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Generation 60+ im Job

Der Ruhestand ist eigentlich – wie das Wort verdeutlicht – zum Ausruhen nach dem Berufsleben gedacht. Doch immer mehr Rentner sind berufstätig. Die Zahl derer stieg in den vergangenen Jahren deutlich an. Aber woran liegt das? Und wie findet man den passenden Arbeitsplatz?

Viele Rentner wollen auch in ihrem Ruhestand arbeiten. Manchmal sind Computerkenntnisse die Voraussetzung für einen neuen Job.
©Free-Photos | Pixabay.com

Kaum in der Rente, schon wieder im Büro. Die Generation 60plus zeichnet sich durch Leistungsbereitschaft, langjährig gepflegte Netzwerke, Disziplin, Verantwortung und Krisensicherheit aus –dies kann ein Vorteil für Unternehmen sein, wenn erfahrene neue Mitarbeiter gesucht werden.

Darum gehören viele ältere Menschen mit den entsprechenden Qualifikationen gar zu den gefragtesten Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt. Oft sind sie sogar motivierter als jüngere Mitarbeiter. Während viele Rentner arbeiten müssen, um die geringe Rente aufzustocken, gibt es auch diejenigen unter ihnen, die gerne arbeiten möchten. Sie wollen sich engagieren und beschäftigen, damit sie nicht in eine drohende Altersdepression verfallen. Und das ist in den unterschiedlichsten Bereichen möglich: In der Gastronomie, im Einzelhandel, im Handwerk und gar im Bildungssektor trifft man auf berufstätige Senioren. 

Eine neue Arbeitsstelle im Ruhestand zu finden, ist allerdings nicht immer ganz einfach. Doch Rentner verfügen wegen ihrer langjährigen Erwerbstätigkeit über ein hohes Maß an Erfahrung, Wissen und Fachkenntnis. Unternehmen wissen das zu schätzen und stellen ältere Bewerber gegebenenfalls bevorzugt gegenüber jüngeren Kontrahenten ein. 

Tipps für den Jobeinstieg

In einer Berufswelt, die immer stärker auf modernen Technologien wie dem Internet basiert und sich dementsprechend verändert, entstehen viele neue Berufe. Sind andere Berufe dadurch weniger gefragt, kann dies für ältere Menschen ebenfalls eine Herausforderung darstellen. Doch die große Auswahl an Weiterbildungsprogrammen und die Belegung von verschiedenen Kursen an Volkshochschulen kann de ältere Generation bei der Bewerbung unterstützen. Die Annahme, ältere Menschen würden sich mit dem Internet schwer tun, lässt sich auf diese Weise schnell negieren: In Computer-Kursen wird der Umgang mit den gängigen Office-Programmen und dem Internet erworben, um auch im Rentenalter mit der modernen Technik vertraut zu sein. Denn in vielen Berufen werden EDV-Kenntnisse immer häufiger vorausgesetzt. Bereits die Bewerbung wird in der Regel am Computer verfasst und per E-Mail oder Online-Formular versendet. Ebenfalls hilfreich sind spezielle Seminare und Kurse zum Thema Bewerbungstipps im Alter.

Ratsam ist es, sich laufend fortzubilden – unabhängig von den eigenen Interessen oder als Voraussetzung für einen neuen Job. So ist es stets zielführend, in einer Bewerbung und im Vorstellungsgespräch die eigenen Stärken und Kenntnisse hervorzuheben, die man im Laufe seines Lebens erworben hat. Im Mittelpunkt steht folglich nicht das Alter, sondern vielmehr die Erfahrungen, die bereits durchgeführten Projekte sowie das große Netz an Kontakten. 

Nicht nur der Fachkräftemangel zwingt viele Unternehmen, auch ältere Menschen einzustellen. Der Erfahrungsschatz der älteren Generation kann für ein Unternehmen durchaus wertvoll sein. Gerade wenn Menschen früher einmal in dem betroffenen Unternehmen gearbeitet haben und hier nun halbtags oder für wenige Tage in der Woche tätig sind, können sie ihre Erfahrungen mit den jüngeren Kollegen teilen. Auf diese Weise profitieren beide Seiten von diesem Konzept.

Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Laut dem Statistischen Bundesamt hat die Erwerbstätigkeit älterer Menschen in den vergangenen Jahren immer weiter zugenommen. Im Jahr 2014 lag diese bei den 60 bis unter 65-Jährigen bei 52,3 Prozent und bei den 55 bis unter 60-Jährigen bei 76,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 27,2 Prozent (60 bis 65) und 15,8 Prozent (55 bis 60). Dies ist unter anderem auf die Anhebung des Rentenalters zurückzuführen. Zugleich steigt die Anzahl der Beschäftigten, die nach dem Eintritt der Rente einer Tätigkeit nachgehen. 

Es werden daher immer mehr Initiativen gestartet, die der älteren Generation den Neueinstieg ins Berufsleben erleichtern sollen. Ein Beispiel hierfür ist die Bundesinitiative „Perspektive 50plus", die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Auftrag gegeben wurde. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, ältere Menschen zu reintegrieren und in den Berufsalltag einzubinden. Bewirkt wird dies durch Unternehmenskontakte, Direktvermittlung und teilweise auch Praktika. Ältere gleichen den Fachkräftemangel aus und sind neben ausländischen Fachkräften die gefragtesten auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

Neue Möglichkeiten mittels Online-Portalen

Auf Online-Portalen, die sich mit dem Thema Arbeit und Alter befassen, findet die ältere Generation umfangreiche Tipps und Unterstützungsangebote. So ist es beispielsweise möglich, als Rentner seine Dienste zur Verfügung zu stellen.  Je nach Themengebiet filtern Suchmaschinen auf entsprechenden Online-Portalen die Rentner heraus, die für die gesuchte Tätigkeit in Frage kommen. Hier reichen die Angebote von Näharbeiten über Lebensberatung bis hin zur Autoreparatur. Des Weiteren gibt es auch Webseiten mit dem Titel Granny Au-pair. Dabei handelt es sich um die Vermittlung von Frauen über 50, die als Au-pair-Oma ins Ausland gehen und dort eine Familie bei der Kinderbetreuung unterstützen.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl spezieller Jobbörsen für Mitglieder der älteren Generation – auch auf der Seite des Deutschen Seniorenportals! Schauen Sie auf unsere Auswahl an Jobs für Senioren.


 

Quelle: Redaktion seniorenportal.de

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