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Heiserkeit nicht auf die leichte Schulter nehmen

Ohne Stimme geht es nicht, auch nicht im Alter. Kommen beispielsweise die Enkel zu Besuch und man ist heiser, dann kann es schnell zu kleineren oder größeren Problemen kommen. Neben den Verständigungsschwierigkeiten können die stimmlichen Folgen allerdings noch viel weitreichender sein.

Wie die Stimme funktioniert

Beim Reden verhält sich die Lunge wie ein Blasebalg und drückt die Luft durch den Kehlkopf. Die dort befindlichen Stimmlippen und Stimmbänder, die von einer Schleimhaut geschützt werden, werden beim Sprechen nun enger und weiter. Der Spalt, der dabei entsteht, lässt die Luft zirkulieren und vibrieren und sorgt so dafür, dass wir die Stimmhöhen variieren können. Sind diese Stimmlippen nun nicht intakt, kann es zu Beeinträchtigungen und sogar zum Verlust der Stimme kommen. Gar nicht gut für die Stimme sind deswegen Klimaanlagen, Heizungsluft, Wind- und Kältereize und das Schlafen mit geöffnetem Mund. Durch Alkohol und Zigaretten können sich die Stimmlippen sogar schwerwiegend verändern und Tumore können entstehen. Wer eine Überlastung der Stimmbänder vermeiden möchte, sollte deswegen langes und lautes Reden und Schreien vermeiden.

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Wird die Stimme trotz einer Heiserkeit weiter belastet, dann drohen Schrei- bzw. Sängerknötchen. Vergleichen kann man die auf den Stimmlippen entstehenden Knötchen mit Schwielen, die man an den Händen bekommen kann. Experten raten deswegen dazu, bei Heiserkeit zu schweigen und außerdem viel zu trinken. Flüstern sollte man übrigens tunlichst unterlassen, da dabei die Stimmlippen unnatürlich angespannt werden. Falls man nicht mehrere Tage ruhig sein kann und seine Stimme benötigt, können Halstabletten mit dem Wirkstoff Hyaluronsäure, einer körpereigenen Substanz, weiterhelfen. Sie ist ein wichtiger Feuchtigkeitsspender für den Organismus. Solche Medikamente erzeugen einen schützenden Film, der sich über die Schleimhäute legt. Das fördert die Wundheilung und beugt Reizungen vor.

Im Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg wurde die Wirkung von Hyaluronsäure an 41 Patienten getestet. Zwei Wochen später klagten nur noch zehn Prozent über den Drang, sich räuspern zu müssen, 20 Prozent litten noch an Husten und nur 15 Prozent an Heiserkeit. Fazit: Halstabletten mit Hyaluronsäure lindern die Symptome deutlich.

So beugt man Heiserkeit vor

Wer gar nicht erst an Heiserkeit leiden möchte, sollte längere Gespräche nur in ruhiger Umgebung führen. Auch ein nicht zu trockenes Raumklima ist wichtig. Weiterhin sollte man stets ausreichend viel trinken und darauf achten, dass Kiefer und Schultern nicht verkrampfen. Helfen können dabei auch Entspannungs- und Atemübungen. Bei Gesangslehrern und Stimmbildnern kann man zudem besondere Techniken erlernen, beispielsweise die „Korkenmethode", die man jederzeit auch selbst durchführen kann. Dazu wird ein Korken zwischen die Vorderzähne genommen und dann wird versucht, einen Text vorzulesen. Danach wird der Korken herausgenommen und der Text noch einmal vorgelesen. In den meisten Fällen liest man ihn bereits nach wenigen Minuten Übung um ein Vielfaches deutlicher.

 

 

 

Quelle: RatGeberZentrale
Bildquelle: djd/G. Pohl-Boskamp

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