Sorgenfrei in den Urlaub: Wichtige Dinge, die Sie vor Ihrem Urlaub beachten sollten.

Der Tourismusmarkt boomt – vor allem durch reiselustige Senioren. Doch ganz schnell kann eine Reise zum Alptraum werden. Deshalb sollten bereits vor dem Urlaub wichtige Reisevorbereitungen getroffen werden. Sind diese getroffen, steht einer erholsamen und sorgenfreien Reise nichts mehr im Weg. 

Sorgenfrei den Urlaub genießen
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Hallo – ist jemand zu Hause?

Sichern Sie sich vor der Reise gut ab – denn wurde erstmal eingebrochen, sitzt der Schock tief. Es ist nicht nur der materielle Verlust, sondern bei einigen Einbruchsopfern auch ein psychisches Problem, das nach einem Einbruch eintrifft. Die meisten Opfer fühlen sich nach einem Einbruch in ihren eignen vier Wänden nicht mehr sicher.

Die Urlaubszeit – für Einbrecher eine Gelegenheit, die sie sich gerne zu Nutzen machen. Doch besonders zur Winterzeit schlagen Einbrecher oft zu. Zu dieser Jahreszeit überwintern Senioren oft monatelang im Ausland.  Einbrecher wissen genau, auf welche Signale sie achten müssen, um zu wissen, in welchem Zeitraum das Haus leer steht. Eine Studie des statistischen Bundesamtes belegt, dass sich nur 25 Prozent der Befragten vor ihrem Urlaub Gedanken über einen Wohnungseinbruch machen. Das ist erschreckend, denn schon wenige Schritte reichen aus, um das Risiko eines Wohnungseinbruches zu reduzieren. Diese Hinweise können helfen, um noch lange Zeit nach dem Urlaub erholt zu bleiben.

Briefkasten leeren

Wenn der Briefkasten überquillt, ist es das erste Anzeichen für Einbrecher. Deshalb sollten Sie Ihre Nachbarn oder Freunde beauftragen, diesen während Ihrer Abwesenheit regelmäßig zu leeren. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, Ihre Post für einen geringen Betrag für einen gewissen Zeitraum an einen anderen Standort weiterzuleiten.

Rollläden bewegen

Viele sehen die Rollläden als Barrieren an, die Schutz vor Einbrechern bieten. Doch Rollläden sind alles andere als gute Barrieren. Ältere Rollläden können ohne großen Kraftaufwand hochgeschoben werden und stellen für Einbrecher kein Hindernis dar. Außerdem sind heruntergelassene Rollläden ein Anzeichen für eine leerstehende Wohnung. Nachbarn oder Freunde könnten helfen, die Rollläden mindestens einmal am Tag zu bewegen. Einfacher ist es mit einem elektronischen Rollladen. Die integrierte Zeitschaltuhr kann individuell eingestellt werden.

Lichtquellen platzieren

Bewegungsmelder sind nicht nur eine gute Alternative, um Strom zu sparen, sondern dienen auch dem Einbruchsschutz. Machen Sie es dem Einbrecher nicht allzu einfach und lassen diesen nicht versteckt im Dunkeln handeln. Befestigen Sie den Bewegungsmelder am Hauseingang und an den Durchgängen.

Ebenfalls kann im Inneren der Wohnung eine Zeitschaltuhr angebracht werden. Bei Abenddämmerung ist es leicht zu erkennen, ob das Licht angeschaltet und somit jemand zu Hause ist. Die Zeitschaltuhr wird zwischen dem Stecker einer Lampe und der Steckdose angebracht. Das Licht kann in verschiedenen Räumen reguliert werden. Es entsteht der Eindruck, als sei jemand zu Hause.

Ein weiteres gutes Hilfsmittel sind TV-Simulatoren. Sie erzeugen ein flackerndes Licht, das das Fernsehlicht vortäuscht. Das Gerät sollte so platziert werden, dass von außen der Anschein eines laufenden Fernsehens erweckt wird. Die Stromkosten sind nur sehr gering, da die Simulatoren mit einfachen LEDs bestattet sind. Außerdem sind die Anschaffungskosten eines TV-Simulators ebenfalls gering.

Fußmatten der Eingangstür

Einbrecher achten auf die kleinsten Anzeichen, beispielweise auf die Fußmatte. In Mehrfamilienhäusern werden die Matten bei der Reinigung zur Seite geräumt. Wird die Fußmatte nicht wieder an ihren richtigen Platz gelegt, besteht der direkt Verdacht, dass die Wohnung gerade unbewohnt ist. Bitten Sie in dieser Angelegenheit ebenfalls Ihre Nachbarn oder Freunde um Hilfe.

Wertvolle Gegenstände

Sind Einbrecher erstmal in Ihre Wohnung gekommen, durchwühlen sie alles. Viele sind der Auffassung, dass überwiegend Elektronikgeräte das Ziel sind, doch tatsächlich werden am häufigsten klassische Sachgegenstände wie Schmuck und Bargeld gestohlen. Denken Sie aber auch an Ihre Dekoration. Kunstgegenstände stehen ebenfalls im Visier der Einbrecher.

Vergessen Sie nicht vor Ihrer Abreise, Ihre wichtigen Dokumente zu verstauen. Ob Ausweispapiere oder Bankdaten – vergewissern Sie sich, dass alle wertvollen Gegenstände gut verschlossen sind.

Soziale Netzwerke

Facebook, Twitter und Co. dürfen im Urlaub natürlich nicht fehlen. Jedoch sollte Sie sehr vorsichtig sein, zu welcher Zeit und welche Informationen Sie im Netz preisgeben. Die Polizei warnt: Einbrecher nutzten die sozialen Medien als Informationsplattform.

 

Grafik: Das häufigste Diebesgut.

Schützen Sie Ihr Eigentum

Ein Einbruch, ein geplatztes Rohr oder ein Unwetter, kann jeden von uns treffen. Schützen Sie Ihr Eigentum und bleiben Sie nicht auf dem Schaden sitzen. Eine Hausratversicherung ist eine gute Alternative, besonders wenn Sie Ihr Eigentum nicht ohne finanzielle Schwierigkeiten erstatten können. Diese ersetzt den Schaden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Einbruch. Was viele nicht wissen: Die Hausratversicherung beinhaltet ebenfalls die Außenversicherung. Das heißt: Ihr Eigentum ist ebenfalls im Ausland gut versichert. Die Außenversicherung ist meistens auf ein Zeitlimit von drei Monaten beschränkt. Deshalb sollten besonders Langzeiturlauber darauf achten, eine zusätzliche Reiseversicherung abzuschließen.

Unter so vielen Anbietern ist es schwer, die richtige Hausratversicherung zu finden. Deshalb sollten Sie sich davor gut Informieren, welche Hausratversicherung am besten für Sie geeignet ist. Vergleichen Sie die Konditionen und die Bestandteile der Hausratversicherung. Eine gute Hausratversicherung beinhaltet meistens sogar bei grober Fahrlässigkeit, wie beispielsweise dem Einbruch durch ein gekipptes Fenster, den vollen Schadenersatz.

Achten Sie auf die Kleinigkeiten

Nach dem Urlaub nach Hause kommen und einfach entspannen – Doch bei den meisten ist eher Stress angesagt. Hässliche Ränder in der Toilette, mufflige Wohnung, vertrocknete Pflanzen, verschimmelte Lebensmittel, unnötige Stromkosten und vieles mehr.

Bitten Sie Ihren Haussitter nicht nur, regelmäßig die Pflanzen zu gießen, sondern ebenfalls alle paar Tage die Spülung zu drücken. Wird die Toilettenspülung über einen längeren Zeitraum nicht betätigt, bildet sich ein unschöner brauner Rand. Wollen Sie ein besonders frisches und sauberes WC? Dann bitten Sie Ihren Haussitter nach Benutzten der Toilettenspülung, ein WC-Tab oder etwas Spülmittel in die Toilette zu geben.

Um Schimmelbildung und einen muffligen Geruch in der Wohnung zu vermeiden, sollte Ihr Haussitter frische Luft in die Wohnung lassen. Einmal am Tag lüften reicht schon aus, um nach dem Urlaub tief durchatmen zu können. Entsorgen Sie ebenfalls Ihren Müll vor der Abreise, denn im Stress wird vieles vergessen.

Falls Sie noch verderbliche Lebensmittel zu Hause haben, entsorgen Sie diese besser, um Schimmel zu vermeiden. Die Lebensmittel wegschmeißen? Nein, muss nicht sein. Verschenken Sie es doch lieber an Ihre Nachbarn und Freunde.

Schalten Sie alle elektronischen Geräte aus und nehmen diese vom Strom. Das spart nicht nur Stromkosten, sondern mindert das Risiko von Überspannungsschäden.

Nehmen Sie sich also die Zeit, um kleine Erledigungen im Vorfeld anzugehen, um bei der Heimkehr auf muffelige und böse Überraschungen zu verzichten.


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