Theater: Spannende Kulturveranstaltungen hautnah erleben

Im Theater gibt es viel zu entdecken: Ob sich jemand für Musicals aus New York, klassische Oper oder moderne Stücke interessiert – hier laden interessante Freizeitangebote zum Entdecken ein.

Ob Musical oder klassiche Oper – tauchen Sie ab in eine abwechslungsreiche Theaterwelt ©disq | Fotolia.com


1. Welche Arten von Bühnenaufführungen gibt es?

1.1. Schauspiel

1.2. Musiktheater

1.3. Ballett

2. Welche Theaterveranstaltungen sind beliebt?

2.1. Die Zauberflöte

2.2. Der Besuch der alten Dame

2.3. Schwanensee

3. Gibt es Angebote für Menschen mit körperlichen Beschränkungen?

3.1. Barrierefreiheit

3.2. Induktive Höranlagen

4. Wie viel kostet der Besuch eines Theaters?

5. Gibt es Vergünstigungen?


Ein schickes Kleid oder einen eleganten Anzug anziehen und eine wunderschöne Aufführung der Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart erleben: So stellen sich viele einen ganz besonderen Abend vor. Selbst im Zeitalter von Fernsehen und Internet lädt das Theater in all seinen Formen immer noch zu zauberhaften Erlebnissen ein. Neben Unterhaltung auf hohem Niveau wird auch Verpflegung geboten: In den Pausen können sich die Gäste bei einem schönen Glas Sekt untereinander austauschen oder andere kulinarische Highlights genießen. So gibt es beim Theater alles, was zu einem rundum gelungenen Abend dazugehört.

1. Welche Arten von Bühnenaufführungen gibt es?

Oft werden die Einrichtungen als Theater bezeichnet, in denen Bühnenaufführungen geboten werden. Dort gibt es eine große Bandbreite an Darstellungsformen. Historisch werden Theaterstücke (auch: Dramen) und Opern nach ihrer Handlung in Tragödien und Komödien unterteilt: Die Figuren von Tragödien sind hohe Persönlichkeiten, die schlimme Schicksalsschläge erleben. Komödien sollen vor allem den Zuschauer erheitern – wer also viel lachen möchte, sollte eine Komödie besuchen. Auch nach der Art der Darstellungsform werden die Stücke voneinander abgegrenzt. Generell können vier unterschiedliche Arten der Bühnenaufführung unterschieden werden:

1.1. Schauspiel

Unter einem Schauspiel wird das verstanden, was im täglichen Sprachgebrauch einfach als „Theater" bezeichnet wird. Hier werden Theatertexte auf die Bühne gebracht, die von Schriftstellern verfasst wurden. Dabei können die Autoren neue Werke präsentieren – oft werden auch ganz aktuelle politische und gesellschaftliche Ereignisse thematisiert. Klassiker wie die Dramen von Johann Wolfgang von Goethe oder Friedrich Schiller sind natürlich ebenfalls sehr beliebt.

Aber auch andere Arten der Unterhaltung fallen unter den Begriff Schauspiel – zum Beispiel das Kabarett. Darunter ist eine Form der Kleinkunst zu verstehen: Der Kabarettist will die Zuschauer auf unterhaltsame und witzige Art und Weise zum gesellschaftskritischen Nachdenken bringen.

1.2. Musiktheater

Der Begriff Musiktheater bezeichnet vor allem die Kunstformen Musical und Oper. Bei der Oper wird die Handlung musikalisch vertont von Sängern, einem Chor und einem begleitenden Orchester. Atemberaubende Stimmleistungen der Opernsänger und die wunderschöne Vertonung durch das Orchester bringen die Zuschauer zum Staunen. Ursprünglich stammt diese Kunstform aus Florenz in Italien, wo sie am Ende des 16. Jahrhunderts entstand.

Das Musical hingegen ist eine recht neue Form des Musiktheaters – erst in den 1920er Jahren beginnt seine Geschichte. Bei dieser Darstellungsform werden Schauspiel, Tanz und Gesang miteinander verbunden. Thematisch sind die Stücke sehr vielseitig: Aus allen Ecken der Erde und aus allen Zeiten findet das Musical seinen Stoff. Vor allem die Musical-Stücke am Broadway in New York oder im West End in London sind legendär – manchmal sind diese Highlights in Deutschland als Gastspiel zu sehen.

1.3. Ballett

Das Ballett ist eine ganz besondere Form der Bühnenaufführung. Ähnlich wie die Oper wird die Vorführung hier musikalisch gestaltet. Anders als bei der Oper singen die Darsteller aber nicht. Stattdessen benutzen sie eine ganz besondere Form des Ausdrucks: den Tanz. Balletttänzer müssen schon in jungen Jahren ihren Körper schulen, um den hohen Anforderungen standzuhalten und absolute Körperbeherrschung zu erlangen. In einer Geste, einer Drehung können beim Ballett mehr als tausend Worte liegen.

Neben den klassischen Unterhaltungsformen gibt es vielerorts noch besondere Highlights wie Improvisationstheater, Puppentheater, Comedy-Shows oder interaktive Theaterinszenierungen zu entdecken. Einige Theater laden darüber hinaus noch zu Lesungen und andere kulturelle Events ein.

2. Welche Theaterveranstaltungen sind beliebt?

Generell lässt sich nicht allgemein sagen, welche Stücke den Menschen am besten gefallen. Schließlich hat jeder einen eigenen Geschmack. Auf deutschen Bühnen finden sich eine Vielzahl verschiedener Themen: Klassiker hautnah erleben oder über experimentelles Improvisationstheater staunen – alles ist möglich. Hier stellen wir einige Beispiele für beliebte Stücke vor, um einen kleinen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten zu bieten:

2.1. Die Zauberflöte

Als eine der berühmtesten Opern von Wolfgang Amadeus Mozart erfreut sich die Zauberflöte auch heute noch hoher Beliebtheit bei zahlreichen Opernfreunden. Magie, unzerstörbare Liebe und der Kampf zwischen Tag und Nacht sind die wichtigsten Elemente der Geschichte. Es geht dabei um den jungen Prinz Tamino, der Pamina retten soll, die sich in den Fängen des Priesters Sarastro befindet. Beauftragt wird Tamino von Paminas Mutter, der Königin der Nacht. Von ihr erhält er auch die magische Zauberflöte. Bei seiner Reise wird er vom Vogelfänger Papageno begleitet – der für zahlreiche komische Momente sorgt.

Tamino und Pamina verlieben sich ineinander und wünschen sich, zu heiraten. Doch ist nicht alles so, wie es scheint: In Wirklichkeit verfolgt die Königin der Nacht einen hinterhältigen Plan. Sarastro weiß, dass Tamino und Pamina füreinander bestimmt sind und auch auf Papageno wartet die perfekte Partnerin: Papagena. Um zu ihren Herzensdamen zu gelangen, müssen die zwei allerdings schwere Prüfungen überstehen und die Königin der Nacht muss besiegt werden. Neben den musikalischen Meisterleistungen beeindruckt das Opernstück vor allem mit atemberaubenden Gesängen und einer Geschichte, die direkt ins Herz geht.

2.2. Der Besuch der alten Dame

Der Schweizer Autor Friedrich Dürrenmatt schuf mit diesem kontroversen Werk einen Klassiker: Die Milliardärin Claire Zachanassian besucht ihr inzwischen verarmtes Heimatdorf Güllen, aus dem sie einst vertrieben wurde. Sie macht den Einwohnern von Güllen ein folgenschweres Angebot: Eine Milliarde wird sie der Stadt spenden, wenn jemand ihren früheren Geliebten Alfred Ill tötet, der damals die Vaterschaft für das gemeinsame Kind abstritt und sie so ins Elend stürzte. Dieser hofft natürlich darauf, dass die Dorfgemeinschaft ihn beschützt, doch kann er wirklich auf seine Nächsten zählen?

Gerechtigkeit, Rache, Geldgier und der Konflikt des Einzelnen mit der Gesellschaft: Die Themen, die in diesem bemerkenswerten und hochspannenden Stück eine Rolle spielen, sind auch heute noch sehr relevant. Nicht nur deshalb ist es weiterhin beliebt und wird immer wieder an Schauspielhäusern inszeniert. Die Tragikomödie bringt viel Witz ins Theater und bewegt die Zuschauer gleichzeitig zum Nachdenken.

2.3. Schwanensee

Schwanensee ist eines der berührendsten Ballettstücke der Gegenwart. Komponiert von Pjotr Iljitsch Tschaikowski, erzählt es die berührende Geschichte der jungen Prinzessin Odette, die in einen Schwan verwandelt wird. Nur die Liebe kann den Fluch brechen. Prinz Siegfried verliebt sich in sie und schwört ihr ewige Treue. Aber auf dem Festball, bei dem der Prinz seine zukünftige Braut wählen soll, verfällt er den Reizen des negativen Ebenbilds seiner Geliebten – dem schwarzen Schwan – und hält um ihre Hand an.

Dieses märchenhafte Ballett glänzt durch seine eindrückliche Musik und die schauspielerischen sowie tänzerischen Meisterleistungen der Balletttänzer. Es gehört mit gutem Grund zum Standardrepertoire vieler Opernhäuser und lädt die Besucher zu einem ganz besonderen Erlebnis ein.

3. Gibt es Angebote für Menschen mit körperlichen Einschränkungen?

Obwohl es an einigen Stellen noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt, sind Kulturveranstaltungen in den letzten Jahren für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder anderen körperlichen Einschränkungen viel zugänglicher geworden. Zahlreiche Theater haben Maßnahmen getroffen, um ihre Häuser für alle Besucher erreichbar zu machen. Besonders in puncto Barrierefreiheit und Unterstützung von Schwerhörigen tun die Einrichtungen sehr viel, um allen zu ermöglichen, die Veranstaltungen zu genießen.

3.1. Barrierefreiheit

Ein Großteil der Theater hat inzwischen dafür gesorgt, dass barrierefreie Zugangsmöglichkeiten verfügbar sind. So sind die Türen meist so groß, dass auch Rollstuhlbenutzer sich problemlos durch das Gebäude bewegen können. Oft sind auch barrierefreie Sitzmöglichkeiten vorhanden: Das sind Plätze, die nicht über Treppen erreicht werden und die generell leicht zugänglich sind. In der Regel sind pro Saal ein bis zehn Plätze zugänglich. Sie müssen meist im Voraus gebucht werden.

HINWEIS DER REDAKTION:

Wenn Sie einen Rollstuhl benötigen, sollten Sie das bei der Buchung der Tickets unbedingt dem Theater mitteilen. So können Sie sicher sein, ohne Probleme die Vorstellung genießen zu können. Oft gibt es eine begrenzte Zahl von Plätzen für Rollstuhlfahrer. Manchmal müssen auch vor der Vorstellung normale Stühle entfernt oder Sitzvorrichtungen abmontiert werden, damit Rollstuhlfahrer bequem Platz finden.

3.2. Induktive Höranlagen

Eine induktive Höranlage hilft Hörgeschädigten in vielen Theatern dabei, nichts davon zu verpassen, was auf der Bühne passiert. Ein Mikrofon nimmt den Gesang oder die Rede der Schauspieler und Sänger auf und wandelt sie in elektromagnetische Wellen um. Diese können dann störungsfrei und kabellos von Hörgeräten der Theaterbesucher empfangen werden. Auch die Musik des Orchesters kann natürlich übermittelt werden. Das Hörgerät muss allerdings über eine T-Spule verfügen. Zu Beginn der Vorführung kann es dann auf den T-Modus gestellt werden – so wird ein optimales Hörvergnügen ermöglicht.

TIPP DER REDAKTION:

In einigen Sälen der Theater und Opernhäuser ist der Empfang der über die induktive Höranlage übermittelten Wellen nicht überall gleich gut. Informieren Sie sich im Vorfeld, welcher Sitzplatz Ihnen den bestmöglichen Empfang erlaubt.

4. Wie viel kostet der Besuch eines Theaters?

Eintrittskarten für Vorstellungen können online, per Telefon oder bei anderen Vorverkaufsstellen erworben werden. Wer spezielle Anforderungen zum Beispiel an die Barrierefreiheit hat, sollte seine Eintrittskarte per Telefon oder direkt beim Theater kaufen und sich dabei über entsprechende Möglichkeiten informieren. Auch an der Abendkasse gibt es in vielen Fällen noch Tickets zu kaufen.

Die Preise für Karten unterscheiden sich je nach Kunstform und Einrichtung teils sehr stark voneinander. Manchmal ist der Preis nach Sitzplätzen gestaffelt, in einigen Fällen ist allerdings ein Standardpreis angesetzt und die Plätze sind frei wählbar. So können Eintrittskarten für ein kleines Theater schon sehr günstig ab etwa fünf Euro verfügbar sein. Bei großen Inszenierungen muss mit einem höheren Preis gerechnet werden. Tickets für Gastspiele von populären Musicals aus den USA kosten meist zwischen 80 und 200 Euro. Eintrittskarten für die Oper können ebenfalls sehr hochpreisig sein, günstige Plätze erhält man allerdings oft für unter 20 Euro. Eintrittskarten für Ballettvorstellungen kosten oft zwischen 20 und 60 Euro, können aber auch deutlich teurer sein.

5. Gibt es Vergünstigungen?

Gerade für Rentner gibt es oft Vergünstigungen für Theaterveranstaltungen. Unter Vorlage des Rentenausweises oder ab einem bestimmten Alter erhalten die Besucher sehr oft Eintrittskarten für einen ermäßigten Preis. Auch wer seine Kinder oder Enkel unter 16 mitbringen möchte, darf mit einem geringeren Preis rechnen. Einige Theater bieten darüber hinaus Rabatte für Schwerbehinderte und Rollstuhlfahrer – für sie ist der Eintritt unter Umständen sogar kostenlos.

TIPP DER REDAKTION:

Wenn Sie gerne oft ins Theater gehen, lohnt sich unter Umständen der Abschluss eines Abonnements, das viele Einrichtungen anbieten. Dabei zahlen Sie einen Festpreis und können bestimmte Premieren auf Ihrem Lieblingsplatz sehen. Sie müssen also nie an der Kasse warten und auch der günstige Preis lockt – so können Sie im Vergleich zur Einzelkarte oft bis zu 40 Prozent sparen. Falls Sie bei einer der Vorstellungen verhindert sein sollten, können Sie oft stattdessen eine andere besuchen – solange Sie rechtzeitig den Service des Theaters informieren.


 

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