Anzeige


Anzeigensonderveröffentlichung

Private Pflegeversicherung – drei Modelle in der Übersicht

Seit Januar 2017 ist das neue Pflegestärkungsgesetz in Kraft. Eine der wichtigsten Änderungen ist die Einstufung der Patienten in fünf Pflegegrade statt bisher in drei Pflegestufen.

Pflegerin kümmert sich um eine Seniorin.
©Alexander Raths | Fotolia.com

Von den neuen Pflegegraden profitieren vor allem demenzkranke Personen, die jetzt ein Anrecht auf Pflegeleistungen haben. Ebenfalls dazu gehören nun längerfristig psychisch Erkrankte oder Personen mit geistigen Behinderungen. Die Einstufung erfolgt nach der vorhandenen Selbstständigkeit und Alltagskompetenz und wird wie folgt vorgenommen:

  • Pflegegrad 1: Die Selbstständigkeit ist geringfügig eingeschränkt (12,5 bis unter 27 Punkte)
  • Pflegegrad 2: Die Selbstständigkeit ist erheblich beeinträchtigt (27 bis unter 47,5 Punkte)
  • Pflegegrad 3: Die Selbstständigkeit ist schwer beeinträchtigt (47,5 bis unter 70 Punkte)
  • Pflegegrad 4: Es liegt schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit vor
  • Pflegegrad 5: Bei schwerster Beeinträchtigung bestehen besondere Anforderungen an die Pflege (90 bis 100 Punkte)

Bei der Einstufung des Grades der Pflegebedürftigkeit werden folgende Module begutachtet und bewertet:

  • Mobilität
  • Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
  • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
  • Selbstversorgung
  • Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Je weniger selbstständig der Patient ist, desto mehr Punkte erhält er und entsprechend erfolgt die Einstufung mit steigender Punktzahl in den nächst höheren Pflegerad.

Wer sich frühzeitig um die Absicherung des Pflegefalls kümmert, vermeidet nicht nur Stress, sondert spart womöglich auch jede Menge Geld. Über folgende drei Modelle sollte sich daher jeder informieren.

  Lebensversicherer Krankenversicherer
  Pflegerente Pflegetagegeld Pflegekosten
Pflegekosten
Zahlung einer monatlichen Rente ab Eintritt der Pflegebedürftigkeit Zahlung eines festen Tagessatzes ab Eintritt der Pflegebedürftigkeit In den meisten Fällen nur Erstattung der nicht durch die GPV abgedeckten tatsächlichen Pflegekosten
Kunde kann frei über das Geld verfügen Kunde kann frei über das Geld verfügen In den meisten Fällen Leistungen nur zweckgebunden (Kostennachweis)
Art der Pflege (häuslich oder ambulant) spielt in der Regel keine Rolle Oft Unterschiede in der Leistung bei häuslicher oder stationärer Pflege Art der Pflege (häuslich oder ambulant) spielt in der Regel keine Rolle
Beiträge
Über die gesamte Dauer kalkulierte Beiträge; stabil während der gesamten Dauer der Beitragszahlung (1) Gerade für jüngere Versicherte zu Beginn relativ niedrig, aber ständige Überprüfung und Anpassung der Beiträge Gerade für jüngere Versicherte zu Beginn relativ niedrig, aber ständige Überprüfung und Anpassung der Beiträge
Oftmals flexible Beitragszahlung: laufend, abgekürzt, Einmalbeitrag oder auch kombinierte Beitragszahlung möglich Nur laufende und lebenslange Beitragszahlung möglich Nur laufende und lebenslange Beitragszahlung möglich
Dauer der Beitragszahlung
Ggf. abgekürzt, aber immer nur bis zum Eintritt des Pflegefalls Beiträge müssen manchmal auch nach Eintritt des Pflegefalls gezahlt werden Beiträge müssen auch nach Eintritt des Pflegefalls gezahlt werden
Beitragsfreistellung
Möglich, Versicherung wird dann mit reduzierter Nicht möglich Nicht möglich
Rückkauf
Bei vielen Gesellschaften vor Eintritt des Pflegefalls möglich Grundsätzlich ausgeschlossen Grundsätzlich ausgeschlossen
Eintrittsalter
Abschluss einer Police i.d.R. bis zum 75. Lebensjahr möglich Abschluss in höheren Alter nur bei wenigen Anbietern, meist bis maximal 65 Abschluss maximal bis zum 70. Lebensjahr möglich, meist nur bis 65
Definition Pflegefall

Zwei Modelle

a) nach SGB-Einstufung in gesetzlichen Pflegegrad

b) Punktesystem/ADL(2)-Kriterien

Fast ausschließlich lediglich nach SGB-Einstufung in gesetzlichen Pflegegrad Nur nach SGB Einstufung in gesetzlichen Pflegegrad
Todesfallleistung
Bei vielen Gesellschaften im Leistungsumfang eingeschlossen Nein Nein
Kündigungsrecht seitens Versicherer
Nicht möglich Versicherer verzichten meist auf das ordentliche Kündigungsrecht Versicherer verzichten meist auf das ordentliche Kündigungsrecht
Wartezeiten, Karenzzeiten
Wartezeiten bei einigen Gesellschaften vom Versicherten möglich

Karenzzeiten bei einigen Gesellschaften wählbar, die Dauer der Karenzzeit kann oftmals der Kunde bestimmen

Ein Teil der Gesellschaften verzichtet auf Warte- und Karenzzeiten Ein Teil der Gesellschaften verzichtet auf Warte- und Karenzzeiten
Gewinnbeteiligung
Versicherter ist über die gesamte Versicherungsdauer an den Gewinnen der Versicherung beteiligt Nein Nein
Kostenlose Assistanceleistungen
Bei den meisten Gesellschaften ist die Pflegerente mit umfangreichen, kostenlosen Assistanceleistungen ausgestattet Bei einigen Gesellschaften Vertragsbestandteil Bei einigen Gesellschaften Vertragsbestandteil
(1) Beitragsanpassung nur bei außergewöhnlichen Ereignissen wie Katastrophen oder Seuchen und nur mit Zustimmung eines Treuhänders möglich, wenn eine Erhöhung der Eintrittswahrscheinlichkeiten nicht absehbar war.
(2) ADL steht für Activities of daily living

 

Hier zum Video: Änderungen in der Pflegeversicherung

 

Quelle: IDEAL Lebensversicherung a.G.

 

 

Anzeigensonderveröffentlichung

Suchmodule


Anzeige