Forum Computer, Internet und Fotos Linux und seine Derivate Vergleich populärer Linux-Distributionen

Linux und seine Derivate Vergleich populärer Linux-Distributionen

det
det
Mitglied

Vergleich populärer Linux-Distributionen
geschrieben von det
Die Computerzeitschrift c't bringt im aktuellen Heft 19/14 einen Vergleich der bekanntesten Linux-Distributionen. Verglichen werden Ubuntu 14.04 LTS, Debian GNU Linux 7.6 Wheezy Seite, OpenSuse 13.1, Fedora 20, Arch Linux und Linux Mint 17. Die Gegenüberstellung umfaßt verschiede Kriterien von Installation und Software-Ausstattung, wie Aktualität, Hardware-Kompatibilität und die Verfügbarkeit unfreier Software.

det
hinterwaeldler
hinterwaeldler
Mitglied

Re: Vergleich populärer Linux-Distributionen
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf det vom 01.09.2014, 10:28:01
Bedauerlich ist aus meiner persönlichen Sicht, das der Artikel nicht in voller Länge gelesen werden kann. Aber Redaktionen leben nun mal vom Verkauf von Zeitschriften.

Im deutschsprachigen Raum sind Ubuntu und OpenSuse die Favoriten. Anlauf um in diesen elitären Kreis aufzusteigen nimmt neuerdings auch Linux Mint. Warten wir ab, ob es dieser Debian-Ableger schafft. Linux Mint soll sehr viel Ähnlichkeit mit WinXP haben und will damit die Win-Aussteiger ansprechen. Kommt ebissl spät, aber immerhin.

Der Vorzug in DE hat weniger mit der Funktionalität, sondern viel mehr mit dem Support in den Foren zu tun. Wobei Ubuntu es den Umsteigern besonders einfach macht. Für höhere Ansprüche ist OpenSuse gedacht. Trotzdem dürfen alle Willigen zuerst die Funktion auf ihrer Hardware mit einer Live-CD/DVD/Stick ausprobieren. Das ist inzwischen bei allen Derivaten Standard geworden. (Wer Probs hat, dem wird geholfen)

Der größte Unterschied aus meiner Sicht sind die Benutzeroberflächen. Durchgesetzt haben sich für den Desktop-PC KDE, für den Laptop Gnome und für ältere Hardware Xfce.

Wer nach Software für Linux sucht, wird auf solchen Seiten wie http://kde-apps.org/ findig. Betriebssysteme mit YasT als Systemmanager, so wie OpenSuse, haben zudem noch die Möglichkeit die infrage kommende Software offline aus einer Liste auszuwählen. Diese Liste wird bei jedem Aufruf des Installers aktualisiert.

Und bei jedem Start des Betriebssystems werdet ihr überdies informiert, ob es Updates (auch für alle installierten Programme) oder Sicherheitsupdates gibt, die zwingend installiert werden sollten.

Immer wieder tot gesagt, trotzdem durchdringt, meist völlig unbemerkt, Linux immer mehr unser ganzes Leben. Keiner denkt mehr darüber nach, das das Androit-Betriebssystem ein Ableger von Linux ist. Aber auch in Projekten, die wir als exotisch bezeichnen, wird von diesem Betriebssystem Gebrauch gemacht.

PC-Welt hat den Anwendungsmöglichkeiten von Linux und seinen Deviraten einen längeren Artikel gewidmet und 10 Beispiele aufgezählt, in denen M$ und äppl der Rang abgenommen wurde: Die eierlegende Wollmilchsau - Exotische Projekte, die auf Linux-Basis laufen

Noch etwas ganz wichtiges:
Wenn ihr Linux installieren wollt und vor der Frage steht, ob 32 oder 64 Bit, dann orientiert euch in erster Linie am verbauten RAM-Speicher. 64Bit laufen zwar auch auf vier oder weniger GByte RAM, aber sie werden erst oberhalb der 4GByte-RAM-Grenze sinnvoll.

Wer gar einen Neukauf plant und mit Linux liebäugelt, sollte grundsätzlich einen PC ohne Betriebssystem wählen. Jeder seriöse Händler wird das akzeptieren und er ist kostengünstiger. Statt dessen könnt ihr für das eingesparte Geld euch eine besser Hardware leisten.
Übrigens sind diese Systeme immer mit einem FreeDOS ausgestattet, so das die Funktionsfähigkeit der Hardware überprüft werden kann.
Eufip
Eufip
Mitglied

Re: Vergleich populärer Linux-Distributionen
geschrieben von Eufip
als Antwort auf hinterwaeldler vom 08.09.2014, 10:28:01
Man muss sich noch nicht einmal im sogenannten Entweder-Oder entscheiden,
... denn so gross ist der Preisvorteil für einen Computer ohne Betriebssystem nun ja auch wieder nicht. Die Festplatten sind mittlerweile ja gross und billig.

Ich habe seit Jahren meine Laptops partitioniert und damit verwendbar
für beide Betriebssysteme nebeneinander,
derzeit also Windows 10 neben Ubuntu 14.04 LTS.

Das funktioniert so problemlos.

Denn ich halte Ubuntu für weniger stressig, es startet schneller, fährt schneller zurück;
braucht wenig Speicherplatz, ist im Internetbetrieb wohl auch sicherer
als Windows.
Und ... es fehlt der Stallgeruch, dass man sich Windows-Lobbyismus nicht mehr
entziehen könnte.

Die Partitionierung und die Installation von Ubuntu geht schnell vonstatten !

Allerdings: Nicht jeder neue Drucker oder Scan funktioniert gleich unter Ubuntu, ohne fummelige manuelle Installation, die Fachwissen erfordert; solange die Herstellerprogramme (noch) fehlen (z.B. bei Brother).

Ein älteres Laptop läuft auch immer noch flott unter aktuellem Ubuntu.
Die jeweilige LTS = Langzeitversion hat Support für 5 Jahre, ist leicht und kostenlos zu aktualisieren.

Windows scheint besser zu sein für Büroarbeiten an sich.

Aber ... selbst alte Windows - Dateien, von denen das aktuelle Windows
in Home - Version schon über Jahrzehnte längst nichts mehr wissen wollte oder will,
laufen bemerkenswerterweise unter Ubuntu mit dem Programm Vine!!!!
Ein Schelm, der sich etwas dabei denkt.

Indessen deckt nun einmal Ubuntu nicht alle Funktionen ab,
die Windows - dann wieder eher zuviel + überfrachtet - mitbringt, die man im alltäglichen Betrieb aber nur selten oder gar nicht braucht.

Anzeige