Anzeigensonderveröffentlichung

Heiß-kalt-Kick für Körper und Geist

Die Finnen schwören drauf und auch hierzulande ist das Saunabaden beliebt: Wenn bei Stille und gedämpftem Licht ein Aufguss Dampf und romantischen Duft verbreitet, lässt es sich wunderbar abschalten. Regelmäßiges Saunieren bringt aber noch viel mehr als reines Wohlgefühl – es schützt auch vor Krankheiten, lindert manche Beschwerden und erhöht sogar die Lebenserwartung.

Frau sitz auf einer Düne und genießt die Sonne.
© jd photodesign | Fotolia.com

Sauna, zu Deutsch „Hütte aus Holz", ist das einzige finnische Wort, das weltweit Einzug in andere Sprachen gehalten hat. Und das nicht ohne Grund, denn seit Jahrhunderten ist die Schwitzhütte als Ort der körperlichen und seelischen Reinigung fester Bestandteil des Alltagslebens im hohen Norden. Für die 5,4 Millionen Einwohner Finnlands soll es rund zwei Millionen Saunen geben – in Privatwohnungen und Sommerhäusern ebenso wie als mobile Holzbox, in Schwimmbädern, Sportstudios und Hotels, auf Booten und sogar im Parlament und auf dem Flughafen von Helsinki.

Deutschland zählt vergleichsweise nur rund 10.000 öffentliche Saunen und 1,7 Millionen Privatsaunen, trotzdem schwören auch hierzulande viele Menschen gerade im Herbst und Winter auf ihre regelmäßige Sauna-Auszeit. Laut einer Umfrage des Deutschen Sauna-Bundes geht gut ein Drittel der Einwohner – 31,7 Millionen Menschen – in die Sauna, vor allem, um sich zu entspannen.

Abhärtung, Entschlackung, Anti-Aging

Zum Entspannungseffekt kommen zahlreiche Nutzen, die in wissenschaftlichen Untersuchungen gut belegt sind. „Wer regelmäßig in die Sauna geht, stärkt sein Immunsystem und beugt Erkältungen vor. Man ist weniger anfällig für grippale Infekte, und wenn sie einen erwischen, verlaufen sie weniger heftig", bestätigt Dr. Dirk Stemper, Facharzt für Innere Medizin und Ärztlicher Leiter bei ias PREVENT. Die Wirkung des Saunabadens ist auf den Wechsel von Wärme- und Kältereizen zurückzuführen. Dieses Heiß-Kalt ist ein mildes, aber sehr effektives Training – nicht nur für die Abwehrkräfte, sondern auch für die Blutgefäße. „Die Hitze lässt die Körpertemperatur um etwa zehn Grad Celsius ansteigen, dadurch erweitern sich die Gefäße. Haut, Schleimhäute und Atemwege werden besser durchblutet", erklärt Dr. Stemper, der selbst gern in die Sauna geht. Die Finnen verstärken diesen Effekt noch, indem sie sich mit einem Büschel Birkenzweige sanft auf Gliedmaßen und Rücken schlagen. Dazu hat Saunabaden auch eine entschlackende Wirkung, denn mit dem Schweiß werden vermehrt Giftstoffe über die Poren ausgeschieden. „Um diesen Prozess zu fördern, sollte man seinen Durst nicht während der Saunagänge, sondern erst danach löschen, am besten mit Wasser oder verdünnten Fruchtsäften", rät Dr. Stemper. Weil der Heiß-Kalt-Wechsel auch die Zellneubildung der Haut anregt, wird der Sauna zudem ein Anti-Aging-Effekt zugeschrieben: Studien zeigen, dass Saunagänger straffere Haut und weniger Falten haben als Menschen, die nicht saunieren.

Saunagänger leben länger

Im Februar 2015 machte eine Langzeitstudie der Universität Ostfinnland in Kuopio von sich reden: Saunieren kann vor Herz-Kreislauf-Krankheiten schützen und die Lebenserwartung steigern, fand das Forscherteam heraus. Regelmäßiges Saunabaden senkt demnach das Risiko, an einem plötzlichen Herztod zu sterben, um bis zu 40 Prozent. Je öfter sich die Versuchspersonen pro Woche einer Schwitzkur unterzogen, desto positiver fiel das Ergebnis aus. Das galt sogar unabhängig von bestehenden Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht oder Bluthochdruck. In der Regel können sich Menschen jeden Alters die positiven Wirkungen der Sauna zunutze machen. Dr. Stemper jedoch warnt: „Sauna ist nichts für Menschen mit akuten und fieberhaften Erkrankungen, Herz-, Kreislauf oder Lungenleiden, Epilepsie, Leber- und Nierenerkrankungen, Krampfadern oder Venenentzündung. Im Zweifelsfall sollte man vorher immer seinen Arzt konsultieren oder das Thema bei einem Gesundheit-Check-up ansprechen."

Nach jedem Wechselbad pausieren

Zwei bis drei Saunagänge von jeweils acht bis zwölf Minuten sind laut Deutschem Sauna-Bund ideal. Dabei sollte man erst liegen und die letzten zwei Minuten sitzen, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Nach jeder Schwitzphase braucht der Körper eine Abkühlung an der frischen Luft und durch einen herzfern beginnenden kalten Wasserguss. So normalisieren sich die Körperfunktionen wieder. Um das vegetative Nervensystem zu beruhigen, legt man danach eine 20- bis 30-minütige Ruhepause ein, bis man sich für den nächsten Saunagang bereit fühlt. Mindestens zwei Stunden Zeit sollte man sich schon nehmen, um die Schwitzkur insgesamt auch in Ruhe genießen zu können.

Über detaillierte „Sauna-Regeln", wie sie in den meisten Saunalandschaften Deutschlands aushängen, können die Finnen nur schmunzeln – sie schauen nicht auf die Uhr, sondern springen einfach nach Belieben in ihre Sauna und kühlen sich im See oder im Schnee ab, wenn es ihnen zu heiß wird. Aufgussdüfte, Farblicht oder Wellnessmusik findet man in der traditionellen finnischen Sauna nicht. Bei uns dagegen macht dies für viele das Wellnesserlebnis erst perfekt. Ob Sanarium, türkischer Hamam oder Kristallsauna – für jeden Geschmack haben die hiesigen Saunalandschaften etwas zu bieten. Der Gipfel der Aufgusskunst wird bei der jährlichen Aufguss-Weltmeisterschaft zelebriert, die man auch als Gast miterleben kann. Ob streng nach „Sauna-Regeln", eingebettet in einen Wellnesstag oder schlicht und einfach nach dem Körpergefühl: Das Wichtigste ist, sich zu entspannen und das Wohlgefühl nach der körperlichen und seelischen Reinigung zu genießen. Saunanjälkeinen (deutsch: „nach der Sauna") heißt es in Finnland übrigens, wenn man einfach mal gar nichts tun möchte – eine Entschuldigung, die dort jedermann respektiert...

 

Anzeigensonderveröffentlichung

Suchmodule