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„Solche Momente geben mir Kraft“

„Ich erlebe hier große Not, doch auch große Freude", sagt Dr. Katharina von Goldacker. Im Südsudan leben zwei Millionen Menschen auf der Flucht. Die Ärztin berichtet von ihrem Hilfseinsatz unter extremen Bedingungen.

Dr. Katharina von Goldacker berichtet von ihrem Hilfseinsatz im Südsudan unter extremen Bedingungen.
©Peter Bräunig

"Insgesamt arbeite ich acht Monate mit Ärzte ohne Grenzen im Südsudan – einem der ärmsten Länder der Welt. Durch den jahrelangen Bürgerkrieg haben die Menschen hier schmerzliche Entbehrungen erlitten. Vor allem die Schwächsten – Kinder und schwangere Frauen – leiden unter dieser Situation. Mehr als sieben Millionen Südsudanes*innen sind abhängig von humanitärer Hilfe.

Infekte werden zur Lebensgefahr

Es gibt hier kaum Orte, an denen die Menschen medizinische Hilfe erhalten. Das merken wir auch in unserem Krankenhaus im Ort Lankien. Die Menschen kommen von sehr weit her zu uns. Viele laufen mehrere Tage, um bei uns behandelt zu werden. Oft erreichen unsere Patient*innen uns sehr spät, sodass ihre Krankheiten – Malaria, Lungenentzündungen oder Durchfälle – weit fortgeschritten sind. So werden eigentlich einfach zu behandelnde Infekte zur Lebensgefahr.

Menschen, die einem viel geben

Wo sind da die freudigen Momente? Ganz klar sind es die Menschen, die einem so viel geben: meine Kolleg*innen und unsere Patient*innen.

Ein Beispiel ist der einjährige Makher. Er und seine Mutter haben mich besonders berührt. Seine Mutter trug ihn sieben Stunden zu Fuß in unsere Klinik. Sofort begannen wir mit der Behandlung: Er litt an der Tropenkrankheit Kala-Azar und war schwer mangelernährt. Wir versorgten ihn mit Medikamenten, Spezialmilch und kalorienreicher Paste.

Anfangs war er apathisch, konnte nicht mal mehr sitzen. Nach drei Wochen ging es ihm besser. Ich weiß noch, wie er das erste Mal lächelte. Kurz darauf konnten wir ihn gesund entlassen – genau solche Momente geben mir Kraft.

Es braucht oft nicht viel

Die Geschichte von Makher zeigt aber auch etwas, das ich hier immer wieder erlebe: Es braucht oft nicht viel, um zu helfen. Die kalorienreiche Paste, um ihn aufzupäppeln, kostet zum Beispiel 22 Euro. Einen Monat lang dauert die Behandlung. Dann sind mangelernährte Kinder wie Makher wieder bei Kräften.

Unsere lebensrettende Hilfe beginnt mit Menschen, die sich entscheiden, für unsere Arbeit zu spenden – und dafür bin ich sehr dankbar."

Sie wollen die medizinische Nothilfe von Ärzte ohne Grenzen unterstützen? Dann richten Sie hier eine regelmäßige Spende ein. Oder rufen Sie bei Ärzte ohne Grenzen direkt an unter: 030 700 130 130. Vielen Dank für Ihre Hilfe.

 

Weitere Informationen

 


Quelle: Ärzte ohne Grenzen e.V. / Médecins Sans Frontières
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