Anzeige


Kulturverstrickung – interkulturelle Handarbeit

Für das Enkelkind einen Pullover zu Weihnachten oder eine Strickmütze für den Winter, in dieser Verwendung sind Strickartikel weitläufig bekannt. Mit anderen stricken und dadurch noch die Stadt verschönern? Das ist zwar vielen neu, wird aber immer mehr zum Trend.

Ein kleines Kanninchen sitzt an einem kleinen Baumstumpf auf einer grünen Wiese, mit einer gestrickter pink-blauen Bommelmütze auf dem Köpfchen.
© Rita Kochmarjova | Fotolia.com

Stricken und Häkeln ist für viele eine Freizeitbeschäftigung für winterliche Tage zu Hause oder, um beispielsweise die Wartezeit auf die Bahn oder beim Arzt zu überbrücken. Stricken kann aber weit aus mehr sein. Es kann zu einem geselligen Hobby werden und man kann damit noch die eigene Stadt verschönern.

Die Projektreihe „Kulturverstrickung" soll die traditionellen Handarbeiten Stricken und Häkeln wieder populärer machen und in den Lebensmittelpunkt vieler Menschen rücken. Leben gerufen wurde die Aktion von der Linkshänder e.V.. Herkömmliche Strickanleitungen sind meist auf Strickerinnen und Stricker für Rechtshänder ausgelegt, daher ist es für Linkshänder oftmals mit Schwierigkeiten verbunden, nach einem Muster zu stricken. Aus dieser Misere heraus kam die Frage auf, ob in anderen fremden Kulturen möglicherweise andres oder sogar linkshänderfreundlicher gestrickt wird. Auf der Suche nach Antworten entstand die „Kulturverstrickung".

Stricken bringt Farbe in die Stadt

Zu diesem Projekt sind Menschen der unterschiedlichsten und exotischsten Länder und Regionen eingeladen, ihre Strickmethoden und Stricktechniken anderen vorzuführen und sogar beizubringen. Die abwechslungsreichen Aktionen und Events, auf denen die unterschiedlichsten Menschen in der Öffentlichkeit gemeinsam stricken und häkeln, sind ein lehrreicher willkommener Zeitvertreib. Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen nicht nur neue Strick- und Häkeltechniken, sondern auch noch neue Menschen und Kulturen kennen. Außerdem wird beim urbanen Stricken, was man auch „urban knitting" nennt, die Landschaft verschönert und die vielleicht sonst etwas triste Stadt bunter gemacht. Von Straßenlaternenmasten und Brückengeländer, über Baumstämme und Blumenkübel oder Mülleimer, all diese Gegenstände können nach Belieben bestrickt und behäkelt werden.

An Kulturverstrickungen kann jeder teilnehmen, der Strick- oder Häkelnadeln, Wolle oder Garn und eine Sitzgelegenheit hat. Egal ob Sie Strickprofi sind oder jemand, der das gerne werden möchte, die Veranstaltung steht Ihnen offen. Meist werden die Termine über soziale Netzwerke verbreitet, aber auch auf Webseiten im Internet kann man sich über die Strickevents informieren. Vielleicht ist ja bald auch eine Kulturverstrickung in Ihrer Nähe.

 


 


Suchmodule


Anzeige