Zu alt für Poker? Unmöglich!

Wenn es um das Thema Poker geht, dreht sich in der Regel alles um die Frage, ob der Spieler das 18. Lebensjahr erreicht hat und damit berechtigt ist, überhaupt online oder offline Poker zu spielen. Doch kann man eigentlich auch zu alt für den beliebten Karten-Klassiker sein?
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©Free-Photos | Pixabay.com

Worum geht es beim Poker?

Der Begriff Poker bezeichnet nicht einzig und allein Spiel, sondern eine Reihe an Spielen, die in der Regel mit 52 Karten des anglo-amerikanischen Blatts gespielt werden. Fünf Karten bilden dabei das eigene Pokerblatt. Die Spieler setzen ihren Einsatz und hoffen dabei auf die Gewinnchance ihrer eigenen Hand. Die Zusammensetzung der gegnerischen Hände kennen sie nicht, woraus sich der Begriff des klassischen Pokerns ableitet. Wer die stärkste Hand hat oder noch übrig ist, erhält den Pot - also den von den Spielern eingesetzten Einsatz.  
 
Selbst mit schwachen Karten ist es beim Pokern möglich, zu gewinnen. Hierbei kommt der Bluff ins Spiel, da die Spieler anhand ihres (entweder wirklich oder nur vorgetäuscht guten Blattes) mitgehen oder aussteigen können.

Zu alt für Strategien?

Da Poker ein sehr strategisches Spiel ist, müssen die Teilnehmer entsprechend strategisches Verständnis mitbringen. Auf das Alter kommt es hierbei – zumindest in der Regel – nicht an. Ob jung oder alt, jeder kann mit dem Pokern beginnen und sich auch mit den Taktiken und Möglichkeiten auseinandersetzen. Generell ist es sowohl für ältere Teilnehmer als auch für Menschen mit Behinderungen kein Problem, das Spiel zu spielen. Einzig blinde Personen können nicht am Pokerspiel teilnehmen, da das Markieren der Karten nicht erlaubt ist.
 
Gerade online gibt es viele Möglichkeiten, auch Tische parallel zu spielen. Das wird von erfahrenen Poker-Spielern häufig in Anspruch genommen, wobei es auf die eigene Multitasking-Fähigkeit ankommt, wie viele Tische gespielt werden können. Einige Spieler kommen gut mit zwei oder drei Tischen zurecht, für andere Spieler geht es erst ab vier Tischen richtig los. Für Senioren ist das Poker-Spiel ab in der Regel einfach nur ein Hobby und kein taktisches Kommando, welches es zu perfektionieren gilt.
 
Wer mit dem Multitasking Probleme hat, kann sich selbst trainieren – am Alter liegt es allerdings nicht, lediglich an der Übung. Auch die mathematische Materie und das Verständnis dessen hat mit dem Alter nichts zu tun. Die Frage ist lediglich, wie affin ein Spieler ans Werk geht.

Zu alt für moderne Technik?

Weiter geht es mit dem technischen Aspekt. Auch hier gibt es bei vielen Senioren einen Unterschied zur Jugend. Wer heutzutage 18 oder 20 Jahre alt ist, nimmt sein Smartphone durchschnittlich über 20 oder gar 40 Mal pro Tag in die Hand. Kein Wunder, dass jüngere Smartphone-Besitzer deutlich flexibler und zügiger mit dem Gerät umgehen können als manch Senior, der das Handy vorrangig nutzt, um die Enkelkinder anzurufen. 
 
Poker lässt sich mittlerweile auch bequem im Internet und mobil auf dem Smartphone oder Tablet spielen. Für die Jugend vollkommen normal. Immerhin nutzen auch mehr als die Hälfte der 65-jährigen in Deutschland das Internet, doch nicht unbedingt zum Gaming.
 
“Über Mobilgeräte informieren sich Spieler und Fans über Taktiken, Strategien, Statistiken, Events, Turniere, Ergebnisse und mehr”, so www.888poker.com, ein Poker-Anbieter der 888 Holdings Ltd.
 
Im Bereich der mobilen Games liegt der Umsatz im Jahr 2018 bereits bei 469 Millionen Euro – so die Aussagen von statista.com. Das Marktvolumen der mobilen Spiele soll bis 2023 ganze 579 Millionen Euro erreicht haben. 

Zu alt für lange Sessions?
Ein weiterer Aspekt beim Poker spielen ist die Zeit. Es gibt Tage oder Wochenenden, an denen Jugendliche oder jüngere Poker-Spieler ohne Probleme 10 bis 15 Stunden am Tag vor dem Tisch oder Computer verbringen oder zu einer Poker-Meisterschaft, wie der Deutschen Poker Bundesliga, fahren. Für ältere Poker-Spieler könnte das zu einem Problem werden, wenn sie es nicht gewöhnt sind.
 
Die Augen schmerzen, die Beine werden müde und auch das Schlafbedürfnis schaltet sich früher oder später ein. Das ist ein einziger Unterschied im Vergleich zur Jugend, die dadurch ein wenig agiler beim Poker spielen ist. Das reine Spiel unterscheidet sich jedoch nicht.
 
Ganz im Gegenteil: Gerade unsere ältere Generation ist in der Lage, viele Situationen deutlich abwartender, ruhiger und damit auch besser zu überblicken und eine entsprechend passende Entscheidung zu treffen. Eine Fähigkeit, die der Jugend gerne fehlt.

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