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So funktioniert die 24 Stunden Pflege Kostenübernahme

Zur Finanzierung der Kosten für die 24 Stunden Pflege steht Ihnen ein Potpourri aus Leistungen der gesetzlichen Pflegekasse zu. Daneben können Sie Steuerentlastungen geltend machen oder einen Antrag auf Hilfe zur Pflege beim Sozialamt stellen.

Zur Finanzierung der 24 Stunden Pflege gibt es verschiedene Möglichkeiten.
©Mecasa GmbH

Möglichkeiten der 24 Stunden Kostenübernahme im Blick 

Zu den wichtigsten Fördermöglichkeiten im Rahmen der 24 Stunden Pflege zählen das Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Pflegehilfsmittel, Verhinderungs- und Kurzzeitpflege und die Kombinationspflege. Der Gesetzgeber sieht darüber hinaus Steuerentlastungen (haushaltsnahe Dienstleistungen, jährlich bis zu 4.000 Euro) oder eine Unterstützung durch das Sozialamt vor ("Hilfe zur Pflege").

Übernahme durch die Pflegekasse

Pflegegrad

Ab Pflegegrad 2 erhalten Sie oder Ihr Angehöriger Pflegegeld. Diese Leistung ist zur Sicherstellung der häuslichen Pflege gedacht und wird monatlich ausgezahlt. Der Betrag darf auch für die Finanzierung einer 24 Stunden Pflegekraft genutzt werden.

Übersicht Pflegegeld nach Pflegegrad

Pflegegrad 1 0 € / Monat
Pflegegrad 2 316 € / Monat
Pflegegrad 3 545 € / Monat
Pflegegrad 4 728 € / Monat
Pflegegrad 5 901 € / Monat

 

Wer in Pflegegrad 1 eingruppiert ist, bekommt kein Pflegegeld. Beantragen Sie stattdessen den sogenannten "Entlastungsbetrag" (monatlich 125 Euro) und decken Sie einen Teil der Kosten für die 24 Stunden Pflege.

Verhinderungspflege

Die meisten Pflegekassen leisten jährlich einen Zuschuss zur Verhinderungspflege (1.612 Euro). Voraussetzung ist, dass der Pflegebedürftige schon mindestens sechs Monate im häuslichen Umfeld gepflegt wird.

Kurzzeitpflege

Alle Pflegebedürftige mit Pflegegrad 2 bis 5 haben einen Anspruch auf Kurzzeitpflege in einer vollstationären Pflegeeinrichtung. Dafür steht pro Kalenderjahr ein Gesamtbetrag von 1.612 Euro zur Verfügung. Der Gesetzgeber will pflegenden Angehörigen damit die wichtige Auszeit vom Pflegealltag ermöglichen.

Leistungen der Kurzzeitpflege können zur Übernahme der Kosten für eine 24 Stunden Pflege in Anspruch genommen werden. In Kombination mit der Verhinderungspflege stehen damit 3.224 Euro pro Jahr zur Verfügung.

Pflegesachleistungen

Bei Pflegesachleistungen handelt es sich um Leistungen, die z.B. von einem ambulanten Pflegedienst erbracht werden. Sie werden zwischen Pflegekasse und Dienstleister direkt abgerechnet. Bei einer 24 Stunden Pflege ergänzen sich ambulanter Pflegedienst und osteuropäische Pflegekraft häufig sinnvoll.

Kombinationspflege

Kombinationspflege bedeutet die Kombination von anteiligem Pflegegeld und Pflegesachleistungen. Sie steht allen Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 2 zu und kommt zum Einsatz, wenn die häusliche Pflege von Angehörigen bzw. 24 Stunden Pflegekraft und Pflegedienst gemeinsam durchgeführt wird ("Kombination").

Sofern Sie oder Ihr Angehöriger weniger Pflegesachleistung beanspruchen als Ihnen nach Ihrem Pflegegrad zusteht, wird der Restbetrag anteilig als Pflegegeld ausgezahlt.

Kombinationspflege ist häufig nicht nur finanziell, sondern auch organisatorisch sinnvoll. Lassen Sie sich von zertifizierten Pflegedienstleistern dazu beraten.

Praxisbeispiel zur Kombinationspflege

Herr Müller hat Pflegegrad 3 und wird in seiner Eigentumswohnung von Maria, einer 24 Stunden Pflegekraft aus Polen, unterstützt. Maria kümmert sich um den Haushalt und um die Grundpflege. Ein örtlicher Pflegedienst übernimmt die Behandlungspflege (Spritzen verabreichen, Blutzucker messen). Die Zusammenarbeit klappt hervorragend.

Der ambulante Pflegedienst stellt Herrn Müller monatlich 780 Euro in Rechnung. Dies entspricht aber nur 60 Prozent des ihm zustehenden Betrags an Pflegesachleistungen. Die nicht genutzten 40 Prozent darf er nun anteilig aus dem Pflegegeld-Topf entnehmen: Das sind zusätzliche 218 Euro, welche seine Familie zur Vergütung Marias einsetzt.

Übernahme durch das Sozialamt

Menschen mit kleiner Rente und geringem Vermögen wenden sich zur Finanzierung der 24 Stunden Pflege an das Sozialamt. Dort können sie einen Antrag auf Hilfe zur Pflege stellen.

Lassen Sie sich von der dortigen Bewilligungspraxis nicht abschrecken: In den meisten Fällen wird der Sachbearbeiter versuchen, Sie von einer alternativen Lösung (z.B. dem Umzug in ein Pflegeheim) zu überzeugen. Bleiben Sie daher hartnäckig: Die Möglichkeit der Kostenübernahme für eine 24 Stunden Pflege steht Ihnen zu!

 

Weitere Informationen zur 24 Stunden Pflege

 

Quelle: Mecasa GmbH
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