Bequemschuhe: Wellness für die Füße

Täglich tragen uns unsere Füße durch den Alltag. In Schuhen sollte man darum bequem und angenehm gehen können. Ein Bequemschuh kann den Komfort steigern und zugleich unterstützende Wirkung für die Füße haben.

Wellness für die Füße mit Bequemschuhen ©auremar | Fotolia.com


1. Was ist ein Bequemschuh und wodurch zeichnet er sich aus?

1.1. Der perfekte Schuh

1.2. Innensohle

1.3. Weite

2. Inwiefern lassen sich Bequeumschuhe anpassen?

2.1. Wechselfußbett

2.2. Orthopädische Schuheinlagen

3. Welche Spezialschuhe gibt es?

3.1. Stretch-Schuh

3.2. Diabetikerschuh

3.3. Lymphschuh

4. Wie findet sich der passende Bequemschuh?

4.1. Fachhandel und Onlineshops

4.2. Mobile Schuhdienste

5. Wie viel kostet ein Bequemschuh?

5.1. Preisleistungsverhältnis

5.2. Kostenübernahme


Unbeschwert durch den Alltag gehen, ohne dabei Beschwerden oder Schmerzen in den Füßen zu verspüren – das wünscht sich jedermann. Doch oftmals ist es nicht leicht für Menschen mit Fußfehlstellungen und Fußproblemen einen passenden Schuh in einem herkömmlichen Schuhgeschäft zu finden. Grund dafür ist die Ausrichtung der Geschäfte auf eine hauptsächlich junge Kundschaft. Fachgeschäfte oder auch Online-Anbieter haben hier die optimale Lösung für dieses Problem: Bequemschuhe. Sie bieten einen unvergleichlichen Komfort und können mittlerweile auch in Sachen Aussehen punkten. Bequemschuhe sind zunehmend im Kommen und bieten dank großer Produktpalette für jeden einen Schuh, der sich perfekt den jeweiligen Bedürfnissen bzw. Füßen anpasst.

1. Was zeichnet den Bequemschuh aus?

Dank optimalem Komfort, flexibler Anpassung und unterstützender Wirkung, sind Bequemschuhe die perfekte Lösung für jeden Fuß. Auch bei Fußproblemen lassen sie sich individuell anpassen und ermöglichen einen sicheren Halt und schmerzfreies Gehen.

1.1. Der perfekte Schuh

Einen besonderen Komfort bietet der Bequemschuh durch seine perfekte Passform sowie sein optimales Fußbett. Zugleich ist er aus hochwertigen Materialien gearbeitet. Durch das Tragen eines Bequemschuhs können Beschwerden und Schmerzen vorgebeugt werden, die ohne entsprechendes Schuhwerk im Alltag und Berufsleben langfristig Probleme bereiten können. Der perfekte Schuh, der sich vollkommen an den Fuß anpasst, muss jedoch keineswegs an Optik einbüßen. Mittlerweile gibt es zahlreiche Bequemschuhe, die neben Komfort auch beim Aussehen durch neue Farben und ein ästhetisches Design überzeugen können. Ob Beruf, Alltag oder besondere Anlässe – für jede Situation gibt es entsprechende Modelle. Ganz gleich ob Stiefeletten, Sneaker, Sandalen, Ballerinas oder sogar Pumps, es müssen weder beim Design noch der Produktauswahl Abstriche gemacht werden.

1.2. Innensohle

Von besonderer Bedeutung ist die Innensohle eines Bequemschuhs, die schon maßgeblich zu einem angenehmen und unbeschwerten Auftreten beiträgt. Ein gut stützendes Fußbett sollte im Schuh integriert sein, um auf diese Weise auch längeres Stehen und Laufen zu ermöglichen, ohne dass sich die Füße schwer oder ermüdet anfühlen. Darüber hinaus können weitere Extras das Gehen in Bequemschuhen erleichtern und noch komfortabler machen. Dazu zählen beispielsweise integrierte Stoßdämpfer oder auch Luftposter, die den Fuß federn und ein sanftes Laufen garantieren. Besondere Ausstattungen des Schuhs können zudem Magnet- und Massagefußbetten sein, die den Fuß stimulieren und entsprechende Reflexzonen ansprechen. Auf diese Weise können sich Blockaden in den Füßen lösen und somit das Wohlbefinden gesteigert werden.

1.3. Weite eines Bequemschuhs

Vielen Menschen ist nicht bekannt, dass Schuhe neben unterschiedlichen Schuhgrößen auch verschiedene Schuhweiten besitzen. Doch insbesondere bei Fußproblemen und Fehlstellungen oder Verformungen des Fußes ist ausreichend Platz im Schuh wichtig. Die Schuhe, die in einem normalen Schuhgeschäft erhältlich sind, fallen in der Standardweite F aus. Als Komfortweite wird die Weite G bezeichnet und als Bequemweite die Weite H. Darüber hinaus können bei Bedarf auch die Spezialweiten K, L und M erworben werden, die besonders viel Platz in einem Bequemschuh bieten. In jedem Fall gilt es, die optimale Weite für den entsprechenden Fuß herauszufinden. So ist garantiert, dass der Schuh nicht drückt oder zu eng sitzt, wodurch Probleme und Beschwerden beim Gehen verursacht werden könnten.

2. Inwiefern lassen sich Bequeumschuhe anpassen?

Dank Bequemschuhen sind selbst Fußfehlstellungen kein Hindernis mehr den richtigen Schuh zu finden. Sie erfüllen gewisse Kriterien wie Weite, Polsterung oder herausnehmbare Sohlen und lassen sich somit an die jeweiligen Bedürfnisse der Füße optimal anpassen.

2.1. Wechselfußbett 

Viele Menschen sind auf Schuheinlagen angewiesen, um somit Fußfehlstellungen auszugleichen. Unter einer orthopädischen Schuheinlage versteht man eine Einlage, die mit der Ballenbreite oder Ballenauftrittsfläche endet. Schuheinlagen können auch in Schuhen mit wenig Platz, also mit Standardweite, verwendet werden. Allerdings sind Einlagen nur dann sinnvoll, wenn der Schuh mit Einlage dem Fuß trotzdem ausreichend Platz gewährt. Wird der Fuß nur von unten entlastet und von oben drückt der Schuh auf den Fuß, so wird keine Entlastung erzielt. Bequemschuhe hingegen sind nicht nur weiter, sondern meist auch mit Wechselfußbett erhältlich, die ein problemloses Einlegen der orthopädischen Einlagen in den Schuh ermöglichen.

2.2. Orthopädische Schuheinlagen

Die meisten Einlagen bestehen aus Kork oder aus einer Kork-Leder-Kombination. Es gibt aber auch weiche Schaumeinlagen, spezielle Sporteinlagen und Einlagen aus Kunststoff. Außerdem werden sogenannte sensomotorische oder propriozeptive Einlagen angeboten. Unter Sensomotorik versteht man den Vorgang, bei dem Nervenreize über bestimmte Strukturen von den Füßen zum Gehirn weitergeleitet werden. Durch sensomotorische Einlagen werden schwache Muskelgruppen gekräftigt und Muskelketten sowie neurologische Impulse aktiviert. Außerdem werden Haut- und Muskelreflexe der Fußsohle kontinuierlich stimuliert, ähnlich wie bei einer Fußreflexzonenmassage. Dadurch können nicht nur Fußfehlstellungen verbessert, sondern auch Haltungs- und Knieprobleme sowie Beckenfehlstellungen günstig beeinflusst werden.

TIPP DER REDAKTION:

Sollten Sie speziell hergestellte Einlagen für Ihre Bequemschuhe benötigen, da der Orthopäde die Notwendigkeit von Spezialeinlagen festgestellt hat, so können Sie bei der Krankenkasse einen Zuschuss beantragen. Beachten Sie jedoch, dass gesetzlich Versicherte in der Regel eine gesetzliche Zuzahlung von sechs Euro beim Orthopädiebetrieb leisten müssen.

3. Spezialschuhe: Stretch-Schuh, Diabetikerschuh und Lymphschuh

Für jeden ist es möglich, einen passenden Bequemschuh zu finden, der optimal auf die Bedürfnisse der Füße eingeht und damit gegebene Fehlstellungen ausgleicht oder Schmerzen vorbeugt.

3.1. Stretch-Schuh

Viele Menschen leiden beispielsweise an Senk- und Spreizfüßen, an der Schiefstellung der Großzehe, dem sogenannten Hallux valgus, oder einem Hammerzeh. Damit wird das schmerz- bzw. problemfreie Laufen in normalen Schuhen nicht möglich. Bei Zehenfehlstellungen ist ein Stretch-Schuh die perfekte Lösung, da sich dieser dem Fuß anschmiegt und ein Drücken des Schuhs verhindert. Der Bequemschuh sollte in jedem Fall die richtige Weite haben und den Zehen genügend Platz im Schuh gewähren, sodass keine Schmerzen verursacht werden.

3.2. Diabetikerschuh

Bei vielen Diabetikern treten bedingt durch ihre Erkrankung Durchblutungsstörungen auf. Der gesundheitliche Zustand wirkt sich auch auf die Füße aus, und lässt diese beispielsweise besonders anfällig für Verletzungen werden. Der speziell hierfür entwickelte Diabetikerschuh verfügt über eine angemessene Weite und erleichtert somit auch den Einstieg in den Schuh. Darüber hinaus ist er gepolstert, um ein besonders weiches Gehen zu ermöglichen. Die spezielle Diabetikereinlage kann dabei herausgenommen werden.

3.3. Lymphschuh

Weitere gesundheitliche Beschwerden wie beispielsweise lymphatische Ödeme führen dazu, dass der Fuß stark anschwillt und somit ein Spezialschuh mit entsprechender Passform benötigt wird. Der Lymphschuh bietet besonderen Komfort und genug Platz für die empfindlichen Füße, die oftmals noch zusätzlich bandagiert sind. Durch diesen Spezialschuh kann das Gehen trotz lymphatischer Ödeme unbeschwerter sein und durch die Bewegung eine Linderung der Symptome herbeigeführt werden.

4. Wie findet sich der passende Bequemschuh?

Ob im Fachhandel, im Internet oder durch einen mobilen Schuhdienst – es gibt zahlreiche Wege den passenden Bequemschuhe zu finden. Dabei kann jeder seinen Möglichkeiten nach frei entscheiden, ob er sich selbst auf die Suche macht oder auch fachmännische Unterstützung annehmen möchte.

4.1. Fachhandel und Online-Shops

Wer auf der Suche nach Bequemschuhen ist, der kann sowohl in der Stadt beim jeweiligen Fachhändler als auch in Online- Shops fündig werden. Zahlreiche Geschäfte sind mittlerweile auf die Bedürfnisse von Menschen mit Fußproblemen und besonderen Anforderungen an ihre Schuhe eingestellt und bieten ein entsprechendes Sortiment. Bequemschuhe können jedoch auch einfach und bequem online gefunden und bestellt werden, da viele Händler ihr Angebot durch einen Online-Shop ergänzt haben. Das erspart nicht nur Zeit und Mühe, sondern ist für viele Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, ein optimaler Weg die richtigen Schuhe zu finden. Einen weiteren Vorteil bieten Online-Shops, da sich die Kunden hier einen schnelleren Überblick über das Sortiment machen können. Und wenn der Bequemschuh, den man online bestellt hat doch nicht passt, kann er problemlos wieder zurückgeschickt werden.

HINWEIS DER REDAKTION:

Wenn Sie Ihre Bequemschuhe online bestellen, dann sollten Sie immer darauf achten, wie die Versandarten- sowie Kosten des Anbieters sind. Es ist möglich, dass für den Versand keine Kosten anfallen, bei vielen Anbietern jedoch ist mit Versandkosten von rund sechs Euro pro Bestellung zu rechnen. Darüber hinaus sollten Sie sich informieren, ob und in welcher Höhe bei einem gegebenenfalls nötigen Rückversand zusätzliche Kosten anfallen.

4.2. Mobile Schuhdienste

Der Weg in die Stadt und das Anprobieren der Schuhe im Geschäft fällt vielen Menschen besonders im Alter oder aufgrund einer Krankheit nicht leicht oder ist beim Aufenthalt in einer Pflegeeinrichtung nicht mehr möglich. Daher haben es sich unter anderem auch Anbieter von Bequemschuhen zur Aufgabe gemacht, auf die Bedürfnisse dieser Kundschaft einzugehen, und Hausbesuche anzubieten. Dieser Service erspart vor allem Angehörigen oftmals mehrere Wege in ein Schuhgeschäft, um den für die individuellen Bedürfnisse passenden Bequemschuh zu finden.

5. Wie viel kostet ein Bequemschuh?

Bequemschuhe bieten eine optimale Unterstützung und individuelle Anpassung an den Fuß, wodurch sie die eigene Gesundheit stärken und fördern. Eine Investition, die sich in jedem Fall lohnt.

5.1. Preisleistungsverhältnis 

Wer sich für einen Bequemschuh entscheidet, der profitiert von einer individuellen Anpassung sowie einer unterstützenden Wirkung für die Füße. Der optimale Komfort dieser Schuhe rechtfertigt auch den Preis, der im Vergleich zu herkömmlichen Schuhe etwas höher ausfallen kann. Dafür gehen Bequemschuhe gezielt auf die jeweiligen Bedürfnisse der Füße ein und sichern ein unbeschwertes Gehen. Je nachdem welcher Bequemschuh in Frage kommt und ob Spezialschuhe von Nöten sind, fallen die Kosten unterschiedlich aus. Gängige Modelle sind ab etwa 80 Euro zu erwerben, wohin gegen Diabetikerschuhe durch ihre spezielle Anpassung etwas teurer ausfallen können. Die meisten Händler bieten Bequemschuhe im Preissegment von 80 bis 150 Euro an, wobei es auch hier gilt die Preise der jeweiligen Anbieter zu vergleichen.

5.2. Kostenübernahme 

Im Grunde genommen zählen Schuhe genau so wie Bekleidung zu den Gebrauchsgegenständen des alltäglichen Lebens. Sie werden daher auch nur dann zu den Leistungen der Krankenversicherung gezählt, wenn ein medizinisch notwendiger Behinderungsausgleich aufgrund von Krankheitsbildern lediglich mit einem orthopädischen Maßschuh erreicht werden kann. Ist dies der Fall, so besteht neben einer Erstversorgung auch der Anspruch auf Ersatz, Änderung und Reparaturen der Schuhe. Darüber hinaus sind auch Ergänzungen und Erweiterungen mitinbegriffen, um optimal auf die Bedürfnisse der Füße einzugehen.

HINWEIS DER REDAKTION:

Im Hinblick auf die Kostenübernahme sollten Sie beachten, dass die Krankenkasse diese zwar für individuell hergestellte Maßschuhe vom Orthopäden übernimmt, jedoch nicht für freiverkäufliche Bequemschuhe.


 

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