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Schloss Sanssouci: Kindheitstraum eines Preußen

Er war wie ein Popstar unter den europäischen Königen: Friedrich II. von Preußen. Friedrich der Große lautet sein „Künstlername". Noch heute fasziniert der Preußenkönig – nicht zuletzt wegen seines Schlosses Sanssouci in Potsdam.

Schloss Sanssouci.
©Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Über Popstar Friedrich gibt es zahlreiche Filme und Bücher und auch ein Musical. „Mythos und Tragödie" heißt es in dem Titel des Stücks einer Fuldaer Produktionsfirma. Ein Preußenkönig in der heutigen Massenkultur. Kann das funktionieren? Kann es! Denn Friedrich bietet allerhand dramatisches Potenzial. Aufklärer und kühler Staatsmann, Flötenspieler und Schlachtengott: Der Preuße vereint viele Gegensätze in sich. Vor allem ist die Liebe zu seinem eigenen Schloss faszinierend.

Musical über Sanssouci

Schloss Sanssouci und Friedrich der Große sind untrennbar miteinander verbunden. Seit seiner Jugend träumte der Preußenkönig von seinem Sanssouci. Er wollte sich einen Ort schaffen, an dem ein sorgenfreies Leben möglich ist. Daher auch der Name seines Schlosses. Das französische „sans souci" bedeutet „ohne Sorgen". Sanssouci ließ er von 1745 bis 1747 nach seinen Vorstellungen erbauen. Im Musical über den preußischen Popstar singt Friedrich über seine Sommerresidenz und seinen Rückzugsort: „Sanssouci, das ist mein Traum von Freiheit. Sanssouci, ich trage ihn tief in mir. Sanssouci, dort find‘ ich Glück."

Das Wesen des Preußenkönigs spiegelt sich in dem Barockbau und dem Schlosspark wieder. Der ideale Park sollte für ihn funktional und schön sein – eben kühler Staatsmann und Querflötenspieler. So treffen Blumen, Sträuchern und Zierbäume auf Feigen, Pfirsiche und Weintrauben. Und die berühmten Weinbergterrassen unterhalb des Schlosses sind heute das Wahrzeichen von Sanssouci. Wer den ganzen Park besichtigen möchte, der braucht Ausdauer: Über 70 Kilometer Wege führen vorbei an Gartenhäusern, einem Tee-Pavillon und einer chinesischen Pagode durch die Parkanlage. Der Spaziergang durch Sanssouci versetzt einen zurück in das Zeitalter von Friedrich des Großen.

Philosoph und König

Die Persönlichkeit des großen Preußenkönigs spürt man überall auf dem Schlossgelände. Ob Voltaire- oder Konzertzimmer: Die Liebe Friedrichs II. für Kunst und Aufklärung wird deutlich. Für drei Jahre war der französische Schriftsteller und Philosoph Voltaire zu Gast am preußischen Hof, denn Friedrich war begeistert von Voltaires aufklärerischen Ideen. Doch Starphilosoph und preußischer König vertrugen sich nur drei Jahre, danach verließ Voltaire Sanssouci.

Wer Sanssouci erkundet, der kommt dem alten König näher. Wer Sanssouci erkundet, der ist beeindruckt. Im Musical singt Popstar Friedrich über seinen goldenen Kindheitstraum: „Ich seh‘ ihn greifbar nah." Greifbar ist dieser Potsdamer Traum zum Glück noch immer.

Weitere Informationen zu Schloss Sanssouci, den Öffnungszeiten, Führungen und Eintrittspreisen finden Sie auf der Homepage der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.


 


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