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Treppenlifte verhelfen zu mehr Selbstständigkeit und Unabhängigkeit im Alltag

Wenn die Fortbewegung in den eigenen vier Wänden als große Anstrengung empfunden wird, kann die Installation eines Treppenlifts für den Gang in die nächste Etage nützlich sein.

Dank einem Treppenlift können sich körperlich eingeschränkte Personen selbstständig in ihren Räumen bewegen.
©Ingo Bartussek | Fotolia.com


1. Ein barrierefreier Umbau für mehr Mobilität und Unabhängigkeit im Alltag

2. Treppenlifte erleichtern die Fortbewegung in den eigenen vier Wänden

3. Vielfältige Treppenlift-Systeme für jedes Bedürfnis

4. Mit diesen Kosten müssen Interessenten für einen Treppenlift rechnen


Verschiedene Gründe können dafür verantwortlich sein, dass das Treppensteigen im eigenen Heim zur Qual wird: Eine Verletzung am Bein, Schmerzen in den Knie-, Hüft- oder Fußgelenken oder Nervenerkrankungen machen den Gang in die höhere Etage zum unüberwindbaren Hindernis. Manchmal ist es auch einfach die Angst vor einem Sturz und den daraus resultierenden Verletzungen, weshalb gerade ältere Menschen den Treppenaufgang vermeiden.

Zugleich träumen viele Menschen davon, bis ins hohe Alter mobil und unabhängig zu sein – und den Lebensabend im eigenen Zuhause verbringen zu können. Wenn alltägliche Bewegungen aus gesundheitlichen Gründen allerdings zunehmend eingeschränkt werden, sind meist Umbaumaßnahmen erforderlich, um diesen Traum möglichst lange aufrecht erhalten zu können.

1. Ein barrierefreier Umbau für mehr Mobilität und Unabhängigkeit im Alltag

Wer plant, langfristig in den eigenen vier Wänden zu wohnen, sollte bereits frühzeitig mit den ersten Umbaumaßnahmen beginnen. Denn diese Form der Neugestaltung ist aufwändig und kostspielig.

Mit dem Alter reduziert sich häufig die Mobilität. Zudem kommt eine körperliche Einschränkung, beispielsweise in Folge eines Sturzes, häufig überraschend. Hat man sich im Vorfeld um einen barrierefreien Wohnraum gekümmert, kann man mit dieser neuen Situation womöglich besser umgehen und den Alltag leichter bewältigen.

Zum einen sollte in diesem Kontext die Neugestaltung des Eingangsbereichs in Betracht gezogen werden. Es ist empfehlenswert, Ein-, Auf- und Durchgänge sowie sämtliche Türen ausreichend breit, hoch und stufenlos zu gestalten, um bei Bedarf einen Rollator oder Rollstuhl durch die Türrahmen bewegen zu können. Neben dem Umbau zu einem barrierefreien und altersgerechten Badezimmer ist zum anderen eine Erneuerung der Treppensituation sinnvoll: Beim Treppensteigen nicht auf die Unterstützung einer anderen Person angewiesen zu sein, kann bereits einen großen Teil der Unabhängigkeit und Lebensqualität aufrechterhalten.

 

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2. Treppenlifte erleichtern die Fortbewegung in den eigenen vier Wänden

Mit einem Treppenlift können Auf- und Abgänge in Minutenschnelle überwunden werden. Dabei muss die jeweilige Treppe keine bestimmten Voraussetzungen erfüllen, denn ein Treppenlift ist auf nahezu jeder Treppensituation installierbar. Bei jedem Treppenlift handelt es sich um eine Maßanfertigung, dessen Schienensystem an verschiedene räumliche Bedingungen angepasst werden kann. Demnach spielt es keine Rolle, ob es sich um eine kurvige oder gerade, eine Wendel- oder eine Podesttreppe handelt und ob sich die Treppe im Innen- oder Außenbereich befindet.

Die einzige Bedingung, um einen Treppenlift einzubauen: Die Stufen sollten mindestens 70 Zentimeter breit sein.

3. Vielfältige Treppenlift-Systeme für jedes Bedürfnis

Neben dem klassischen Sitzlift gibt es eine Vielzahl an Alternativen, die sich für verschiedene körperliche Einschränkungen oder bauliche Voraussetzung eignen. Denn für einen Rollstuhlfahrer würde ein Sitzlift nicht in Frage kommen. In diesem Kontext ist beispielsweise der Einbau eines Plattformlifts empfehlenswert. Dieser kann ein Gesamtgewicht von bis zu 300 Kilogramm über die Stufen transportieren. Mit einem Plattformlift ist es körperlich Eingeschränkten zudem möglich, weitere Gegenstände, wie zum Beispiel einen Rollator, in die nächste Etage zu bringen.

Selbst eine einzige Stufe stellt sich für einen Rollstuhlfahrer als unüberwindbare Hürde dar. Bei einem recht kleinen Treppenabsatz, der insgesamt bis zu 180 Zentimetern hoch ist, könnte deshalb die Installation eines Hublifts interessant sein: Dieser hebt den Rollstuhl vertikal auf die nächste Ebene.

Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung eines Senkrechtlifts, der sowohl innerhalb als auch außerhalb des Hauses installiert werden kann: Durch ihn werden zwei oder mehrere Etagen miteinander verbunden. Dabei wird der selbsttragende Lift von zwei Antriebsschienen gehalten, die die Überwindung von Höhen bis zu drei Metern ermöglichen.

4. Mit diesen Kosten müssen Interessenten für einen Treppenlift rechnen

Verschiedene Faktoren beeinflussen die Kosten eines Treppenlifts. So spielen vor allem die baulichen Voraussetzungen und die persönlichen Bedürfnisse des Kunden eine Rolle. Zudem ist der Preis abhängig von folgenden Variablen:

  • dem Treppenlift-Typ: Reicht ein klassischer Sitzlift aus oder ist ein Lift für den Transport von Rollstühlen erforderlich?

  • dem Treppenverlauf: Der Bau sowie die Installation des Schienensystems gestalten sich auf einer kurvigen Treppe etwas aufwändiger als auf einer geraden Treppe.

  • dem Schienensystem: Je mehr Treppen und je mehr Etagen der Treppenlift miteinander verbindet, desto länger das Schienensystem.

  • dem Ort der Installation: Soll der Treppenlift im Außen- oder Innenbereich installiert werden?

  • dem Modell: Die Wahl des Lift-Modells beeinflusst die Einstellungen und Leistungen.

  • der individuellen Ausstattung

In Abhängigkeit von diesen Aspekten bewegen sich die Kosten für einen Treppenlift in einer recht großen Preisspanne. Erfahrungsgemäß liegt der Preis eines Sitzlifts bei einer geraden Treppe innerhalb des Hauses zwischen 4.000 und 10.000 Euro. Eine kurvige Treppe kann die Kosten auf bis zu 15.000 Euro erhöhen. Entsprechend teurer gestaltet sich die Anfertigung eines Plattform- oder Hubliftes. Darüber hinaus wird eine jährliche Wartung des Lifts empfohlen, deren Kosten zwischen 100 und 200 Euro liegen.

 

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Je nach Maßnahme unterstützen Bund und Länder die Finanzierung von barrierefreien Einrichtungen und Umbauten in einer Höhe von bis zu 4.000 Euro, wenn der Einbau eines Treppenlifts in Folge einer Pflegebedürftigkeit erforderlich ist. Gegebenenfalls beteiligt sich auch die KfW im Rahmen des Programms „Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss (455)" an den Kosten.

Neben dem Neukauf ist es zudem möglich, einen gebrauchten Treppenlift zu kaufen und dabei bis zu 50 Prozent der Kosten zu sparen. Tatsächlich gebraucht kauft man hier nur das Sitzgerät – denn das Fahrbahn- und Schienensystem muss individuell an das gegebene Wohnumfeld und die Treppensituation angepasst werden.

Benötigt man einen Treppenlift nur für einen bestimmten Zeitraum, beispielsweise aufgrund einer Operation am Bein, besteht darüber hinaus die Möglichkeit, ein Gerät zu mieten. Dabei hängen die Miethöhe, die Ratenzahlung sowie die Rücknahmebedingungen vom jeweiligen Anbieter ab. Grundsätzlich variieren die Kosten auch hier je nach Art des Treppenlifts und der Form der Treppe.

 

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Quelle: Redaktion seniorenportal.de
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