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Würzburg: Residenzschloss und Festung Marienberg erleben

Bei Liebhabern von Burgen und Schlössern kann Würzburg gleich doppelt punkten. Mit der Festung Marienberg und dem Residenzschloss verfügt die alte Bischofsstadt am Main gleich über zwei beliebte Ausflugsziele. Vor fast 1300 Jahren begannen die Fürstbischöfe das Leben in Würzburg zu regieren und standen, wie man heute so schön sagt, in Personalunion mit geistlicher und weltlicher Macht dem Bistum vor. 

Geschichte

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Das Fürstbistum Würzburg wurde 741 von Bonifatius gestiftet. Anstelle einer keltischen Fliehburg entstand bereits um 706 hoch oben auf der linken Mainseite die Marienkirche, welche ab 1200 der Kern einer mächtigen Festungsanlage werden sollte. Bis 1719 war diese Anlage Sitz der Fürstbischöfe von Würzburg. Nicht mehr standesgemäß und pompös genug, sollte die Festung nun durch eine fürstbischöfliche Residenz auf der rechten Mainseite der Stadt ersetzt werden. Zwischen 1720 und 1744 wurde der Rohbau des prachtvollen Gebäudes errichtet, seit 1780 erstrahlt die Residenz in einer Mischung aus französischer Schlossarchitektur, Wiener Barock und oberitalienischem Palast- und Sakralbau in neuem Glanz. Leider fielen sowohl die Festung Marienberg, als auch die Residenz dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer, beide Gebäude wurden 1945 stark beschädigt. Die Restaurierung dauerte teilweise bis 1990. Als ein herausragendes Zeugnis der Menschheits- und Naturgeschichte gehört die Residenz seit 1982 dem UNESCO Weltkulturerbe an.

Festung Marienberg

Von weit her sichtbar thront die Festung Marienberg als Wahrzeichen von Würzburg hoch über dem Main. Wer möchte, kann sie direkt mit dem Auto oder Bus anfahren oder zu Fuß von der Altstadt über die Alte Mainbrücke auf der gewundenen Tellsteige erreichen. Oben angekommen erwartet den Besucher ein intaktes Ensemble aus mittelalterlicher Zeit. Eine Hauptburg mit Ringmauer, einem gewaltigen viergeschossigen Geschützturm, dem Maschikuliturm, der schon erwähnten Marienkirche, einem zierlichen Brunnenhaus und dem barocken Zeughaus. Heute beherbergt die Festung auch das Fürstenbaumuseum mit der fürstbischöflichen Schatzkammer und das Mainfränkische Museum zur Stadtgeschichte. Der 1300 Quadratmeter große Fürstengarten ermöglicht einen wunderschönen Ausblick über die heutige Universitätsstadt Würzburg mit ihren vielen Türmen, verwinkelten Gassen, der Alten Mainbrücke mit den Bischofsfiguren und dem lieblichen Main an dessen Ufer sich die Flusskreuzfahrtschiffe tummeln oder Jung und Alt die Seele baumeln lassen.

Residenz Würzburg

Residenz Würzburg, Foto: Anton J. Brandl,
© Bayerische Schlösserverwaltung

Die Residenz Würzburg wurde nicht umsonst zum UNESCO Weltkulturerbe gekürt. Unter der Federführung des großen Baumeisters Balthasar Neumann wurde das Gebäude zu einem der großartigsten Barockbauwerke europaweit. Zu den eindrucksvollsten Räumen zählt das monumental gestaltete Treppenhaus in dem selbst die Pferdekutschen vorfuhren und die Gäste somit trockenen Fußes zu den Festlichkeiten gelangen konnten. Richtet man seinen Blick jedoch vom Boden hinauf in die Höhe, so wird man von einem 600 Quadratmeter großen Deckengewölbe mit einem atemberaubenden Freskengemälde in den Bann gezogen. Der italienische Dekorationskünstler Tiepolo schuf dort das bis heute größte Deckengemälde der Welt.

Einen weiteren Beweis seines künstlerischen Geschickes bietet er im Kaisersaal. Doch Tiepolo war nicht der einzige italienischer Dekorationskünstler, welcher sich in der Residenz mit seinem Werk verewigte. Ein anderer junger Herr namens Bossi hat sich mit aufwendigen Stuckarbeiten im Weißen Saal einen Namen gemacht. Weitere sehenswerte Räume sind der Spiegelsaal oder der Gartensaal,- letzterer bietet einen schönen Ausblick und Vorgeschmack auf den herrlichen Hofgarten. Der Park besteht aus symmetrisch gegliederten, in sich geschlossenen Gartenpartien und lädt durch seine Wasserspiele und Laubengänge auch bei heißem Wetter zu schönen, entspannenden Spaziergängen ein. Der zu Beginn des 20. Jahrhunderts neu gestaltete Küchengarten zeigt die Wiederbelebung einer alten gärtnerischen Handwerkskunst, dem Ziehen von Formobstbäumen. Somit kommen nicht nur Geschichts- und Kulturliebhaber beim Besuch der Würzburgs auf ihre Kosten, sondern auch Gartenfreunde aus Nah und Fern.

Hinweis: Alle Räume der Residenz sind barrierefrei bzw. mit Hilfe eines vorhandenen Aufzuges zu erreichen. Auf der Festung Marienberg sind die Besichtigungsräume allerdings nur durch Treppen erreichbar. Die Besichtigung der Rundkirche und des Brunnens ist auch mit einem Rollstuhl möglich.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Öffnungszeiten, Führungen und Eintrittspreisen der Festung Marienberg und der Residenz Würzburg.

 


 

Quelle: Anet Schmutz

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