Sturzprophylaxe – Risikofaktoren erkennen, Maßnahmen ergreifen

Ob abnehmende Muskelkraft, chronische Krankheiten oder Stolperfallen in den eigenen vier Wänden – die Anzahl möglicher Ursachen für Stürze im Alter ist groß. Daher ist es wichtig, frühzeitig Risikofaktoren zu erkennen. Denn nur so können geeignete Maßnahmen für eine wirksame und nachhaltige Sturzprophylaxe getroffen werden.

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1. Was versteht man unter einer Sturzprophylaxe?

2. Warum ist eine Sturzprophylaxe wichtig?

3. Wie gefährlich ist ein Sturz im Alter?

4. Wann besteht ein erhöhtes Risiko zu stürzen?

5. Sturzprävention: Welche Sturzrisikofaktoren gibt es?

5.1. Wie können Stürze im Alter verhindert werden?

5.2. Wie können Stürze im Badezimmer verhindert werden?

5.3. Wie können Stürze in der Küche verhindert werden?

5.4. Wie können Treppenunfälle im Alter verhindert werden?

6. Welche Übungen zur Sturzprophylaxe gibt es?

7. Werden die Maßnahmen zur Sturzprophylaxe durch Zuschüsse finanziell unterstützt?


1. Was versteht man unter einer Sturzprophylaxe?

Ziel einer Sturzprophylaxe ist es, das Risiko eines Sturzes zu minimieren. Da vor allem Stürze im Alter erhebliche Folgen mit sich bringen können, gilt es, frühzeitig präventive Maßnahmen einzuleiten. Hierzu dient die Sturzprophylaxe: Diese umfasst alle Maßnahmen zur Vermeidung von Stürzen. In einem ersten Schritt müssen alle potenziellen Sturzursachen erkannt werden. Diese sind sehr individuell, da sowohl personenbezogene als auch umweltbezogene Risikofaktoren bei einem Sturz eine Rolle spielen. In einem weiteren Schritt müssen geeignete Maßnahmen zur Sturzprävention ein- und umgesetzt werden. Neben dem Beseitigen der umgebungsbedingten Gefahrenquellen stehen hier vor allem körpereigenes Training und das Training im Umgang mit Hilfsmitteln im Fokus.

2. Warum ist eine Sturzprophylaxe wichtig?

Mit zunehmendem Alter nimmt auch die Wahrscheinlichkeit gefährlicher Stürze zu. Denn im Falle eines Sturzes ist der Bewegungsapparat nicht mehr in der Lage, schwerwiegende Verletzungen durch richtiges Abfangen zu verhindern. Die Sturzprävention dient der Beratung der Betroffenen sowie der Angehörigen und der darauffolgenden Beseitigung möglicher Gefahren wie glatte Flächen oder abstehende Teppichkanten. Es stehen dementsprechend vorbeugende Maßnahmen im Zentrum der Sturzprophylaxe. Wichtig ist eine solche Prävention, da die Folgen eines Sturzes großen Einfluss auf das Leben der Betroffenen haben können. Grundsätzlich dauert der Heilungsprozess von Verletzungen bei älteren Menschen deutlich länger als bei Jüngeren. Deswegen folgen auf einen Sturz häufig lange Medikamenteneinnahmen, Krankengymnastik und im ungünstigsten Falle zumindest eine temporäre Pflegebedürftigkeit. Um auch im hohen Alter autonom leben zu können, sollte das Eigenheim mittels Sturzprophylaxe barrierefrei gestaltet werden. 

3. Wie gefährlich ist ein Sturz im Alter?

Laut einer Studie des Statistischen Bundesamts starben 2019 fast viermal mehr Menschen an einem häuslichen Unfall als an einem Verkehrsunfall. Insgesamt 12.436 Menschen verunglückten binnen eines Jahres in den eigenen vier Wänden. Ganze 91 Prozent davon waren 65 Jahre oder älter.  Diese Zahlen verdeutlichen die Gefahren eines Sturzes im Alter und die Dringlichkeit eines barrierefreien Wohnraums. Bereits ab dem 55. Lebensjahr lässt sich ein deutlicher Zuwachs an Haushaltsunfällen verzeichnen. Stürze gelten dabei nach wie vor als die häufigste Unfallursache. Aufgrund der abnehmenden Reaktions- und Balancefähigkeit steigt das Sturzrisiko im Alter deutlich an. 

Ein Sturz kann verschiedene Folgen mit sich bringen: Während die meisten Stürze mit Prellungen und Schürfungen glimpflich ausgehen, können Frakturen – vor allem ein Oberschenkelhalsbruch – zu einer langfristigen körperlichen Beeinträchtigung führen. Trotz der unfallchirurgischen Versorgung erschwert eine solche Hüftfraktur die Mobilität und die Selbstständigkeit des Betroffenen meist dauerhaft. Schlimmstenfalls kann eine derartige Sturzverletzung zur Pflegebedürftigkeit führen. Doch auch leichtere Verletzungen wie Verstauchungen und Platzwunden schränken die Unabhängigkeit in den eigenen vier Wänden zeitweise ein.

Selbst, wenn keine physischen Sturzfolgen erkennbar sind, leiden ältere Menschen an den psychischen Folgen eines Sturzes. Betroffene entwickeln Ängste vor einem erneuten Sturz und verlieren das Selbstvertrauen in ihre eigene Beweglichkeit. Infolgedessen wird die eigene Bewegung eingeschränkt und die sozialen Kontakte reduziert. Die psychischen Folgen eines Sturzes dürfen deshalb keinesfalls unterschätzt werden.

4. Wann besteht ein erhöhtes Risiko zu stürzen?

Insbesondere Senioren mit bestehenden Vorerkrankungen sind sturzgefährdet. Denn durch Gleichgewichtsstörungen, Verwirrtheit oder auch durch Medikamentennebenwirkungen nimmt die Reaktionszeit der Betroffenen drastisch ab. Im Rahmen der Sturzprophylaxe muss zudem ein besonderes Augenmerk auf Demenzkranke gelegt werden. Sowohl durch die medikamentöse Behandlung als auch durch die verringerte mentale Fähigkeit, Gefahrensituationen richtig einzuschätzen, kommt es zu einem erhöhten Auftreten von Stürzen. Doch auch gesunde ältere Menschen sind vor dieser Gefahr nicht bewahrt. Grundsätzlich sollte sich im hohen Alter mit der Sturzprophylaxe auseinandergesetzt werden, um die individuellen Gefahrenquellen frühzeitig zu erkennen.

Häufig ist es die Angst der Betroffenen selbst, einen Sturz zu erleiden, die das Sturzrisiko erhöht. Da eine solche Sturzangst erfahrungsgemäß in einer selbstbestimmten Einschränkung der Mobilität der Betroffenen mündet, sodass diese nur noch ungern die eigene Wohnung verlassen, entwickelt sich ein Teufelskreis. Denn weniger Bewegung bedeutet Muskelabbau und zunehmende Bewegungsunfähigkeit, wodurch wiederum das Risiko eines Sturzes im Alter deutlich wächst.

5. Sturzprävention: Welche Sturzrisikofaktoren gibt es?

Um eine erfolgreiche und nachhaltige Sturzprophylaxe umsetzen zu können, müssen vorab alle potenziellen Sturzrisikofaktoren ermittelt werden. Bei der Betrachtung der Risikofaktoren eines Sturzes wird im Allgemeinen zwischen intrinsischen (personenbezogenen) und extrinsischen (umweltbezogenen) Faktoren unterschieden.

Bei den intrinsischen Risikofaktoren ist der Mensch selbst die Gefahrenquelle. Grund dafür sind körperliche Einschränkungen wie Seh-, Gleichgewichts- und Gangstörungen. Doch auch plötzliche Erkrankungen wie ein Herzinfarkt oder Schlaganfall zählen zu häufigen Sturzursachen. Daneben können auch Angst, Unruhe und Depression – folglich psychische Einflüsse – mögliche Risikofaktoren darstellen. Klagt eine Person über andauernden Schwindel und ist möglicherweise bereits einmal gestürzt, besteht eine erhöhte Gefahr, da weitere Stürze folgen können.

Extrinsische Risikofaktoren bezeichnen dagegen diejenigen Sturzrisikofaktoren, deren Gefahr in der Umwelt der Betroffenen zu finden ist. Hierbei sind vor allem Stolperfallen, wie umherliegende Kabel, schlecht erkennbare Stufen und nasse Treppen zu nennen. Aber auch Faktoren, die das Sehvermögen beeinträchtigen, wie schlechte Lichtverhältnisse oder ein fehlerhafter Gebrauch von Brillen sollten beachtet werden. Das Ziel der Sturzprophylaxe ist es, jegliche Sturzrisikofaktoren zu ermitteln und zu beseitigen.

5.1. Wie können Stürze im Alter verhindert werden

Bei Senioren ereignen sich Stürze bei alltäglichen Handlungen, wie der Toilettenbenutzung oder beim Aufstehen. Daher ist es besonders wichtig, das Eigenheim bei der Umsetzung der Sturzprophylaxe barrierefrei und somit sturzsicher zu gestalten. Durch das Beseitigen von Stolperfallen, das Sichtbarmachen von Türschwellen, das Entfernen loser Teppiche und das Ausbauen der Beleuchtung kann einem Sturz vorgebeugt werden. Außerdem sorgen Handläufe und Handgriffe für die nötige Stabilität beim Gehen. Neben diesen umgebungsbezogenen Faktoren sollte im Zuge der Sturzprophylaxe auf angemessene Kleidung geachtet werden. Zu lange Hosen, rutschige Socken oder unpassendes Schuhwerk erhöhen das Risiko eines Sturzes. Um ein Sturzrisiko überhaupt erkennen zu können, sollten Augen und Ohren untersucht werden, um eventuell eine Brille oder ein Hörgerät  als Hilfsmittel einzusetzen. Überdies können Mobilitätshilfen zur Sturzprävention dienen. Bestenfalls sollte man sich individuell beraten lassen, ob ein Gehstock, ein Gehbock oder ein Rollator zu mehr Sicherheit verhelfen kann. 

Des Weiteren empfiehlt sich die Nutzung innovativer Haustechnik zur Prävention von Stürzen. Die moderne Haus- und Gebäudetechnik schafft nicht nur mehr Komfort, sondern auch eine deutlich erhöhte Sicherheit. Beispielsweise verhelfen Steckdosen mit Orientierungsleuchten in der Dunkelheit zu einer indirekten Beleuchtung des Laufwegs, wodurch Stürze verhindert werden können. Da mit zunehmendem Alter neben der allgemeinen Beweglichkeit auch das Sehvermögen nachlässt, fällt Senioren die Orientierung im Dunkeln besonders schwer. Die Steckdosen mit integrierter Lichtleiste schalten sich in der Dunkelheit automatisch ein und beleuchtet dezent Flure, Durchgangsräume oder Treppen. Durch das Schaffen von Orientierung und das Sichtbarmachen von Stolperfallen kann das Risiko zu stürzen vermindert werden. Zusätzlich empfiehlt sich die Anbringung von beleuchteten Lichtschaltern. Außerdem eignen sich Automatikschalter zur Sturzprophylaxe, da eine sichere Lichtsteuerung ohne vorheriges Suchen nach dem Lichtschalter ermöglicht wird. Durch einen Zentralschalter im Schlafbereich muss vor dem Zubettgehen nicht mehr kontrolliert werden, ob in jedem Raum Licht und Geräte ausgeschaltet sind.

Daneben kann auch die Installation eines Assistenz-Systems, auch Smart Home genannt, im Rahmen der Sturzprävention sinnvoll sein. Durch das sogenannte „Ambient Assisted Living" können beispielsweise Lichter, Jalousien und die Raumtemperatur digital per App oder Sprachsteuerung gesteuert werden. Zusätzlich verfügen derartige Systeme über unterschiedliche Notrufsysteme, wodurch innerhalb von Sekunden Hilfe benachrichtigt werden kann. So arbeiten im Falle eines Sturzes Sturzdetektoren mit den Hausnotrufsystemen zusammen und alarmieren Angehörige, Pflegende oder den Rettungsdienst automatisch. Senioren können sich dadurch sicher sein, dass ihr Unfall bemerkt wird und Hilfe unterwegs ist. Im Allgemeinen sollte während der Sturzprophylaxe über die Installation eines Hausnotrufs nachgedacht werden, falls sich trotz der vorbeugenden Maßnahmen ein Sturz ereignen sollte.

5.2. Wie können Stürze im Badezimmer verhindert werden?

Da ältere Menschen oftmals im Badezimmer stürzen, gilt es auch besonders hier, Maßnahmen zur Sturzprophylaxe zu treffen. Bereits kostengünstige Badehilfen können dazu beitragen, Stürze im Alter zu vermeiden. Die glatten Fußböden sollten stets trocken gehalten werden. Im Badezimmer sind dazu Antirutschmatten für Fließen, Badewannen und Duschen empfehlenswert. Eine Kombination aus Sturzprophylaxe und Hausnotruf findet sich in der sogenannten Sensormatte: Die Matte schützt nicht nur vor dem Ausrutschen, sondern erkennt im Falle eines Sturzes den Notfall und benachrichtigt Angehörige, Pflegende oder den Notdienst. Um Betroffenen die Möglichkeit zu geben, sich sicher abstützen zu können, sind Griffmöglichkeiten in Wannen, Duschen und Toiletten sowie Ein- und Ausstiegshilfen geeignet. Zur Sturzprophylaxe eignen sich zudem rutschfeste Duschhocker und Duschstühle. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schwindel sollte sich zur Vermeidung von Stürzen während der Körperpflege hingesetzt werden. Für die Badewanne ist ein Badewannenbrett, ein drehbarer Badewannensitz, ein Badekissen oder ein Badewannenlift empfehlenswert. Daneben minimiert eine ebenerdige Dusche das Risiko zu stolpern und schafft gleichzeitig eine höhere Bewegungsfreiheit und mehr Komfort. Im Allgemeinen verhilft ein altersgerechtes und flexibles Badezimmer nicht zuletzt für ein Gefühl der Selbstständigkeit und Unabhängigkeit.

5.3. Wie können Stürze in der Küche verhindert werden?

Stürze in der Küche können verhindert werden, indem auf freie Laufwege und ordentliche Arbeitsflächen geachtet wird. Doch auch das Bücken oder Strecken nach den nötigen Küchenutensilien erfordert Kraft und Anstrengung. Um Stürze im Alter zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Küche durch einen Umbau so barrierefrei wie möglich zu gestalten. Komfort und Sicherheit bietet beispielsweise eine höhenverstellbare Küche, deren Herd, Arbeitsfläche und Spüle je nach Körpergröße und Verwendung verstellt werden kann. Es gibt viele Möglichkeiten, eine Küche hinsichtlich einer nachhaltigen Sturzprophylaxe komfortabler und sicherer zu gestalten.  

5.4. Wie können Treppenunfälle im Alter verhindert werden?

Die häufigste und gleichzeitig gefährlichste Sturzursache bei älteren Menschen ist das Treppensteigen. Denn Treppenstürze führen oftmals zu schweren Verletzungen, wie Knochenbrüchen und Hirnblutungen. Derartige Sturzfolgen können zu einer kurzfristigen oder im schlimmsten Fall zu einer langfristigen Pflegebedürftigkeit führen. Eine wachsende Unsicherheit in Kombination mit Gleichgewichts- und Sehschwierigkeiten lassen Treppen zu einem wahren Kraftakt für Senioren werden. Deshalb wird zu griffsicheren Handläufen, wenn möglich beidseitig, geraten. Der Rutschgefahr kann durch Treppenstufenmatten und der Sehschwierigkeit durch eine angemessene Treppenbeleuchtung entgegengewirkt werden. Falls ein erhöhtes Sturzrisiko für den Betroffenen besteht, sollte im Rahmen der Sturzprophylaxe über die Anbringung eines Treppenlifts oder einer Treppensteighilfe nachgedacht werden.

6. Welche Übungen zur Sturzprophylaxe gibt es?

Eine regelmäßige körperliche Betätigung steht bei der Prävention von Stürzen im Fokus. Mit speziellen Übungen zur Sturzprophylaxe wird gezielt die Kraft, das Gleichgewicht und das Reaktionsvermögen des Betroffenen gefördert. Dies führt zu einer Stärkung der Muskulatur und einer höheren Beweglichkeit. Zusätzlich stabilisieren Übungen zur Sturzprävention die Standfestigkeit und stärken das Selbstvertrauen. Bei Krankheiten, die einen negativen Einfluss auf die Bewegungsfähigkeit haben, beispielsweise Arthrose, Multiple Sklerose, Schlaganfall oder Morbus Parkinson, kann ein individuell auf den Patienten abgestimmtes Training zu mehr Mobilität verhelfen. Auch die Sturzangst der Betroffenen kann durch körperliches Training behandelt werden.

Falls es Unsicherheiten bezüglich geeigneter Trainingsübungen zur Sturzprophylaxe gibt, kann man sich professionell beraten lassen. Es werden Kurse zur Sturzprävention angeboten, in denen Physiotherapeuten oder ausgebildete Sturzprophylaxe-Trainer die Übungen begleiten. Um Stürze im Alter zu vermeiden, kann man außerdem einfache Übungen in seinen Alltag integrieren. Hören Sie hierbei jedoch auf ihr eigenes Körpergefühl und zwingen Sie sich nicht zum Training. Schon zwei kurze Trainingseinheiten die Woche können zur Sturzprophylaxe beitragen, indem die Muskulatur sowie das Reaktions- und Gleichgewichtsvermögen gestärkt werden. Durch die folgenden zwei Alltagsübungen kann Ihre Kraft und Balance gesteigert werden:

Übung 1: Hüftbeuger: stärkt Hüft-, Gesäß-, Oberschenkelmuskultur

  1. Für diese Übung wird lediglich ein Stuhl benötigt. Gewichtsmanschetten für die Fußgelenke sind optional. Stellen Sie sich hinter den Stuhl, sodass Sie sich mit einer Hand an der Stuhllehne festhalten können.
  2. Nun heben Sie ein Knie in Richtung Brust so hoch, dass sich Ihr gehobener Oberschenkel in einem rechten Winkel zu Ihrem Standbein befindet. Wichtig ist, dass Sie ihre Taille stabilisieren und nicht abknicken. Außerdem achten Sie darauf, dass Sie beim Heben des Beines die Fußspitze nach oben ziehen.
  3. Nach kurzem Halten können Sie das Bein langsam wieder absetzen. Dann wechseln sie das Standbein und Wiederholen die Übung mit dem anderen Bein. Je fünf bis zehn Wiederholungen pro Bein.

Übung 2: Schulterpresse: stärkt Trizeps- und Schultermuskultur

  1. Für diese Übung benötigen Sie leichte Hanteln. Alternativ können Sie auch zwei kleine Wasserflaschen benutzen. Setzen Sie sich gerade auf einen Stuhl, jedoch ohne sich anzulehnen.
  2. Heben Sie beide Hanteln gleichzeitig so hoch, dass sie sich seitlich ihres Körpers ungefähr auf der Höhe Ihrer Schultern befinden. Führen Sie nun die Hanteln langsam und kontrolliert nach oben, bis die Ellenbogen gestreckt sind und sich die Hanteln über Ihrem Kopf befinden.
  3. Auf dem gleichen Weg können Sie die Hanteln langsam wieder herunterführen. Sammeln Sie kurz wieder Kraft und wiederholen Sie die Übung zehnmal.


Quelle: Körperwerk Training & Therapie 


7. Werden die Maßnahmen zur Sturzprophylaxe durch Zuschüsse finanziell unterstützt?

Durch finanzielle Zuschüsse lassen sich oftmals ein Teil der anfallenden Kosten einer Sturzprophylaxe decken. Dabei ist es wichtig, sich vor Beginn der Umbaumaßnahmen mit den verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen. Sowohl die Kranken- und Pflegekassen als auch Bund und Länder bieten für eine nachhaltige Sturzprävention eine finanzielle Unterstützung.

Beispielsweise fallen Mobilitätshilfen, Griffhilfen, Hör- sowie Sehhilfen und auch Bade- und Duschhilfen unter die Leistungspflicht der Krankenkassen. Mehr als 30.000 Hilfsmittel sind im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkasse aufgelistet. Daneben werden auch Kurse zur Sturzprävention von der Krankenkasse mitfinanziert.

Wer zur Verhinderung von Stürzen größere Umbaumaßnahmen plant, kann einen Zuschuss bei der Pflegekasse beantragen. Pflegebedürftigen der Pflegegrade 1 bis 5 bietet die Pflegekasse im Rahmen der „Wohnumfeldverbessernden Maßnahmen" Zuschüsse von bis zu 4.000 Euro. Wie hoch der Zuschuss im Einzelfall ausfällt, wird von der individuellen Situation abhängig gemacht. Wie der Name verrät, unterstützt die Pflegekasse damit Maßnahmen, die das Wohnumfeld eines Pflegebedürftigen nachhaltig verbessern. Dazu zählen beispielsweise der barrierefreie Küchen- und Badumbau sowie die Installation eines Treppenlifts.

Des Weiteren fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Umbaumaßnahmen zur Sturzprophylaxe. Durch die Beantragung des Förderprodukts „Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss" der KfW kann die Sturzprävention mit bis zu 6.250 Euro finanziell unterstützt werden. Alternativ bietet das Förderprodukt „Altersgerecht Umbauen – Kredit" einen Kredit von bis zu 50.000 Euro für barrierefreie Umbaumaßnahmen. Auch für Förderprodukte der KfW müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Weitere Informationen finden Sie unter der Detailseiten der KfW.

Ebenso fördern Bund und Länder Sturzprophylaxe-Maßnahmen, indem sie Zuschüsse für ein barrierefreies Wohnen anbieten. Je nach Bundesland haben Personen unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf den Erhalt von Fördermitteln. Auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie können sich Interessierte in der Förderdatenbank einen ersten Überblick über die Inhalte und die Bewilligungskriterien verschaffen.


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