Zahnzusatzversicherung für Kinder und Enkelkinder

Die Frage, ob eine Zahnzusatzversicherung notwendig ist, stellen sich wohl alle Eltern. Lohnen sich die monatlichen Kosten für die Versicherung? Was kostet überhaupt eine kieferorthopädische Behandlung? Was übernimmt davon die Krankenkasse? Diese wichtigen Fragen gilt es zunächst zu beantworten.  

Der beste Schutz für Kinderzähne
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Ist eine Zahnversicherung für Kinder notwendig? 

Milchzähne von Kindern sind besonders empfindlich und benötigen eine gute Pflege. Gerade Milch oder Säfte greifen den Zahnschmelz stark an und verursachen Karies. Zähneputzen allein, reicht oft nicht aus um Karies zu verhindern. Treten einmal Probleme auf, leistet die gesetzliche Krankenkasse regelmäßig nur die Regelversorgung. Bei kieferorthopädischen Maßnahmen ist die Leistung zudem auf die KIG Stufen drei bis fünf eingeschränkt. Das bedeutet, dass erst ab einer schweren Zahn- oder Kieferstellung die Kosten übernommen werden.

Eigentlich erschreckend, wenn bedacht wird, dass jedes zweite Kind eine Zahnfehlstellung aufweist und im Laufe der Kindheit eine kieferorthopädische Maßnahme benötigt. Aus diesem Grund ist der Schwerpunkt einer Zahnzusatzversicherung für Kinder die kieferorthopädische Leistung. 

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Zahnzusatzversicherung für Kinder?

Eine Zahnzusatzversicherung für Kinder sollte frühzeitig abgeschlossen werden, solange noch keine angeratenen oder begonnenen Behandlungen bestehen. Bereits wenn ein Zahn unter Beobachtung steht, müssen die Kosten selbst getragen werden. In diesem Fall ist es sinnvoll noch vor dem ersten Zahnarztbesuch eine Zahnzusatzversicherung für Kinder abzuschließen.

Optimalerweise sollte die Zahnzusatzversicherung im Alter von zwei bis drei Jahren abgeschlossen werden – das ist genau das Alter, wenn die Milchzähne vervollständigt sind.

Je älter das Kind wird, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zahnfehlstellung oder Zahnproblemen diagnostiziert sind. Für die Zahnzusatzversicherung für das Kind ist es dann zu spät. 

Die wichtigsten Punkte zum optimalen Zeitpunkt einer privaten Zahnzusatzversicherung für Kinder

  • frühzeitiger Abschluss im Alter von zwei bis drei Jahren
  • vor einer Diagnose durch den Zahnarzt zu einer Kieferfehlstellung
  • optimal vor dem ersten Zahnarztbesuch (U-Heft Untersuchung)

Welche ist die beste Zahnzusatzversicherung für Kinder?

Genauso wie bei allen anderen Versicherungen, gibt es bei der Zahnversicherungen für Kinder unterschiedliche Leistungen, die diverse Zahn- und Kieferprobleme abdecken.

Es sind drei wesentliche Leistungen, die die Zahnzusatzversicherung für Ihr Kind auf jeden Fall beinalten sollte:

  • Prophylaxe
  • kieferorthopädische Maßnahmen
  • Zahnbehandlungen

Professionelle Zahnprophylaxe bei Kindern

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt zwei Mal im Jahr die „Basisprophylaxe“ für Kinder im Alter von sechs Jahren bis 18 Jahren. Diese bietet jedoch keinen rundum Schutz für die Zähne.

Einer der häufigsten Zahnproblemen bei Kindern ist die Fissurenkaries. Um der Fissurenkaries entgegenzuwirken, empfiehlt sich die Fissurenversiegelung. Viele Zahnzusatzversicherungen für Kinder, bieten diese Art der der professionelle Zahnprophylaxe an. Diese Fissurenversiegelung bietet sogar zwei bis vier Jahre sehr guten Schutz gegen die Fissurenkaries. Leider bezahlt die gesetzliche Krankenversicherung lediglich die hinteren Backenzähne (Molaren), obwohl die vorderen Backenzähne (Prämolaren) mindestens den gleichen Schutz benötigen.

Zahnbehandlungen

Manchmal benötigen Kinder schon in jungen Jahren Zahnbehandlungen, welche gute private Zahnzusatzversicherung für Kinder zu 100 Prozent erstatten.  Beispielsweise sind für Füllungen die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung auf eine Regelversorgung begrenzt (Amalgam). Dagegen leistet die private Zahnzusatzversicherung für Kinder sehr hochwertige Materialien wie beispielweise Kunststoff. Die Kosten für weitere Zahnbehandlungen wie Parodontose- oder Wurzelbehandlungen übernimmt eine gute Zahnzusatzversicherung für Kinder ebenfalls komplett. 

Kieferorthopädische Maßnahmen

Die wichtigste Leistung für Ihre Kinder – denn eine Zahnspange kostet richtig Geld. Die gesetzliche Krankenkasse entscheidet mittlerweile anhand von fünf kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG), ob die Kosten für die Behandlung übernommen werden. Besteht nur eine schwache Fehlstellung des Kiefers (KIG 1 oder KIG 2), müssen die Eltern die gesamten Kosten für die Zahnspange und Behandlung selbst tragen. Bei einer stärkere Fehlstellung, also KIG 3 bis KIG 5, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die medizinisch notwendige Grundversorgung der Behandlung.

Durch Abschluss einer privaten Zahnzusatzversicherung für Kinder können die gesamten Kosten für eine hochwertige Behandlung abgesichert werden. Dazu gehören beispielsweise die Kosten für unsichtbare Zahnspangen oder Kunststoff-Brackets. Lediglich, wenn eine Behandlung nicht medizinisch notwendig, sondern rein ästhetischer Natur ist, sind die Kosten selbst zu tragen. 

Wie hoch sind die Kosten für eine Zahnzusatzversicherung für Kinder?

Eine sehr gute Absicherung der Kinderzähne kostet zwischen 12 und 20 Euro pro Monat. Es gibt auch günstigere Tarife, die dann jedoch teilweise enorme Leistungseinschränkungen beinhalten. Wichtig ist es, vor Abschluss der Zahnzusatzversicherung die verschiedenen Tarife miteinander zu vergleichen und bestenfalls einen darauf spezialisierten Experten wie Zahnversicherung-Online  zu rate zu ziehen. 

 

Quelle: Daniel Seeger, Experte für Zahnzusatzversicherungen


 


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