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Kräuter- und Nutzgarten – nicht nur lecker, sondern auch dekorativ

Zurück in die Zeiten der Selbstversorgung – Kräuter- und Nutzgärten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Kein Wunder, denn selbst angebautes Obst oder Gemüse schmeckt ja bekanntlich am besten.

Kräuter werden geschnitten.
© contrastwerkstatt | Fotolia.com

Ein Kräuter- oder Nutzgarten, etwas wovon viele Menschen träumen. Für viele handelt es sich dabei nicht nur um einen Garten, sondern um ein Hobby. Ein Nutz- oder Kräutergarten hat nicht nur den Vorteil, dass Nahrungsmittel in unmittelbarer Nähe zur Küche wachsen und erntefrisch verarbeitet werden können, so ein eine Anlage bedarf viel Zuwendung und Pflege. Geht man täglich acht Stunden zur Arbeit, ist das oft nur schwer realisierbar. Die Zeit nach dem Berufsleben ist doch genau der richtige Zeitpunkt, einen Kräuter- oder Nutzgarten anzulegen. Dann wird der Garten nicht nur zum Rückzugs-, Erholungs- und Lebensraum, sondern auch zu einer Aufgabe. Die Verantwortung für den Garten und die Arbeit mit und in diesem hält nicht nur fit und aktiv, sondern fördert auch die Kreativität.

Wie ein Nutzgarten auf dem Balkon entsteht

Steht einem lediglich eine Terrasse oder ein Balkon zur Verfügung, heißt das nicht, dass man auf selbst angebautes Gemüse, am eigenen Baum reifendes Obst oder selbst gepflanzte Kräuter verzichten muss. Ein großer Kirsch- oder Apfelbaum wird einfach durch ein Zitronen- oder Orangenbäumchen ersetzt, das große Gemüsebeet wird zu einem Gemüse-Pflanzenkübel und dem „Nutzbalkon" steht nichts mehr im Wege. Kräuter lassen sich bereits in kleinen Blumentopfen anpflanzen und sind deshalb auf Balkonen sehr beliebt.

Allgemein bezeichnet man als Kraut eine nutzbare Pflanze, während all das Unkraut ist, was nicht genutzt werden kann oder nicht wachsen soll. Das Thema Kräuter ist nicht nur abwechslungsreich, sondern auch vielfältig. Die beliebtesten Kräuter für einen Kräutergarten sind Küchenkräuter, also Nahrungsergänzungsmittel und solche mit heilender Wirkung. Ein kleiner Kräutergarten ist nicht nur dekorativ, er versprüht auch intensiven Duft. Durch das kräftige Aroma von ein bisschen Basilikum oder Schnittlauch werden die einfachsten Speisen aufgepeppt. Ein frischer Thymian- oder Pfefferminztee aus dem eigenen Kräutergarten schmeckt besonders gut und auch Kümmelbrot mit selbst angepflanztem Kümmel schmeckt gleich viel besser als gekauftes.   

Gute Planung ist das A und O

Hat man einen eigenen Garten, bietet es sich doch an, einen Teil als Nutzgarten anzulegen. Dabei kommt es nicht auf die Größe an, auch ein kleiner Garten kann nett gestaltet werden. Allerdings ist eine gute Planung äußerst wichtig. Besser man nimmt sich im Vorfeld die Zeit für die Planung der Gartengestaltung, als dass man beim Anlegen feststellt, dass die Beete zu groß sind, dass sie zu viel Arbeit machen oder zu klein und nicht alle Pflanzen finden darin Platz. Um solche Fehler zu umgehen, fertigt man am besten eine maßstabsgetreue Skizze an. Zudem sollte man den Arbeitsaufwand bedenken, den so ein Garten mit sich bringt. Anpflanzen, Düngen, Gießen, Ernten, Verarbeiten - das alles beansprucht Zeit. Gerade Garten-Neulinge sollten sich selbst nicht überschätzen.

Außerdem gilt es, die Vorlieben der jeweiligen Pflanzen zu berücksichtigen. Welche Standortansprüche hat die Pflanze? Wächst sie im Schatten oder in der Sonne besser? Welcher Boden ist am geeignetsten? Welche Pflanzen kann man in ein Beet setzen? Wann baut man was am besten an? Stellt man sich diese Fragen im Voraus und hat dann noch einen Plan zur Fruchtfolge, Fruchtwechsel und Mischkultur parat, kann beim Anlegen und Anbauen fast nichts mehr schief gehen.

Die große Auswahl an Obst und Gemüse

Birnen, Äpfel und Kirschen wachsen am Baum, sind pflegeleicht und damit perfekt für den Garten. Allerdings sollte man beim Ernten darauf achten, dass man nur eine stabile Leiter, die fest auf dem Boden steht, betritt. Wer sich den Weg mit der Leiter aus dem Schuppen sparen und einfach nach Lust und Laune naschen möchte, für den lohnt sich die Anschaffung eines Kirschbaums mit kleiner Krone. Ansonsten sind dem Kirsch-Liebhaber bei der Wahl der Kirschen keine Grenzen gesetzt. Von Gelb bis Hellrot und Dunkelrot bis fast Schwarz ist für jeden etwas dabei.

Für wen der Sommer nach Erdbeeren schmeckt, der sollte unbedingt welche anpflanzen. Wenn man dann immer noch nicht genug davon bekommt, lassen sich aus Erdbeeren problemlos Ableger machen. Neben Erdbeeren sind auch Johannisbeeren besonders zum Anpflanzen geeignet. Egal, ob Strauch oder Hochstämmchen, Johannisbeeren mögen humusreichen, gleichmäßig feuchten Boden und viel Sonne.

Wer es lieber herzhafter mag, hat ebenfalls die Qual der Wahl, welche Pflanze es ins Beet schafft und welche nicht. Eine von hunderten Kartoffelarten, knackige Möhren oder leckeres Feingemüse wie Erbsen? Sät man sie zur richtigen Zeit aus und setzt sie an ihren bevorzugten Platz, mit genug Pflege gelingt jede Pflanze. Alle, die es nicht nur lecker, sondern auch gesund mögen, können an einem sonnigen Ort gesunden, würzigen Fenchel oder kalorienarme und dazu noch vielseitig verwendbare Rote Bete selbst anbauen. Die Herzen aller Spargelfreunde schlagen im Mai am höchsten. Und noch eine gute Nachricht, während der Anbau von weißem Spargel im Garten sehr mühsam bis unmöglich ist, lässt sich der aromatische grüne Spargel problemlos anpflanzen. Um Zeit zu sparen, ist es vorteilhaft, sich Setzlinge zu besorgen und diese anzupflanzen. Wer ein bisschen Tropenflair in den heimischen Garten bringen möchte, kann Süßkartoffeln anbauen. Sie sind nicht nur Nutzpflanzen, sondern können mit ihren weißen und rosafarbenen Blüten auch der Zierde dienen. 

Für was man sich auch entscheidet, mit Kräutern, Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten macht Kochen doch viel mehr Spaß und auch das Essen schmeckt gleich mindestens doppelt so gut. Und wer weiß, vielleicht spart man sich ja mit einem gut angelegten Nutzgarten den Weg zum Obst- oder Gemüseladen.  


 


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