Wohnungssuche im Alter: mit diesem Ratgeber finden auch Sie eine seniorengerechte Wohnung

Ein Zuhause ist viel mehr als ein Dach über dem Kopf – dies erkennen vor allem auch Menschen, die sich mit dem Wohnen im Alter auseinandersetzen. Eine seniorengerechte Wohnung sollte mehr können, als ein physisch barrierefreies Leben zu ermöglichen. 
Wohnen-im-Alter_Freepik.com.jpg
©Freepik.com

Eine seniorengerechte Wohnung mit guten Anbindungen, Geschäften und Ärzten in der Nähe sowie ein starkes soziales Umfeld – das ist wohl der Traum vieler, die ihre eigene Zukunft planen. Bei der Suche nach seniorengerechten Wohnungen in ganz Deutschland kann Ihnen der Hausverwalter GCP unter Garantie weiterhelfen, denn mit GCP finden Sie eine Wohnung, die zu Ihren Lebensumständen passt. 
 
Zunächst aber ein kleiner Exkurs zu den unterschiedlichen Wohnformen: Zwischen eigener Wohnung und Seniorenheim gibt es noch viel mehr! Welche Möglichkeiten Sie haben, sich diesen Traum zu erfüllen und welche seniorengerechten Alternativen es gibt, erfahren Sie in diesem Ratgeber. 

Seniorengerechte Wohnformen

Ein eigenständiges und selbstbestimmtes, barrierefreies Leben – damit assoziieren viele das seniorengerechte Wohnen. Je nach Alter und Gesundheit kann so eine Wohnung im Erdgeschoss mit Möglichkeiten zum Umbau (breite Türrahmen, ebenerdige Dusche, rollstuhlgerechte Küche, usw.) die erste Wahl sein. Für Senioren, die die Gesellschaft junger Menschen schätzen, eignet sich ein Mehrgenerationenhaus, das in immer mehr deutschen Städten Einzug hält. Hier leben junge Menschen, Familien und Alte unter einem Dach, unterstützen sich gegenseitig und lernen voneinander. In der Regel gibt es Rückzugsorte für jeden sowie Gemeinschaftsräume. 
 
Das assistierte oder betreute Wohnen ist sozusagen eine Mischung aus eigener Wohnung und Seniorenheim. Viele Wohnformen sind darüber hinaus mit Angeboten des ambulanten Pflegedienstes kombinierbar. Lassen Sie sich dazu in Ihrer Stadt beraten! 

Vor- und Nachteile einer seniorengerechten Wohnung

Mietwohnungen mit barrierefreier Ausstattung haben viele Vorteile und sind auf lange Sicht eine gute Investition für die Zukunft. Eine eigene Wohnung gibt Sicherheit, Geborgenheit und das gute Gefühl, für sich selbst sorgen zu können – wesentliche Vorteile, die das Älterwerden erleichtern. 
 
Für Menschen, die sich nicht mehr verlässlich selbst versorgen können, eignet sich eine eigene barrierefreie Wohnung nur bedingt oder genauer gesagt nur in Kombination mit einem ambulanten Pflegedienst. Wichtig ist zudem, dass der Freundes- und Familienkreis in der Nähe ist und sich regelmäßig kümmert. Senioren brauchen Aufgaben in ihrem Alltag, die sie fit und jung halten. Das ist in den eigenen vier Wänden nicht zwangsläufig gegeben. Gewisse

Lebensumstände oder Vorlieben bedingen ein besonderes Wohnumfeld: vielleicht einen WG-ähnlichen Wohnstil oder ein generationenübergreifendes Zusammenleben. 
 
Übrigens: Auch das Internet wird für Senioren immer wichtiger als Begleiter im Alltag! Ein geselliges Beisammensein im „echten“ Leben kann es vielleicht nicht ersetzen. Dennoch ist ein Onlineforum eine gute Unterstützung und Gelegenheit, um neue Leute kennenzulernen. Gerade im Alter ist das nicht zu unterschätzen!

Diese Ausstattung sollte eine seniorengerechte Wohnung bieten

Was bedeutet es eigentlich, wenn man seine eigenen vier Wände seniorengerecht umbauen möchte? Über welche Ausstattung sollte eine Wohnung verfügen, in denen die Menschen wirklich „alt“ werden wollen? Mit dieser Checkliste verschaffen wir Ihnen einen Überblick über die Voraussetzungen für seniorengerechtes Wohnen
 
  • Erdgeschoss oder Lift: Die Wohnung sollte barrierefrei zugänglich sein, was bedeutet, dass Treppen nach Möglichkeit mit einem Lift oder einer Rollstuhlrampe „umgangen“ werden können. Am besten eignen sich seniorengerechte Wohnungen im Erdgeschoss.
  • Breite Türen und Türöffner: Die Türbreite sollte mindestens 80 cm betragen, damit ein Rollstuhl hindurch passt. Automatische Türöffner sorgen für noch mehr Eigenständigkeit im Alltag. 
  • Haltegriffe und Aufstehhilfen: Wo immer sie gebraucht werden, insbesondere im Badezimmer an der Dusche/Wanne und an der Toilette, sollten Haltegriffe und Aufstehhilfen angebracht werden. 
  • Gute Ausleuchtung: Viel Licht schafft viel Orientierung! Das ist gerade im Seniorenalltag wichtig, damit zum Beispiel Stolperstellen identifiziert werden, bevor sie zum Fall führen. 
  • Ebenerdige Dusche: Eine ebenerdige, große Dusche, bestenfalls mit einem fest installierten Duschsitz sorgt für Eigenständigkeit bei der Körperpflege und macht es etwaigem Pflegepersonal leichter, beim Duschen zu assistieren. 
  • Küchengeräte auf Hüfthöhe: In der Küche sind Geräte wie Ofen und Spülmaschine so anzubringen, dass man sie mit dem Rollstuhl leicht bedienen kann. Der Herd muss ebenfalls etwas niedriger eingebaut werden. 


Was Sie bei der Suche nach einer seniorengerechten Wohnung beachten sollten

Bei der Suche nach einer barrierefreien Wohnung sollten Sie neben der Ausstattung auch die Lage im Blick behalten. Geschäfte des täglichen Bedarfs, Ärzte und Apotheken sollten zu Fuß erreichbar sein. Überlegen Sie außerdem, inwieweit Sie sich „entwurzeln“.
 
  • Sind Ihre Kinder und Ihr Freundeskreis in der Nähe? 
  • Sind Ihre Kinder in eine ferne Stadt gezogen und Sie möchten in Ihre Nähe ziehen?
  • Wie sieht die (potenzielle) Nachbarschaft aus? 
  • Gibt es Hilfsdienste oder private Hilfsangebote vor Ort? 
  • Wie sieht das Wohnumfeld aus?


Öffentliche Unterstützung und Förderung von seniorengerechtem Wohnen

Verbesserungswürdig ist die Wohnsituation für Senioren in Deutschland. Es gibt aber doch Fördermöglichkeiten, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten! Kennen Sie Ihre Rechte? Zinsgünstige Kredite der KfW-Bank sowie nicht zurückzahlbare Beträge gibt es zum Beispiel für: 
 
  • den Rückbau von Barrieren (zum Beispiel ebenerdige Dusche, Haltegriffe an WC und Dusche, breitere Türen, usw.),
  • Beratung durch Fachberater und Sachverständige, die für den Umbau notwendig ist,
  • Umbaumaßnahmen, sofern separat aufgeführt, die bereits ausgeführt wurden, bei Neuerwerb einer seniorengerechten Wohnung. 

Darüber hinaus stehen Rentnern mit begrenzten finanziellen Mitteln die Vorteile eines Wohnberechtigungsscheines zu. Ein WBS kann beim Wohnungsamt der Stadt beantragt werden. Voraussetzung ist, dass ein bestimmtes Einkommen (variiert von Bundesland zu Bundesland) nicht überschritten wird. Inhaber eines WBS sind berechtigt, einen Mietvertrag für eine Sozialwohnung zu unterzeichnen, die staatlich gefördert und auch mit wenigen finanziellen Mitteln bezahlbar ist – ein wichtiger Schritt, besonders in Zeiten, in denen Wohnraum zur Miete – auch mit wenig Wohnfläche – allgemein immer teurer wird. 

Langfristig planen ist sinnvoll

Vor allem beim Thema „seniorengerechtes Wohnen“ ist ein langfristiger Plan wichtig. Überlegen Sie nicht erst, wenn es zu spät ist, wie Sie sich Ihre Zukunft im Alter vorstellen. Sondern bereits dann, wenn Sie noch jung und fit genug sind, um sich über Ihre Wünsche und Bedürfnisse im Klaren zu sein. Eine barrierefreie Wohnung sorgt für die nötige Eigenständigkeit, die sich viele Menschen im Alter ersehnen. 

Anzeige

Kommentare (1)

xenia

Wie immer und überall ist es auch hier eine Frage
des Geldes, ob man(n)/frau sich eine barrierefreie,
seniorengerechte Wohnung leisten kann. 

Das ist völlig unabhängig davon, ob es für Ein- und
Umbauten Fördermittel gibt. Meistens wohnen die
nicht so gut Betuchten in für sie bezahlbaren Miet-
wohnungen.

Gruß, xenia


Anzeige