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Therapiehunde im Seniorenheim – Helfer auf vier Pfoten

Auch wenn das Konzept in Deutschland weniger bekannt ist als beispielsweise in den USA und den nördlicheren Ländern Europas, erfreut es sich immer größerer Beliebtheit: der Einsatz von Therapiehunden.

Älterer Herr im Rollstuhl streichelt Hund.
©iofoto | fotolia.com

Eine sechswöchige Studie in den USA hat ergeben, dass Senioren, die im Pflegeheim regelmäßig Kontakt zu Therapiehunden hatten, sich weniger einsam fühlen und ausgeglichener beziehungsweise entspannter durch den Alltag gehen. Dieses unterstützende Pflegemodell findet nun auch in Deutschland vermehrt Anwendung.

Ausbildung zum Therapiehund

Die Tiere durchlaufen für den Einsatz als Therapiehund in sozialen Einrichtungen im Vorfeld eine spezielle Ausbildung. Dies ist nicht nur für den Hund, sondern auch für das Herrchen wichtig, um in entsprechenden Situationen zum Wohlwollen aller reagieren zu können. Hierbei werden die Hunde nicht nur an typische Hilfsmittel wie Rollstühle gewöhnt, sondern ebenfalls geschult, ein ruhiges Verhalten in Gegenwart älterer Menschen zu bewahren. Eine Grundvoraussetzung ist, dass der Hund charakterlich ruhig, gutmütig und sensibel erscheint. Die Hundehalter erlernen im gleichen Zuge, Stresssymptome des Hundes rechtzeitig zu erkennen und im Bedarfsfall richtig zu handeln, um mögliche Komplikationen zu vermeiden.

Die Einsatzmöglichkeiten von Therapiehunden sind vielseitig: Von Kindertagesstätten bis hin zu Pflegeheimen für Senioren ist vieles möglich. Gerade für Senioren kann der Besuch eines Therapiehundes im Rahmen des betreuerischen und therapeutischen Angebots entspannend und motivierend zugleich sein. Für bettlägerige Patienten, die sich nur schwer oder gar nicht eigenständig bewegen können, oder auch für Bewohner mit demenziellen Erkrankungen kann die Anwesenheit eines Therapiehundes Balsam für die Seele sein. Sie können die Hunde nicht nur streicheln, sondern auch mit ihnen spielen oder sich mit ihnen im Freien aufhalten. So hat nicht nur der Hund Spaß, sondern auch die Senioren.

Sicherheit geht vor

Um eine positive Erfahrung mit einem Therapiehund zu gewährleisten, muss auf einige grundlegende Dinge geachtet werden: Die Hygiene des Hundes steht – zum Wohl der Bewohner als auch des Tieres selbst – an erster Stelle. Regelmäßige Besuche und Kontrollen beim Tierarzt sind hierbei Pflicht. Zudem sollte das Fell regelmäßig gepflegt und auf Parasiten untersucht werden. Ebenfalls ist es ratsam, schon vor der Ausbildung des Hundes verschiedene Aspekte wie Allergien zu bedenken: Es gibt Hunderassen, die von Natur aus wenig haaren und somit für Allergiker bestens geeignet sind. Beispielsweise den portugiesischen Wasserhund, welcher bei Barack Obama sein Zuhause gefunden hat und auch mit dessen Tochter spielen kann, obwohl sie eine Tierhaarallergie hat.

Der Einsatz von Therapiehunden in Pflegeheimen bringt Abwechslung und Freude in den Alltag der Senioren. Zusätzlich können sie einen positiven Einfluss auf ältere Menschen haben, die sich einsam fühlen oder aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht mehr aktiv mit ihrer Umgebung interagieren. Die liebenswerten Vierbeiner mit ihrem weichen Fell und der unvergleichlichen Zutraulichkeit schaffen es, das Eis zu brechen und Menschen zu aktivieren.


 


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