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Plötzlich pflegender Angehöriger – Und nun?

Die Pflege eines Angehörigen lässt sich manchmal schon lange vorher absehen. Allerdings kommt es auch vor, dass Pflegesituationen ganz plötzlich entstehen, so z.B. aufgrund von Unfall oder Schicksalsschlag. Pflegende Angehörige finden hier organisatorische Tipps für diese abrupte Veränderung ihres Alltags.

Eine kurze Auszeit von der Arbeit

Die kurzzeitige Arbeitsverhinderung gilt für bis zu zehn Tage und kann im Notfall auch kurzfristig in Anspruch genommen werden. Im Falle einer plötzlichen Pflegebedürftigkeit haben Sie hier als naher Angehöriger die Möglichkeit zeitnah das Nötigste zu organisieren. Sie stehen während der kurzzeitigen Arbeitsverhinderung i.d.R. unter Kündigungsschutz, ganz unabhängig von der Größe des Unternehmens, für das Sie arbeiten. Sie haben die Möglichkeit die Auszeit von der Arbeit innerhalb der Familie aufzuteilen. Dabei ist es wichtig, dass es stets um einen konkreten Pflegefall und nicht um verschiedene Vorfälle geht. Damit freiwillig Pflegende nicht allzu große finanzielle Einbußen haben, besteht die Möglichkeit auf Förderung während der kurzzeitigen Arbeitsverhinderung: Das Pflegeunterstützungsgeld.

Das Pflegeunterstützungsgeld

Das Pflegeunterstützungsgeld ist eine sogenannte Lohnersatzleistung. Auf diese Leistung haben Sie Anspruch, wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen die Lohnfortzahlung während der kurzzeitigen Arbeitsverhinderung verweigert. Wichtig ist, dass Sie das Pflegeunterstützungsgeld bei der Pflegekasse des Betroffenen beantragen, sobald sich die Pflegesituation abzeichnet. Bei Privatversicherten gilt es, sich an das beauftragte Pflegeunternehmen des Betroffenen zu richten. Weitere Details zu dieser Unterstützungsleistung finden Sie in diesem Beitrag zum Thema Unterstützung für pflegende Angehörige.

Noch mehr Zeit gewinnen

Es besteht die Möglichkeit, über die kurzzeitige Arbeitsverhinderung hinaus Zeit zu gewinnen, eine Auszeit von der Arbeit zu nehmen und diese Zeit in die Pflege eines nahen Angehörigen zu investieren: Die sogenannte Pflegezeit. Diese können Sie bis zu sechs Monate lang in Anspruch nehmen. Dabei können Sie wählen, ob Sie sich teilweise oder komplett freistellen lassen wollen. Auch während dieser Zeit stehen Sie unter Kündigungsschutz, müssen die Pflegezeit aber mindestens zehn Tage zuvor bei Ihrem Arbeitgeber beantragen. Sie kann je Pflegefall einmal beansprucht werden.

Dieser Anspruch setzt allerdings eine Unternehmensgröße von über 15 Mitarbeitern voraus und schließt keine zwingende Lohn- und Gehaltsfortzahlung mit ein. Dafür können Sie allerdings Förderung beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) beantragen, welches in solchen Fällen ein zinsloses Darlehen anbietet.

 

Wo Sie das Antragsformular für das zinslose Darlehen finden, wie sich die Pflegezeit auf bis zu 24 Monate strecken lässt und welche Sonderregelungen im Falle der Begleitung sterbender Angehöriger bestehen, finden Sie in diesem ausführlichen Careship-Beitrag.

 

Wenn Sie sich bei der Organisation Ihrer derzeitigen Situation Unterstützung wünschen, nehmen Sie ganz einfach den Kontakt auf. Wir stehen Ihnen gern zur Seite.

Careship Banner mit der kostenlosen Telefonnummer 030/120824495

 

Quelle: careship
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