitte in Maßen!) oder auch Suppen usw. mitzählen.
  • Achten Sie auf die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren, denn diese sind wichtig für die Lipidproduktion der Haut. Lipide stärken die Hautschutzbarriere und können zudem Faltenbildung vermindern. Omega-3-Fettsäuren sind enthalten z.B. in Lachs, Makrele, Hering, Leinöl, Rapsöl, Brennnesselsamen oder Chiasamen.
  • Bauen Sie bewusst Obst und Gemüse in Ihre Ernährung ein, besonders solche Produkte, die reich an Beta-Carotin sind. Beta-Carotin ist eine Vorstufe von Vitamin A und dies wirkt antioxidativ und fördert die Regenerationsfähigkeit der Haut. Viel Beta-Carotin enthalten z.B. Möhren, rote Paprika, Aprikosen und Mangos, aber auch Spinat und Grünkohl
  • Nüsse und Saaten enthalten viele Vitamin E Lieferanten, welche den Hautstoffwechsel unterstützen.
  • Halten Sie sich zurück bei sehr salzigen Lebensmitteln und Alkohol. Beides lässt die Haut schneller austrocknen. Meiden Sie zudem Transfette in frittierten und gebackenen Nahrungsmitteln, da diese die Durchblutung der Haut verschlechtern können.

Hautpflegetipp Nr. 2: Schonende Reinigung

  • Duschen Sie, wenn möglich, maximal einmal pro Tag, und zwar nicht heiß, sondern nur lauwarm.
  • Achten Sie auf milde, möglichst pH-neutrale Reinigungslotionen, am besten mit einem pH-Wert von 5,5. Diese erhalten den natürlichen Schutzfilm der Haut.
  • Verzichten Sie auf Gesichtsreiniger oder Make-Up-Entferner mit Alkohol.
  • Trotz Corona & Co:  Zu häufiges Händewaschen oder Desinfizieren greift die Haut an! Wägen Sie daher ab, was wirklich nötig ist und achten Sie auf Desinfektionsprodukte mit pflegenden Substanzen bzw. cremen Sie die Hände nach dem Waschen und/oder Desinfizieren ein.

Hautpflegetipp Nr. 3: Feuchtigkeitsbindende Inhaltsstoffe

Achten Sie bei der Wahl Ihrer Pflegeprodukte auf feuchtigkeitsbindende Inhaltsstoffe, die der Haut dabei helfen, Wasser zu speichern. Besonders zu nennen sind hier: Urea, Lactat, Glycerin, Lysin, Alanin, Carnitin, Hyaluron.

Hautpflegetipp Nr. 4: Rückfettende Pflegeprodukte

Rückfettende Pflegeprodukte sind für die Winterhaut eine wahre Wohltat. Ein sehr preiswertes und gut verträgliches Produkt ist hier reine Vaseline. Diese wie alle anderen rückfettenden Produkte sollte Sie vorzugsweise vor dem Schlafengehen anwenden, auf besonders trockenen oder bereits rissigen Partien wie z.B. der Handoberfläche oder den Schienbeinen gerne etwas dicker. Besonders beliebt sind Produkte mit Ceramiden, Panthenol, Olivenöl, Avocadoöl, Jojobaöl, Mandelöl, Shea Butter, Aloe Vera, oder Bisabolol.

Hautpflegetipp Nr. 5: UV-Schutz

An sonnigen Wintertagen ist UV-Schutz unverzichtbar, ganz besonders, wenn Schnee liegt, der die UV-Strahlen reflektiert. Besonders eignet sich spezieller „Winter“-Sonnenschutz, der weniger Wasser und mehr Fett enthält. Der Sonnenschutz sollte immer vor der restlichen Pflege aufgetragen werden. Und bitte denken Sie auch an Ihre Lippen! Eine Lippenpflegestift mit UV-Schutz kann auch an bedeckten Tagen angewendet werden, um rissigen Lippen vorzubeugen.

Wir hoffen, diese Tipps helfen Ihnen dabei, Ihre Haut gut durch den Winter zu bringen. Bei speziellen Fragen sind unsere pharmazeutischen Mitarbeiter gern für Sie da.
 

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Kommentare (2)

xenia

Mir gefällt nicht, dass ein Erdölprodukt (Vaseline) so angepriesen wird
Gibt es keine natürlichen Fette, die ähnliches leisten?

xenia

Marianne2211

@xenia  zb Bio kokosöl


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