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Künstliche Ernährung

Oft kann die Gesundheit eines Menschen so geschädigt sein, dass dieser nicht mehr selbstständig die Nahrung durch den Mund so in den Körper aufnehmen kann, dass die Nahrung auch dort verarbeitet wird, zum Beispiel wenn bei Demenz- und Alzheimerkranken der Schluckreflex aussetzt. Damit ist selbst durch Füttern des Patienten die natürliche Ernährung nicht mehr möglich. In solchen Fällen kommt die künstliche Ernährung zum Einsatz, bei der dem Körper des Patienten über andere Wege die Nahrung zugeführt wird. Aufgrund dessen, das die Erkrankungen, die ein künstliches Ernähren notwendig macht, oft im Alter auftreten, wie eben zum Beispiel Demenz und Alzheimer oder Speiseröhrenkrebs, ist dies ein wichtiger Bestandteil der Altenpflege. Laut einem Artikel von ZEIT ONLINE kommen 2 Drittel der künstlichen Ernährung durch einen Schlauch, einer sogenannten Magensonde, bei alten Menschen zum Einsatz.

Es gibt mehrere Möglichkeiten der künstlichen Ernährung. Jedoch ist die am meisten verbreitete Methode diejenige, bei der die Nahrungszufuhr über eine Magensonde erfolgt. Dieser Schlauch wird entweder durch den Rachen oder die Nase in den Körper eingeführt oder gelangt über einen Einschnitt in der Bauchdecke direkt in den Magen. Daneben gibt es auch noch die Möglichkeit, unter Umgehung des Verdauungstraktes durch eine Infusion den Körper zu versorgen. Diese Art ist jedoch dem stationären Betrieb vorbehalten, da das mögliche Lösen oder eine Entzündung einer solchen außen angelegten Infusion eine ärztliche Überwachung notwendig machen. Eine permanent gelegte Magensonde kann jedoch auch zuhause verwendet werden. Eine solche Sonde ist daher meistens vorzuziehen, da sie auch mit weniger Risiko verbunden und kostengünstiger ist.

Die künstliche Ernährung ist jedoch umstritten. Eine ganze Reihe von ethischen Fragestellungen und Themen sind hiermit verbunden, wie zum Beispiel die Würde eines Menschen und die Frage der Sterbehilfe, da oft das Leben eines Menschen an der künstlichen Ernährung hängt. Im Kern stellt sich bei einem Menschen, der sich der Außenwelt nicht mehr mitteilen kann, die schwierige Frage: Möchte dieser Mensch überhaupt noch künstlich ernährt werden? Deshalb ist in solchen Fällen, soweit möglich, immer auf die in einer Patientenverfügung hinterlegten Wünsche zu achten. Auch darf man in diesem Zusammenhang nicht die Missstände ignorieren, die bei der künstlichen Ernährung im Pflegebetrieb leider immer wieder zur Sprache kommen. So wird laut dem ZEIT ONLINE-Artikel oft auf künstliche Ernährung zurückgegriffen, wenn die orale Ernährung noch möglich ist, aber das Personal so ausgelastet ist, dass das Füttern zu viel Zeit aufwendet.


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