Anzeige


Pfahlbaumuseum Unteruhldingen, Bodensee

Ein Museum, das historisch interessant und gleichzeitig Preisträger des Landeswettbewerbs "familien-ferien" ist. Das Pfahlbaumuseum am Bodensee wurde damit ausgezeichnet – zu Recht, denn hier gibt es für Groß und Klein viel aus der Bronzezeit zu entdecken.

Pfahlbaumuseum ist direkt am Ufer des Bodensees unter blauem Himmel.
© M. Schellinger | Pfahlbaumuseum

Das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen ist ein am Bodensee gelegenes archäologisches Freilichtmuseum mit angeschlossenem Museumsbau in Baden-Württemberg, welches archäologische Funde und Nachbauten von Pfahldörfern aus der Stein- und Bronzezeit präsentiert. Pro Jahr zählt das Museum bis zu 290.000 Besucher, sodass es zu den meistbesuchten Freilichtmuseen Europas gehört. Zudem ist dem Museum ein wissenschaftliches Forschungsinstitut angeschlossen. Die Überreste zahlreicher historischer Pfahlbausiedlungen, darunter auch das etwa 500 Meter südlich liegende Pfahlbaufeld Unteruhldingen-Stollenwiesen, wurden im Juni 2011 auf die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Ursprungsgeschichte

Die Besiedlung des Bodenseegebietes reicht im Ufergebiet bis in das 9. Jahrhundert zurück. Oftmals standen die Hütten aufgrund dem feuchtem Gebiet am Bodenseeufer und den starken Schwankungen des Pegels zwischen Winter- und Sommermonaten auf Pfählen. Der Pegel des Bodensees schwankt nämlich in der Regel um etwa 2-3 Meter. Besonders geprägt wird der Wasserpegel durch die Schmelzwasserflüsse aus dem Rhein im Frühjahr.

Seit der frühen Bronzezeit ist praktisch der gesamte Bodenseeraum besiedelt, jedoch entdeckte man erst 1853 am Züricher See die ersten Bauten dieser Art. Zu einem späteren Zeitpunkt konnte man dann auch an allen Voralpenseen Pfahlbauten nachweisen. Somit sind am Bodensee inzwischen über 100 Siedlungsstandorte mit etwa 400 ehemaligen Siedlungen bekannt, wobei man die größten Siedlungskonzentrationen vor allem bei Konstanz, Bodman-Ludwigshafen und Unteruhldingen findet.

Getreu den Originalen

Aus der Luft betrachtete Pfahlbauten am Bodensee
© A. Mende | Pfahlbaumuseum

Bei den Bauten im Museum in Uneruhldingen handelt es sich um Rekonstruktionen, da die vor Tausenden von Jahren zusammengefallenen Häuser nur noch in Teilen im Boden nachweisbar sind. Solange diese Bruchstücke unter Wasser, Schlamm und Lehm vergraben sind, bleiben sie noch relativ lange gut erhalten. Trotzdem sind bei den besten Ausgrabungen nur noch 30 cm Wandhöhe von den Hütten erhalten, weshalb auch ein komplett erhaltenes Haus bisher nicht gefunden wurde. Die Rekonstruktionen in Unteruhldingen basieren deshalb auf Ausgrabungsergebnissen von Riedschachen bei Bad Schussenried, Bad Buchau, Unteruhldingen und Konstanz sowie Sipplingen, Riedschachen und Aichbühl bei Bad Schussenried. Zwischen 1922 und 1940 wurden dann die ersten Rekonstruktionen in Unteruhldingen erbaut.

2014 wartet im größten Freilichtmuseum Deutschlands wieder eine Neuerung auf die Besucher. Nach der erfolgreichen Multimediashow "ARCHAEORAMA" 2013, in der die Besucher wie Archäologen in die Steinzeit eintauchen können, ist dieses Jahr das Pfahlbaukino das neue Erlebnis. Zudem werden in der Sonderaustellung "Das Erbe der Pfahlbauer – Faszination Weltkulturerbe" über 1000 Originalfunde aus den Kulturerbestätten rund um den Bodensee gezeigt. Über 1000 Originalfunde aus den Kulturerbestätten rund um den Bodensee gezeigt.

Das Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen ist ganzjährig geöffnet. Allerdings sind die Öffnungszeiten (abhängig von der Jahreszeit) recht unterschiedlich. Weitere Informationen zu Öffnungszeiten, Führungen und Eintritsspreisen erhalten Sie auf der Homepage Pfahlbaumuseum Unteruhldingen.


 


Suchmodule


Anzeige