Anzeigensonderveröffentlichung

So beantragen Sie Ihren Pflegegrad

Ein pflegebedürftiger Mensch hat Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung. Voraussetzung für den Bezug dieser Leistungen ist jedoch, dass eine Pflegebedürftigkeit festgestellt und ein Pflegegrad bewilligt wird.

Wer in einen Pflegegrad eingestuft wurde, hat Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung.
©Syda Productions | Fotolia.com


1. Einen Pflegegrad beantragen

1.1. Formlose Antragstellung

1.2. Bereiten Sie den Begutachtungstermin vor

1.3. Der Begutachtungstermin zur Einschätzung Ihrer Pflegebedürftigkeit

1.4. Der Bescheid der Pflegekasse

1.5. Kompetente Unterstützung beim Antrag

2. Widerspruch gegen einen Pflegegrad einlegen

2.1. Unterstützungsangebote nutzen

3. Einen Höherstufungsantrag stellen

3.1. Eine Höherstufung beantragen

3.2. Bestandsschutz nach Überleitung

3.3. Lassen Sie sich unterstützen


1. Einen Pflegegrad beantragen

Jährlich gehen über eine Million Anträge bei den deutschen Pflegekassen und den privaten Versicherern ein. Diese beauftragen dann den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) bzw. Medicproof (die Gutachterorganisation der Privatversicherten) mit der Prüfung, ob ein Leistungsanspruch besteht.

Etwa ein Drittel aller Anträge wird abgelehnt oder es wird ein zu niedriger Pflegegrad bewilligt. Man geht davon aus, dass ca. 70 Prozent aller Gutachten fehlerhaft sind, was in den meisten Fällen in einem zu niedrigen Pflegegrad resultiert. Übrigens: Wenn Sie vor Beantragung wissen wollen, welcher Pflegegrad Ihnen möglicherweise zusteht, können Sie dies mit unserem Online-Pflegegradrechner ermitteln.

 

Berechnen Sie hier Ihren Pflegegrad

 

1.1. Formlose Antragstellung

Um Leistungen von der Pflegeversicherung zu erhalten, müssen Sie diese bei der Pflegeversicherung beantragen. Das ist zunächst sehr viel einfacher als man denkt. Ein formloser Antrag und sogar ein Telefonat reichen aus, um den Prozess in Gang zu setzen. Wichtig: Der Monat, in dem Sie der Kasse unmissverständlich mitgeteilt haben, dass Sie Leistungen der Pflegeversicherung beantragen möchten, gilt nach Bewilligung als der erste Leistungsmonat. Daher ist es zu empfehlen, das Datum des Erstkontaktes zu dokumentieren oder Ihr formloses Schreiben per Einschreiben an die Pflegeversicherung zu schicken. Nach Ihrem telefonischen oder schriftlichen Antrag schickt Ihnen die Pflegeversicherung per Post ein Antragsformular zu, in dem Sie zu Ihrer konkreten Situation eine Reihe von Angaben machen müssen. Sobald dieses Formular ausgefüllt bei der Pflegeversicherung eingeht, beauftragt die Kasse den MDK, Sie zu begutachten.

1.2. Bereiten Sie den Begutachtungstermin vor

Es ist sinnvoll, den Begutachtungstermin bestmöglich vorzubereiten, und zu verstehen, was genau überprüft wird und welche Kriterien für eine Pflegebedürftigkeit sprechen. Nur wenn Sie gut vorbereitet sind, können Sie sichergehen, dass der Gutachter die Pflegesituation tatsächlich versteht.

Mit dem seit 2017 geltenden Begutachtungssystem ist die Ermittlung eines Pflegegrades ein sehr transparenter Prozess geworden. Die Kriterien zur Beurteilung von Pflegebedürftigkeit lassen sich mit Hilfe eines Pflegetagebuchs oder eines Pflegegradrechners sehr gut nachvollziehen. Laden Sie sich am besten unser Pflegetagebuch aus dem Internet herunter oder nutzen Sie unseren Pflegegradrechner.

Ein häufiges Problem während der Begutachtung ist übrigens, dass die pflegebedürftige Person versucht, sich aus Scham so gesund und selbstständig zu präsentieren, wie sie nur kann. Die Folge ist eine meist zu optimistische Einschätzung durch den Gutachter und die Bewilligung von zu geringen oder gar keinen Leistungen durch die Pflegeversicherung.

1.3. Der Begutachtungstermin zur Einschätzung Ihrer Pflegebedürftigkeit 

Nachdem der Termin mit dem MDK oder Medicproof vereinbart wurde, kommt der Gutachter innerhalb eines vorher angekündigten Zeitfensters zu Ihnen nach Hause oder ins Pflegeheim. Wenn erforderlich, kann auch bereits im Krankenhaus begutachtet werden.

Der Gutachter hat in der Regel 45 Minuten, selten mehr als eine Stunde Zeit. Es ist kaum möglich, jede der über 60 für die Ermittlung eines Pflegegrades notwendigen Fragen zu erörtern. Die Folge ist, dass der Gutachter oft aufgrund eines Gesamteindrucks Annahmen trifft, die für Sie nicht zutreffen.

Dies sollten Sie unbedingt vermeiden, weil genau hier Fehleinschätzungen entstehen, die häufig zu Ihren Ungunsten sind. Wenn Sie gut vorbereitet sind, können Sie den Gutachter explizit auf die Bereiche hinweisen, in denen die Selbständigkeit eingeschränkt ist. Geben Sie ihm Ihr Pflegetagebuch oder eine Kopie davon oder das Ergebnis Ihrer Pflegegradberechnung.

1.4. Bescheid der Pflegekasse

Kurze Zeit nach dem Begutachtungstermin erhalten Sie den Bescheid der Pflegeversicherung. Darin steht, welcher Pflegegrad Ihnen zugesprochen wird und welche Leistungen Ihnen zustehen. Fordern Sie in jedem Fall das erstellte Gutachten an - auch wenn Sie mit dem Pflegegrad zufrieden sind – und lesen Sie es aufmerksam durch. Wenn an einigen Stellen Ihre Situation zu positiv beschrieben wurde, sollten Sie einen Widerspruch in Betracht ziehen. Prüfen Sie zudem, ob die Ihnen zustehenden Leistungen rückwirkend korrekt berechnet wurden.

1.5. Kompetente Unterstützung beim Antrag

Die Beantragung von Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung und der darauffolgende Prozess ist mit einigen Stolperfallen versehen. Eine Unterstützung durch einen spezialisierten Anbieter ist empfehlenswert. Diese übernehmen nicht nur bürokratischer Prozesse, sondern stellen auch sicher, dass Sie die Leistungen erhalten, die Ihnen tatsächlich zustehen - bis hin zu Ermittlung rückwirkender Leistungsansprüche.

Nutzen Sie unser kostenloses Erstberatungsgespräch, um eine Einschätzung Ihrer Situation zu erhalten, und finden Sie heraus, welche Unterstützungsmöglichkeiten Sie haben.

2. Widerspruch gegen einen Pflegegrad einlegen

Über eine Million Anträge auf Leistungen erhalten die gesetzlichen und privaten Pflegeversicherer jährlich. Ungefähr ein Drittel dieser Anträge werden abgelehnt oder es werden fälschlicherweise zu niedrige Leistungen bewilligt.

Erlässt die Pflegeversicherung einen negativ lautenden Bescheid, sollte der Betroffene zunächst einmal das Pflegegutachten des MDK anfordern und durchlesen. Dank des Pflegestärkungsgesetzes II ist der Aufbau der MDK Gutachten einheitlicher und leichter zu verstehen. Berücksichtigt das Gutachten die Pflegesituation nicht angemessen, sollte ein Widerspruch eingelegt werden.

Eine gute Orientierung bietet die Nutzung unseres Pflegegradrechners, mit dem man selbst in ca. 45 Minuten berechnen kann, welcher Pflegegrad angemessen wäre. Der Widerspruch kann als "Zweizeiler" formlos an die Pflegekasse geschickt werden, am besten per Einschreiben. Achtung: Ein Widerspruch muss innerhalb von einem Monat nach Zugang des Bescheides bei der Pflegekasse eingehen.

Nachdem der Widerspruch eingelegt wurde, lohnt es sich, spätestens jetzt die eigene Pflegesituation anhand eines Pflegetagebuches zu dokumentieren. Aus den Abweichungen zwischen der eigenen Einschätzung im Pflegetagebuch und dem MDK Gutachten muss dann eine so genannte fachliche Begründung formuliert werden. Darin ist so genau wie möglich zu begründen, warum das MDK Gutachten die Pflegesituation falsch einschätzt. Auf der Basis dieser fachlichen Begründung schickt die Pflegeversicherung in der Regel einen anderen MDK-Gutachter, der die in der fachlichen Begründung aufgeführten Argumente überprüft und die Pflegesituation neu beurteilt. Wenn alles gut läuft, ergeht danach ein positiver Bescheid und die Leistungen werden bewilligt.

2.1. Unterstützungsangebote nutzen

In Summe kommen bei einem Widerspruch einige Stunden Arbeit zusammen. Und das in einer Lebensphase, in der die Zeit aufgrund der Pflegesituation meist knapp bemessen ist. Es empfiehlt sich daher, auf die Unterstützung durch Experten zurück zu greifen. Spezialisierte Pflegeberatungsunternehmen haben aufgrund jahrelanger Erfahrung höhere Erfolgschancen bei einem Widerspruch und entlasten die Betroffenen organisatorisch und emotional.

Nehmen Sie noch heute Kontakt mit unserem Partner Familiara auf und lassen Sie sich beim Widerspruch gegen einen Bescheid der Pflegekasse unterstützen. Die telefonische Erstberatung ist kostenlos und nur bei erfolgreicher Bewilligung des gewünschten Pflegegrades erhält das Unternehmen als Erfolgshonorar einen Teil der rückwirkend erstatteten Leistungen.

3. Einen Höherstufungsantrag stellen

In den meisten Fällen verschlechtern sich der Zustand pflegebedürftiger Menschen im Laufe der Zeit. Damit steigen die Pflegebedürftigkeit und der Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung.

Ob die Pflegeversicherung das aber genauso sieht, ist fraglich. Die Statistiken belegen, dass sie die Einschätzung der Antragsteller in mehr als der Hälfte der Fälle nicht teilt und höhere Leistungen ablehnt. Auch ein Höherstufungsantrag muss sorgfältig vorbereitet werden, damit ein faktischer Leistungsanspruch auch bewilligt wird.

 

Berechnen Sie hier Ihren Pflegegrad

 

3.1. Höherstufung beantragen

Wenn Sie denken, dass Sie in einen zu niedrigen Pflegegrad übergeleitet wurden oder sich Ihr Grad der Pflegebedürftigkeit erhöht hat, sollten Sie einen Antrag auf Höherstufung stellen. Wie bei Ihrer letzten Begutachtung, kommt auch dieses Mal wieder der MDK oder Medicproof zu Ihnen nach Hause, um sich ein persönliches Bild der Pflegebedürftigkeit zu machen.

Wenn Sie sich optimal auf den Begutachtungstermin vorbereiten möchten, sollten Sie sich unbedingt mit den seit dem 01.01.2017 geltenden Begutachtungskriterien vertraut machen. Das kann durch den auf dieser Seite angebotenen Pflegegradrechner erfolgen oder indem Sie sich ein aktuelles Pflegetagebuch besorgen und Ihre Pflegesituation dokumentieren.

3.2. Bestandsschutz nach Überleitung

Gehören Sie zur Gruppe derer, die zum 01.01.2017 von einer Pflegestufe in einen Pflegegrad übergeleitet wurden, gibt es erfreuliche Nachrichten. Mit der Einführung des Pflegestärkungsgesetz II hat der Gesetzgeber eine Art Bestandsschutz eingeführt. Das bedeutet, dass ein Antrag auf Höherstufung nicht dazu führen kann, dass Sie zurückgestuft werden.

Nur eine Ausnahme gilt es im Blick zu behalten: Kommt der Gutachter zum Schluss, dass gar kein Pflegegrad mehr gerechtfertigt ist, stellt die Kasse die Leistungen vollständig ein. In diesem Fall gilt der Bestandsschutz also nicht.

3.3. Lassen Sie sich unterstützen

Es lohnt sich in jedem Fall, mit einem auf die Leistungsberatung spezialisierten Unternehmen den eigenen Fall zu prüfen und zu besprechen, was das beste Vorgehen ist. Die telefonische Erstberatung ist kostenlos und bei weiterführender Begleitung und Unterstützung fällt nur dann ein Honorar an, wenn die gewünschte Höherstufung auch tatsächlich stattfindet.

Berechnen Sie hier Ihren Pflegegrad

 

Quelle: FAMILIARA


 

Anzeigensonderveröffentlichung

Suchmodule