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THEMA:   Es tut sich was: Offshore-Windparks gehen in ein paar Jahren ans Netz

 5 Antwort(en).

Wolfgang begann die Diskussion am 09.03.04 (02:24) mit folgendem Beitrag:

Wind gibt es reichlich und kostenlos. Per Windkraft kann Strom in grossen Mengen sicher, sauber und preiswert produziert werden. Vor allem Offshore-Gebiete - also Gebiete auf hoher See - sind ideale Standorte fuer Windparks.

Die Stromproduktion mit Hilfe von fossilen oder atomaren Energietraegern dagegen ist teuer, schmutzig, im Falle der atomaren Produktion sogar aeusserst gefaehrlich und vor allem zeitlich auf nur noch wenige Jahrzehnte begrenzt.

Werden die richtigen politischen Entscheidungen getroffen, dann wird mehr als 15 Prozent der derzeit in Deutschland produzierten Strommenge in den kommenden 15, 20 Jahren im eigenen Land offshore in Windparks erzeugt werden.

Gerade beginnen die Arbeiten fuer die ersten Windparks vor den Ostfriesischen Inseln.

Ist es nicht an der Zeit, diejenigen zu unterstuetzen, die auf erneuerbare Energien (speziell auf Windkraft) setzen ? Oder, anders gefragt: Ist es nicht an der Zeit, den Oel-, Gas-, Atom-Profiteuren, die unser Land oekonomisch und oekologisch ruinieren, die Unterstuetzung zu versagen ?

Internet-Tipp: https://www.abendblatt.de/daten/2004/02/26/266545.html


hl antwortete am 09.03.04 (07:47):

Interessant finde ich, dass sich eine Mehrheit der Bürger gegen die Windenergie wehrt mit der Begründung, die Landschaft würde verschandelt.
Hat man sich früher eigentlich in gleicher Weise gegen die hässlichen Strommasten und -Leitungen gewehrt? ;-)

https://www.wind-energie.de/informationen/grundlagen/fakten-a-z.htm

Internet-Tipp: https://www.wind-energie.de/informationen/grundlagen/fakten-a-z.htm


schorsch antwortete am 09.03.04 (08:51):

Eine echte Chance hat die Windenergie (und andere erneuerbare) erst dann, wenn eine kostengünstige Methode des Strom-speicherns gefunden wird.


BarbaraH antwortete am 09.03.04 (14:02):

Heidi, das wundert mich auch. Man hat sogar ein Wort dafür erfunden: Verspargelung der Landschaft.

Ich mag Spargel und ich mag Windenergie. Auf mich wirken die sich langsam drehenden Räder beruhigend, vermitteln sie mir doch, dass eine umweltfreundliche Energiegewinnung möglich und zum Glück auf dem Vormarsch ist.

Alte Windmühlen stehen heute unter Denkmalschutz. Ob man früher diese "Ungetüme" ebenfalls bekämpft hat? Möglich ist ja alles....


radefeld antwortete am 10.03.04 (07:13):

Glaube ich nicht. und danbei gab es -in einigen Gegenden zumindest- seinerzeit ungeheuere Mengen Windmühlen. Sieht man sehr schön auf alten Landkarten.
Natürlich ist es gut, wenn die Windanlagen etwas konzentriert werden und nicht überall EINZELNE Windräder herumstehen. Im Übrigen finde ich die Gegnerschaft, die an einigen Stammtischen entsteht, geradezu kindisch und blöd. Die nehmen ihren Strom offenbar aus der Steckdose. Schade nur, dass sich in diese dumme Feindschaft gegen (fast) alle Kraftwerke auch Naturschützer und manche Grüne einreihen (lassen).


Wolfgang antwortete am 10.03.04 (11:13):

@schorsch... In einem anderen Thema habe ich schon einmal auf eine interessante GEO-Studie (PDF, Acrobat Reader erforderlich) hingewiesen:

Wasserstoff-Erzeugung in offshore-Windparks (von MATTHIAS ALTMANN und CHRISTOPH STILLER)
https://www.hyweb.de/Wissen/pdf/HandoutOffshoreH2GEO.pdf

Ist es sinnvoll, einen offshore Windpark nicht elektrisch an das Festlands-Stromnetz anzubinden, sondern statt dessen direkt am Windpark Wasserstoff zu produzieren, ihn danach an Land zu transportieren und dort zu vermarkten, fragen die Autoren.

Das ist in der Tat ein Ansatz, der, so er technisch und gewinnbringend zu realisieren ist, den Windparks eine weitere Bedeutung bringen wuerde.

Internet-Tipp: https://www.hyweb.de/Wissen/pdf/HandoutOffshoreH2GEO.pdf