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Die selbst gemachte Rente: eine verlässliche Strategie für den Ruhestand?

Wer sich im Ruhestand aus dem eigenem Vermögen eine monatliche Rente selbst auszahlen möchte, kann sich böse verrechnen. Die Gründe dafür? Niedrige Zinsen und ein unerwartet langes Leben.

Familienbild
© goodluz | Fotolia.com

Stellen Sie sich vor, Sie sind oder werden in absehbarer Zeit 65 Jahre alt, haben 100.000 Euro an Kapitalvermögen angespart und gehen davon aus, dass Sie 85 Jahre alt werden. Wie viel Geld werden sie jetzt monatlich zur Verfügung haben?

Vermutlich rechnen Sie ähnlich wie die Teilnehmer einer Marktforschung zu diesem Thema: Sie teilen das vorhandene Kapital durch die geschätzten restlichen Lebensjahre und das Ganze anschließend durch 12. In unserem Beispiel sieht dies also wie folgt aus:

(100.000 Euro : 20 Jahre) : 12 Monate = 416 Euro

Die monatliche Rente beträgt nach dieser vereinfachten Rechnung demnach 416 Euro.

Was passiert aber, wenn Sie 90, 95 oder gar 100 Jahre alt werden? Nach der gleichen simplen Formel sinkt die Rente natürlich ganz erheblich. Wenn die 100.000 Euro nicht zwanzig, sondern vierzig Jahre reichen müssen, stünden somit monatlich nur noch 208 Euro zur Verfügung. Eine Gleichung mit einer Unbekannten, die riskant werden kann. Im Fachjargon spricht man hier vom „Langlebigkeitsrisiko".

Die Laien-Rechnung – Langlebigkeit als Risiko

Ausgangssituation: Mann, 65 Jahre alt, 100.000 Euro Kapital - ohne Berücksichtigung von Inflation und Zinsen.

Die_selbst_gemachte_Rente_Grafik_1

Eine heute 65-jährige Frau hat eine 57,8%ige Wahrscheinlichkeit, 90 Jahre alt zu werden und eine knappe 15 %ige Wahrscheinlichkeit, den hundertsten Geburtstag zu erleben.

Wir leben also länger als wir denken – vor allem dank des medizinischen Fortschritts. Mit jedem Jahr, das wir „überleben", erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, noch älter zu werden. Doch die meisten Menschen unterschätzen ihre Lebenserwartung dramatisch. Als Folge davon muss das Kapital, das eigentlich 20 Jahre hätte abdecken sollen, plötzlich 30 oder mehr Jahre reichen.

Die Überlebenswahrscheinlichkeit – steinalt wird zur Regel

Selbst gemachte Rente Grafik 2

Das „Kopfkissen-Prinzip" – eine Gleichung mit vielen Unbekannten

Wer sein Geld auf ein Sparkonto packt und sich monatlich etwas abhebt, (auch „selbstorganisiertes Entsparen " genannt), hat also alles andere als eine sichere Rente.

Denn weil niemand wirklich weiß, wie alt er wird, ist es auch schwierig, sich eine angemessene Rente zuzuteilen. Wer seine verbleibende Lebenszeit unterschätzt, wird im hohen Alter möglicherweise mit einer sehr kleinen Rente auskommen müssen. Wer sie überschätzt, hat im Ruhestand vielleicht viel zu bescheiden gelebt.

Auch sonst ist die „Do-it-yourself"-Variante riskant. Warum?

1. Die Zinssätze der Bankdepots sind seit Jahren sehr niedrig und die Inflation verringert die Kaufkraft dieses Vermögens.

2. Gerade zu Beginn der Rentenzeit, wenn das Konto noch gut gefüllt ist, neigt manch einer dazu, sich größere Wünsche zu erfüllen. Die lange ersehnte Kreuzfahrt, der Kauf einer neuen Küche, der Oldtimer... Was vorne euphorisch entnommen wurde, fehlt aber am Ende oft schmerzlich, insbesondere dann, wenn Extrakosten, etwa durch eine auftretende Pflegebedürftigkeit, entstehen. Je länger man lebt, desto ungemütlicher kann es also später werden.

3. Auch das andere Extrem ist verbreitet: „Hilfe! Es muss noch lange reichen", mag der übervorsichtige Neu-Rentner denken – und gönnt sich fast nichts, obwohl er es könnte.

Fazit: Das Modell des selbstorganisierten Entsparens ist weit verbreitet, birgt aber viele Gefahren.

Flexible Renten – Ein Ausweg?

Die Finanzbranche hat die Zeichen der Zeit erkannt und stimmt ihre Angebote auf die Ziele, Wünsche und Anforderungen der Kundengruppe 55plus ab. Diese Kundengruppe erwartet vor allem eines: Verlässlichkeit und Sicherheit.

Sogenannte Flexible Renten erfüllen zum einen den Wunsch nach einem festen, regelmäßig ausgezahlten Einkommen und bedienen gleichzeitig das wichtige Sicherheitsbedürfnis. Denn der Kunde weiß in diesem Fall, was ihm monatlich zur Verfügung steht und kann ein Leben lang von diesem Einkommen profitieren.

Flexible Rente versus Kapitalentnahme durch Banksparplan

Die Vorteile einer Flexiblen Rente gegenüber einem Banksparplan liegen klar auf der Hand: Wenn bei einer immer gleichen Entnahmerate und Verzinsung das Kapital bei einem klassischen Bankentnahmeplan irgendwann aufgebraucht ist, fällt das regelmäßige Einkommen weg. Bei einer Flexiblen Rente dagegen übernimmt eine Versicherungsgesellschaft die Rentenzahlung, egal wie lange man lebt. Diese moderne Form der Kapitalanlage vereint das Beste aus beiden Welten: die Flexibilität einer Bankanlage mit der Sicherheit eines lebenslang garantierten Einkommens einer Versicherung.

Bei unabhängigen Ruhestandsplanern erhält man einen guten Überblick darüber, welche Produktlösungen in das persönliche Ruhestandskonzept passen.

 

Unser Angebot zum Thema Ruhestandsplanung im Deutschen Seniorenlotsen

 

Quelle: AEGON
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