In Memoriam Jean Améry, Paul Celan und Primo Levi


Oft denke ich an sie, die freiwillig aus diesem Leben schieden,
Wie groß war denn ihr Sehnen nach dem Frieden?
Und nur derjenige, der dieses Leben so sehr konnte lieben,
Enttäuscht in sein Gefühl - dann in den Tod wurde getrieben -

Was sie uns hinterließen - zeugt von ihr JA zum Leben,
Ein ja, von anderen verneint, sie wollten uns noch alles geben
was sie gewusst, was schmerzlich sie erlernt hatten
Und vor dem Tod legten sie Zeugnis ab von jenen schwarzen Taten.

Ihr hattet jene Zeit der schwarzen Milch zwar überstanden,
Doch die Erinnerung die blieb, Ihr seit dann freiwillig gegangen
Und ich verneige mich vor Euch, und weiß: ich habe überlebt
In jener Zeit, als grausam rund um uns die Erde hat gebebt.

Geschrieben am 11. April 2007 - der zwanzigste Todestag von Primo Levi

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Kommentare (2)

miriam Liebe Marianne,

wie schön, dass du dich hier meldest - danke dir dafür.

Weißt du, in diesen Tagen fallen mir so oft die Verse von Wolf Biermann ein:

Wie nah sind uns manche Tote,
Doch so fern sind uns manche die leben...


Wie sehr das stimmt, habe ich in den letzten Wochen erfahren können - oder müssen?

Shalom und toda raba (danke vielmals)

deine Miriam
marianne liebe Miriam.... und SCHALOM....

deine Marianne

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