Anzeige


Testosteronmangel: Was "Mann" darüber wissen sollte

Pärchen mit Fahrrad.

Testosteron kann als das Männlichkeitshormon schlechthin bezeichnet werden. Es motiviert den Sexualtrieb, sorgt für Muskelaufbau und Kraft und hat auch bei der Geschlechtsreife eine tragende Rolle. In der Pubertät trägt Testosteron nämlich erheblich zum "Mannwerden" bei: So wachsen dadurch die Geschlechtsorgane und der Körper im Allgemeinen, die Spermien bilden sich und auch das männliche Erscheinungsbild prägt sich aus.

Testosteronmangel im Alter

Auch der erwachsene Mann benötigt das Hormon, damit eine gesunde Libido und Potenz entstehen können. Testosteron ist allerdings nicht nur für die Geschlechtsorgane wichtig, sondern auch für eine Vielzahl von anderen Vorgängen im Körper. So steigert es die Muskelkraft- und masse, stärkt die Knochen, reguliert den Fett- und Zuckerstoffwechsel und aktiviert die Talgdrüsen. Zudem spielt es auch bei der Vermehrung der roten Blutkörperchen eine große Rolle - das männliche Sexualhormon hat also wahrlich zahlreiche Aufgaben zu erfüllen. Das erklärt auch, warum ein Testosteronmangel beim Mann oftmals mit erheblichen Einschränkungen in Hinblick auf seine Lebensqualität und Gesundheit einhergeht.

Die Symptome eines Testosteronmangels

Gerade bei Männern über 40 macht sich häufig ein Testosteronmangel bemerkbar, da ab diesem Alter die Hormonproduktion in den Hoden abnimmt. Treten dann noch typische Lifestyle-Faktoren wie etwa zu wenig Bewegung, Nikotin, zu viel Alkohol, Stress oder auch eine Entzündung der Hoden auf, unterstützt dies den Testosteronmangel zusätzlich. Ab dem 80. Lebensjahr produziert ein Mann rund ein Drittel weniger Testosteron als noch in seinem besten Alter. Bei vielen Männern sinkt der Testosterongehalt im Blut dann sogar auf einen Wert von unter 12 nmol/l. Ärzte sprechen dann von einem altersbedingten Hypogonadismus, von welchem jeder fünfte Mann ab 50 und jeder vierte Mann ab 60 betroffen ist.

Zu den typischen Symptomen eines Testosteronmangels zählen:

  • Lustlosigkeit und eine schwache Libido
  • nachlassende Potenz
  • depressive Verstimmungen 
  • Schweißausbrüche
  • Leistungsschwäche, Müdigkeit und ein Vitalitätsverlust
  • Abbau von Muskelmasse
  • Zuwachs des Fettgewebes - insbesondere am Bauch 
  • trockene Haut und abnehmende Körperbehaarung 
  • Schlaf- und Konzentrationsstörungen

Die Risiken eines Testosteronmangels

Wenn ein Mann unter altersbedingtem Hypogonadismus leidet, treten verstärkt Gefahren wie beispielsweise das Metabolische Syndrom auf. "Das tödliche Quartett", wie es auch genannt wird, setzt sich aus den Faktoren Bauchfett, Bluthochdruck, erhöhten Cholesterinwerten und einer Insulinresistenz zusammen. Dadurch steigt das Risiko für Herzinfarkte, Diabetes sowie Schlafanfälle.

Die Behandlungsmöglichkeiten

Stellt ein Mann die genannten Symptome bei sich fest, sollte er vorsichtshalber einen Arzt aufsuchen, der eine zuverlässige Diagnose stellen kann. Besteht tatsächlich ein Hormonmangel, so wird der Arzt in der Regel ein Testosteronpräparat verschreiben. Vielfach werden Injektionen in den Gesäßmuskel verabreicht, wobei auch eine Verabreichung über die Haut durch ein Testosteron-Gel möglich ist. Ein solches Gel wird dann täglich auf die Schultern, die Oberarme und den Bauch aufgetragen und bietet den Vorteil, dass es durch die kontinuierliche Abgabe des Testosterons in den Blutkreislauf einen stabilen Hormonspiegel über 24 Stunden aufrecht erhalten kann. Zudem kann die Dosierung in Absprache mit dem behandelnden Arzt individuell angepasst werden. Neben Medikamenten kann und sollte "Mann" allerdings auch selbst etwas für sich und seinen Testosteronspiegel tun: Eine gesunde Ernährung ist dabei genauso hilfreich wie der Verzicht auf Genussgifte und übermäßigen Stress und auch ein Mehr an Bewegung kann nicht schaden.

 

Quelle: RatGeberZentrale
Bildquelle: djd/Testogel/thx

Suchmodule


Anzeige