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Seniorenbegegnungsstätte – Gemeinschaft erleben

Gemeinschaft und persönlicher Austausch mit anderen Menschen ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Wenn jedoch der Freundeskreis eingeschränkt oder die Familie nicht in unmittelbarer Nähe ist, fehlt gerade älteren Menschen oftmals dieser soziale Anschluss. Eine Seniorenbegegnungsstätte bietet Seniorinnen und Senioren die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und ihren Bedürfnissen nach Kommunikation, Information, Bildung und Freizeitgestaltung nachzukommen.

©wavebreakmedia | Freepik.com


1. Was ist eine Seniorenbegegnungsstätte?

2. Was sind die Ziele einer Seniorenbegegnungsstätte?

3. Was bieten Seniorenbegegnungsstätten?

4. Wo sind Seniorenbegegnungsstätten zu finden?


1. Was ist eine Seniorenbegegnungsstätte?

Seniorenbegegnungsstätten bieten älteren Menschen einen Ort der Begegnung, Anregung, Orientierung und Unterhaltung. Sie tragen zu einem möglichst selbstbestimmten und glücklichen Älterwerden bei.

Die Tages- und Begegnungsstätten verstehen sich als Teil der offenen Altenhilfe. Die offene Altenhilfe bezeichnet im Allgemeinen nichtstationäre Dienstleistungen für Senioren, die die Lebensqualität, Mitsprache und Teilhabe der älteren Generationen stärken. Die verschiedenen Beratungs-, Informations-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote werden von unterschiedlichen Trägern organisiert. Darunter fallen neben Begegnungsstätten unter anderem auch Selbsthilfegruppen, Initiativen, Vereine sowie Seniorenbüros.

Seniorenbegegnungsstätten nehmen eine wichtige Rolle als Bindeglied zwischen den Seniorinnen und Senioren und den Kommunen ein. Denn im Mittelpunkt vieler Angebote steht die Förderung der aktiven Mitsprache und Mitwirkung der Älteren, wie zum Beispiel in der Seniorenvertretung der Kommunen. Dies ermöglicht der jeweiligen Gemeinde, die Bedürfnisse und Anforderungen der älteren Menschen wahrzunehmen und einzubeziehen. Eine Seniorenbegegnungsstätte ist somit ein wichtiges Instrument zum Ausbau des sozialen Netzes und zur Förderung der Teilhabe an der Gesellschaft.

HINWEIS DER REDAKTION:

Neben dem Begriff „Seniorenbegegnungsstätte" werden solche Einrichtungen auch als „Seniorenbegegnungs- und Bildungszentrum", „Seniorenbegegnung und -beratung", „Seniorenzentrum", „Haus der Senioren" oder „Begegnungszentrum für Senioren" bezeichnet.

2. Was sind die Ziele einer Seniorenbegegnungsstätte?

Die Selbstbestimmung und Selbstständigkeit im Alter ist das oberste Ziel einer Seniorenbegegnungsstätte. Unabhängig von Religionszugehörigkeit, Herkunft, Behinderung, Hautfarbe, Geschlecht oder sexueller Orientierung bieten die Einrichtungen einen offenen Treffpunkt für ältere und auch jüngere interessierte Menschen. Trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen der bundesweiten Seniorenbegegnungsstätten, lassen sich folgende Zielsetzungen aller Einrichtungen dieser Form festhalten:

  • Prävention und Hilfe zur Selbsthilfe: Persönliche Beratung für die individuellen Lebenssituationen, Bildungs- und Informationsveranstaltungen rund um die Themen Gesundheit und Kultur, Vermittlung an weitere Einrichtungen.
  • Die aktive Teilhabe und Mitsprache der älteren Generationen stärken.
  • Anbieten von verschiedenen Veranstaltungsprogrammen und Unterhaltungsmöglichkeiten, die die vielfältigen Interessen der Seniorinnen und Senioren widerspiegeln.
  • Der Einsamkeit im Alter entgegenwirken, indem aktiv der Kontakt zwischen den Generationen gefördert wird.
  • Ältere Menschen motivieren, sich auf neue Aktivitäten einzulassen, sich zu engagieren und das Potenzial der eigenen Lebenserfahrung zu nutzen.
  • Unterstützungsangebote zur Verfügung stellen, damit Seniorinnen und Senioren so lange wie möglich selbstständig in ihrem gewohnten Umfeld leben können.

3. Was bieten Seniorenbegegnungsstätten?

Die Angebotsstruktur der verschiedenen Begegnungsstätten ist so vielfältig die festgelegten Zielsetzungen:

Beratung, Information und Vermittlung:

Freizeit-, Bildungs- und Informationsveranstaltungen:

  • Kursangebote (Sport-, Sprach-, Kreativkurse)
  • Radwandergruppen
  • Feste und Feiern
  • Betreutes Seniorenreisen
  • Offene Treffs, Gemeinsame Mittagessen, Café-Nachmittage
  • Vorträge und Informationsveranstaltungen

Vernetzung und Kommunikation:

  • Austausch mit weiteren kommunalen und sozialen Einrichtungen, wie Sozialstationen, Kirchengemeinden, Sozialdienste und Altenheimen
  • Aktivitäten zur Stärkung der Mitsprache und Mitwirkung der älteren Generation

4. Wo sind Seniorenbegegnungsstätten zu finden?

Seniorenbegegnungsstätten tragen einen wichtigen Teil zur offenen Altenhilfe bei. Daher werden auch in den meisten Städten derartige Einrichtungen angeboten. In der Regel stehen Seniorenbegegnungsstätten unter kommunaler Trägerschaft und werden von den Gemeinden finanziert bzw. bezuschusst. Um Informationen über eine Tages- und Begegnungsstätte für ältere Menschen in Ihrer Umgebung zu finden, ist es ratsam, sich im Internet oder bei dem Bürgerbüro der eigenen Gemeinde zu erkundigen. 

 

 


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