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Reisen Große Freiheit Wohnmobil

Bandagenanderl
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Große Freiheit Wohnmobil
geschrieben von Bandagenanderl

Besonders jetzt in der Corona-Zeit wird die große Freiheit heftig beworben. Bilder von alleinstehenden Wohnmobilen in Wald, Feld und an Stränden zieren die Prospekte. Leider fehlt weitgehend die Aufklärung dazu, dass die Bilder nur der Werbung dienen und solches Verhalten für die Wohnmobilisten weitgehend verboten ist.
 Ich weiß von was ich rede, denn ich bin selber seit 40 Jahren mit dem Wohnmobil in Europa unterwegs. Die Ordnung in diesem Reisesektor ist dahingegangen. Man biegt sich die Rechte, wie z.B. das "Jedermannsrecht" in Norwegen hin, wie man es gerade braucht. 
Ich verstehe natürlich den Drang nach individueller Freiheit, noch dazu, wenn man gerade eine Menge Geld dafür ausgegeben hat und möchte nicht mit gleichgesinnten auf Campingplätzen und ausgewiesenen Stellplätzen stehen. Doch da ist eben auch die andere Seite deren Wege zugeparkt werden oder deren Wiesen zu Nachtruheplätzen umfunktioniert werden. Ganz zu schweigen von diversen Hinterlassenschaften. 
 Inzwischen gaben einige Wohnmobilreisende aus meinem Bekanntenkreis ihr Hobby bereits auf, weil sie wegen der Untugenden anderer verbal angegriffen wurden und inzwischen nicht mehr mit einem Teil der Wohnmobilisten "in einen Sack geworfen werden wollen". 
 Scheinbar sägt die Werbung in diesem Sektor langsam den Ast ab, auf dem der Vertrieb sitzt.

Anderl       

Woschi2
Woschi2
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RE: Große Freiheit Wohnmobil
geschrieben von Woschi2
als Antwort auf Bandagenanderl vom 30.04.2021, 11:51:02

Hallo Anderl, die Sünder, die Du da beschreibst, sind glaube ich vor allem in den Leuten zu finden, die sich ein Wohnmobil einmal ausleihen - denn die Besitzer gehen , so meine Erfahrung, doch sehr pfleglich mit dem eigenen Mobil und auch mit den Plätzen u, auf denen sie verweilen.
Freunde von mir haben in Süddeutschland einen Camper-Verleih, da hatte ich vor einigen Jahren ein Fahrzeug gemietet und bin mit meiner Schwester entlang der Ostseeküste und zur  "Strasse des Lebens" , Karelien und dem Ladoga-See gefahren. Wir haben dort das grab nseres Onkels, dem Bruder meines Vaters, besucht - er selbst hat diese Reise leider nicht mehr machen könne. Ich bin als einzige gefahren, was in Russland ganz schön aufregend sein kann .- die Plätze, auf denen wir übernachteten, waren überraschend gut ausgestattet und sauber nd wir haben uns immer sicher gefühlt -  so mit offenen Fenstern und Decken klappe hätte ich mich in D nicht getraut, zu übernachten :-) Und dann die Menschen - alle waren so gastfreundlich und wir wurden geradezu "beschützt" und umsorgt, wenn sie merkten, dasss wir 2 Mädels alleine waren und meine Schwester damals schon sehr unter ihrer MS lit und meist meine Hilfe brauchte. 
Wer diesen Teil Europas noch nicht kennt - nichst wie hin! Es ist wunderschön

Bandagenanderl
Bandagenanderl
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RE: Große Freiheit Wohnmobil
geschrieben von Bandagenanderl
als Antwort auf Woschi2 vom 30.04.2021, 12:22:12

So weit bin ich nicht gekommen. Bin zwar auf meiner längsten und schönsten Tour an der norwegischen Küste entlang zum Nordkap und weiter bis Kirgenes über die alte Eismeerstrasse. Weiter nach Murmansk ging dann nicht wegen des fehlenden Visums. Hätte dort sonst 3 Wochen warten müssen. Weiterfahrt an den Inari und die Via Karelia. Dann immer entlang der russischen Grenze bis zur Ostsee. Der spontane Abstecher nach St. Petersburg mit dem Zug klappte auch nicht (s.o.) Die Finnen haben dafür eine Sonderregelung, die natürlich für uns nicht galt. Weiterreise an der finnischen Ostsee entlang wieder bis zum Polarkreis und dann durch Schweden zurück nach Hause. 
Meistens schönes Wetter. Bekleidung, T-Shirt und kurze Hosen. Große Natur und herrliche Einsamkeit. Reisedauer 8 Wochen.
Gruß
Anderl  


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