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Ausgeschlafen und gesünder?

Rund ein Drittel unseres Lebens schlafen wir. Kann man diese Zeit nicht sinnvoller nutzen? Wieviel Schlaf wir wirklich brauchen und wie man eine Schlafstörung erkennt, verrät Ihnen Dr. med. Dirk Stemper, Geschäftsführer und Ärztlicher Leiter von ias PREVENT im Interview.

Mann liegt im Beet und gähnt.
© Jenny Sturm | Fotolia.com

Herr Dr. Stemper, braucht der Mensch wirklich so viel Schlaf?

Dr. Stemper: Wir benötigen mit zunehmendem Alter weniger Schlaf. Durchschnittlich sind es 7 bis 8 Stunden Schlaf pro Nacht, um einen Erholungseffekt zu erreichen. In dieser Zeit ordnet das Gehirn quasi die Eindrücke des Tages und führt Reparaturarbeiten aus. Darum kann man auch nicht vorschlafen oder Schlaf nachholen. Wer mal nachts aufwacht oder nicht gut einschlafen kann, hat übrigens nicht gleich eine Schlafstörung. Erst wenn man über einen Monat hinweg mehr als dreimal pro Woche nachts aufwacht und länger als eine halbe Stunde wach liegt, sollte man „aktiv" werden.

Dann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Dr. Stemper: Zunächst kann jeder selbst seine Schlafhygiene verbessern. Das heißt: regelmäßige Zeiten zum Zubettgehen einhalten, abends auf Kaffee, Alkohol, schweres Essen und Nikotin verzichten. Smartphone, Rechner und Co. rechtzeitig ausschalten und das Bett wirklich nur zum Schlafen verwenden. Ein Schlafmittel sollte immer die letzte Option sein. Ich empfehle Entspannungsübungen, Einschlafrituale und Anti-Stress-Coaching.

Warum sind Schlafstörungen so schädlich?

Dr. Stemper: Schlafmangel führt zu Leistungsabfall und Konzentrationsstörungen. Wer langfristig zu wenig Schlaf bekommt, riskiert eine um mehrere Jahre verkürzte Lebenserwartung, denn sein Risiko für Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Diabetes steigt. Im Rahmen unserer Gesundheits-Check-up sprechen wir mit unseren Probanden daher über Schlafgewohnheiten oder -störungen.

Wie Chronobiologen herausfanden, folgt der Körper einem 24-Stunden-Rhythmus, bei dem verschiedene Hormone zu bestimmten Zeiten ausgeschüttet werden. Durch Helldunkel-Signale gibt beispielsweise die Zirbeldrüse nachts das Schlafhormon Melatonin ab, das uns müde macht. Gegen Morgen wird die Produktion wieder gedrosselt. Ist die innere Uhr verstellt, etwa durch Schichtarbeit, Transkontinentalflüge oder einen Fernseher im Schlafzimmer, sind Schlafstörungen vorprogrammiert.

Also sind Schlafstörungen selbst verursacht?

Dr. Stemper: Echte Schlafstörungen sind selten. Meist liegt eine Fehlbeurteilung des eigenen Schlafverhaltens vor. Stress wird bei Umfragen als häufigster Grund von Schlafstörungen genannt, dass sich das Gedankenkarussell immer weiter dreht und wir nicht zur Ruhe kommen. Gerade private Probleme und finanzielle Sorgen bringen uns um den Nachtschlaf. Abhilfe kann ein etwa 30-minütiges Powernapping sein, denn so kann durchaus das Leistungsvermögen und die Kreativität für die zweite Tageshälfte gesteigert werden. Allerdings sollten Menschen mit Schlafstörungen auf den Mittagsschlaf verzichten. Er kann zu viel Schlafdruck für die Nacht abbauen und damit die Schlafstörung verstärken und aufrechterhalten.

Zehn Tipps zum gesunden Schlaf sowie das vollständige Interview zu Schlafstörungen lesen Sie im PREVENT-Magazin check-up.

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