Anzeige


Schutz vor gefährlichen Keimen durch antimikrobielle Oberflächen

Personen in der U-Bahn

Zweifellos: In den letzten Jahren hat sich die Medizin konstant weiter entwickelt und wichtige Fortschritte im Kampf gegen viele Krankheitserreger machen können. Dennoch scheint die Wissenschaft machtlos gegen Krankheitserreger wie MRSA oder diverse Grippeviren zu sein. Diese Keime passen sich nämlich immer wieder aufs Neue perfekt an und entwickeln sich permanent weiter, sodass man fast nicht schnell genug gegen sie vorgehen kann. Darüber hinaus sind über die Hälfte aller Bakterien, die vor allem in Krankenhäusern zu Infektionen führen, gegen mindestens ein Antibiotikum resistent. Dabei sind Viren gerade in Krankenhäusern umso gefährlicher. Schließlich haben bereits kranke, sehr alte oder stark geschwächte Patienten kaum Abwehrkräfte. Schnell können Bakterien daher für sie zu einer ernsthaften Gefahr werden. Auf circa 5,5 Milliarden Euro wird der wirtschaftliche Schaden geschätzt, der durch sogenannte nosokomiale Infektionen - also Krankenhausinfektionen - jährlich entsteht.

Langfristiger Schutz vor Keimen durch antimikrobielle Oberflächen

Im Zeitalter stark resistenter Keime gehen die Bestrebungen natürlich dahin, neue Antibiotika zu entwickeln. Das ist allerdings überaus aufwendig und geht mit komplexen Genehmigungsverfahren einher. Wissenschaftler versuchen daher auch alternative Lösungsansätze, um die Verbreitung von Keimen einzudämmen.

Berührungsflächen, mit denen viele Menschen direkt in Kontakt kommen - beispielsweise Computertastaturen, Möbelgriffe, Türgriffe, Lichtschalter oder Treppengeländer - gelten als typische Infektionsquellen. Die bisher bekannten und empfohlenen Hygienemaßnahmen, wie etwa Händewaschen und anschließendes Desinfizieren, reichen allerdings meist nicht aus, um Kontaktinfektionen zu vermeiden. Daher wird verstärkt auf massive metallische Kupferlegierungen gesetzt: Immer mehr Gesundheitseinrichtungen setzen das Material für Oberflächen und Bauelemente ein, die von vielen verschiedenen Menschen benutzt und berührt werden. Hintergrund sind Ergebnisse vieler klinischer Studien, die bewiesen haben, dass Kupfer dauerhaft gegen Keime wirkt. Dank seiner antimikrobiellen Effekte setzt es sich nämlich sehr gut gegen Bakterien durch.

Der Schutz durch Kupfer ist durchaus rentabel

Die Umrüstung auf Kupferbauteile in mehreren Krankenhäusern in Großbritannien ging laut einer Studie des York Health Economics Consortium nicht nur mit einer gesteigerten Sicherheit für die Patienten einher, sondern hat den Kliniken auch finanzielle Vorteile beschert. So wurde ausgerechnet, dass durch Ausgaben in Höhe von 120 Euro für zusätzliche Bau- und Materialkosten letztendlich rund 7.000 Euro pro Infektion eingespart werden konnten. So hoch fallen nämlich die Kosten für zusätzliche Behandlungen und Bettentage aus, wenn eine Infektion um sich greift.

Darum ist Kupfer so effektiv

Auch zahlreiche klinische Studien belegen den erfolgreichen Einsatz von Kupfer und Kupferlegierungen im Kampf gegen die Keime - so zum Beispiel mehrere unabhängige Laborversuche, ein Feldversuch an der Asklepios Klinik Wandsbek sowie eine Untersuchung von Professor Bill Keevil an der Universität Southampton. In den Untersuchungen wurde etwa nachgewiesen, dass unter Laborbedingungen so gut wie alle Bakterien innerhalb zwei Stunden auf Kupfer abgetötet werden konnten. Auf Aluminium-, Edelstahl- oder Kunststoffoberflächen konnten die Keime hingegen aktiv bleiben und bis zu drei Tage lang überleben. Auch in der Praxis kamen klinische Studien auf erstaunliche Ergebnisse: Antimikrobielle Oberflächen zeigten dabei eine um 80 Prozent geringere Keimbelastung auf und sogar Infektionen konnten um 58 Prozent reduziert werden. Unter finden sich detaillierte Informationen darüber.

Auch in öffentlichen Einrichtungen sinnvoll

Weil sich auf Kupfer- und Kupferlegierungsoberflächen nachweislich auch viel weniger Influenza-Viren vermehren, planen immer mehr öffentliche Einrichtungen, wie etwa Schulen und Kindertagesstätten, entsprechende Aufrüstungen mit Kupfer und Kupferlegierungen. Fachleute sind sich darüber hinaus einig, dass Kupferausstattungen bald auch in öffentlichen Verkehrsmitteln, Gebäuden und anderen Einrichtungen eingesetzt werden - damit sich die Menschen zukünftig nicht mehr so schnell anstecken können.

Quelle: RatGeberZentrale
Bildquelle: djd/Deutsches Kupferinstitut

Suchmodule


Anzeige