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Bakterien: Unsere charmanten Untermieter

Bakterien leben im menschlichen Körper meistens unbemerkt im Verborgenen. Im Durchschnitt beherbergt jeder von uns unglaubliche zwei Kilogramm Bakterien. Dabei unterscheidet man zwischen sogenannten guten und bösen Bakterien. Ist das Gleichgewicht zwischen beiden gestört, entstehen gesundheitliche Probleme.

Paar liegt auf der Wiese und zeigt den mit dem Daumen hoch.
© Robert Kneschke | Fotolia.com

Die meisten Bakterien sind uns wohlgesinnt und für den Organismus ausgesprochen nützlich. Alle Körperflächen, die Kontakt zur Umwelt haben - also Haut und Mund -, aber auch Magen, Darm und Genitalregionen sind von unseren nützlichen Untermietern besiedelt. Dort schützen sie den Körper vor krankmachenden Keimen, indem sie ihnen quasi das Futter wegfressen. Das meiste, was an einem Menschen riechbar ist, sind Bakterien: der vertraute Hautgeruch einer geliebten Person genauso wie alle unangenehmen Gerüche. Beides entsteht durch die fleißige Tätigkeit unserer unsichtbaren Mikrobenvielfalt.

Die Hochburg menschlicher Bakterien: der Darm

 99 Prozent aller menschlichen Bakterien befinden sich im Darm. Unsere Darmmikrobiota beherbergt rund 100 Billionen Bakterien, die dafür zuständig sind, unverdauliches Essen zu erschließen, den Darm mit Energie zu versorgen, Vitamine herzustellen, Gifte und Medikamente abzubauen und unser Immunsystem zu trainieren. Im Laufe der Evolution hat sich eine freundschaftliche Beziehung zwischen uns und unseren nützlichen Untermietern entwickelt. Sie bekommen von den Nährstoffen etwas ab und wir profitieren von ihrer Hilfe bei der Verdauung und von ihren Schutzdiensten. Der größte Teil unseres Immunsystems (circa 80 Prozent) sitzt im Darm. Hier trainiert die Immunzelle den Umgang mit Bakterien und muss gefährliche Wesen in der Masse erkennen und aussortieren.

Balanceakt zwischen Gut und Böse

Das Gleichgewicht zwischen guten und bösen Bakterien muss stimmen. Im Verdauungstrakt kann man ganz grob zwei verschiedene Arten von Bakterien unterscheiden: gesundheitsschädigende, Fäulnis bildende Bakterien (Kolibakterien) und gesundheitsfördernde, nützliche Bakterien (Probiotika). Zu letzteren gehören neben vielen anderen Bakterienstämmen auch die Lakto- und Bifidobakterien. Sie sind die natürlichen Gegenspieler der Kolibakterien und halten das Darmmilieu im Gleichgewicht. Ein ideales Verhältnis liegt vor, wenn im Dickdarm die guten Bakterien mit 85 Prozent überwiegen. Kippt die Balance zwischen Gut und Böse, indem die angestammte Bakterienflora an einem Ort verschwindet, können sich schädigende Bakterien ansiedeln und ernsthafte Probleme verursachen. Fast jeder hat schon einmal erlebt, dass er sich nach einer Antibiotikabehandlung schlapp fühlte. Kein Wunder, denn Antibiotika töten auch die nützlichen Bakterien im Körper. Daher ist es ratsam, diese, zum Beispiel mit dem Verzehr von probiotischen Joghurts, wieder anzusiedeln.

Können Menschen sich glücklich essen?

Eine gesunde Darmflora wirkt sich positiv auf unser gesamtes Wohlbefinden aus und schützt möglicherweise sogar vor psychischen Erkrankungen. So beweist eine aktuelle Studie an 3.000 australischen Jugendlichen, dass Teenager, die viel Fast Food und Süßigkeiten verzehren, häufiger an depressiven Verstimmungen leiden als Altersgenossen, die

sich mit frischen Lebensmitteln gesünder ernähren. Grundsätzlich positive Effekte zeigte in wissenschaftlichen Tests der Verzehr von probiotischen Bakterien. Danach konnten beispielsweise geringere Werte des Stresshormons Cortisol nachgewiesen werden.

Fazit:  Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Denn ein gesunder Darm macht tatsächlich glücklicher.

 

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