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Aktuelle Themen Sterben im Museum - ist das wirklich Kunst?

Doppelnick2gesperrt
Doppelnick2gesperrt
Mitglied

Re: Sterben im Museum - ist das wirklich Kunst?
geschrieben von Doppelnick2gesperrt
als Antwort auf schorsch vom 23.04.2008, 10:05:59

Manche "Künstler" denken - es wäre Kunst, dabei hat der Künstler nur selbst einen gehörigen Vogel.
Und sucht DUMME, die seine Sache als Kunst zu verstehen glauben.


jenniferj
angelottchen
angelottchen
Mitglied

Re: Sterben im Museum - ist das wirklich Kunst?
geschrieben von angelottchen
als Antwort auf Doppelnick2gesperrt vom 23.04.2008, 11:19:59
nun, wer sich die Website des Künstlers ansieht und sich ein wenig über ihn erkundigt, der merkt schnell, dass der Manns schon etwas morbide ist ..
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angelottchen
nasti
nasti
Mitglied

Re: Antwort in Stichworten ... (Bezogen auf Marinas Frage)
geschrieben von nasti
als Antwort auf marina vom 22.04.2008, 20:53:18

Alles ist Frage des Geschmacks.

die Ausstellungen mit Leichenskelette kann ich persönlich nicht würdigen, mir dreht sich der Magen dabei.
Nicht die neue Generation!
Die Kinder und jugendlichen sind damit begeistert.

„Die gezeigten originalen Leichenpräparate ermöglichen einen tiefen Einblick in die Anatomie des menschlichen Körpers, der in der Regel nur Ärzten und Medizinstudenten vorbehalten ist und sorgen für einen im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubenden Rundgang auf den Spuren des Lebens.“

Viele Künstler haben vor die Aufmerksamkeit erlangen kostet was es wolle, diesen Versuch ist abstösend.

Immer waren Künstler in Literatur, Musik und Bildende Künste mit Thema Tod beschäftig, /Thanatos und Eros/, es ist faszinierend, wenn das entspricht unseren Vorstellungen und beleidigt nicht unsere gewöhnte Ästhetik.
Die neue Generation denkt aber anders.

Nasti




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angelottchen
angelottchen
Mitglied

Re: Antwort in Stichworten ... (Bezogen auf Marinas Frage)
geschrieben von angelottchen
als Antwort auf nasti vom 23.04.2008, 12:00:51
der Tod ändert sich deshalb aber nicht, nasti - wir hatten all das schon mal ... Hinrichtungen als Massenspektakel, Gladiatoren die in der Arena sterben, derweil das Publikum auf den Rängen dazu Picknick macht ... meinst Du wirklich, die Kunst hätte das Rad neu erfunden?
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angelottchen
Drachenmutter
Drachenmutter
Mitglied

Re: Antwort in Stichworten ... (Bezogen auf Marinas Frage)
geschrieben von Drachenmutter
als Antwort auf nasti vom 23.04.2008, 12:00:51
Ich antworte einfach mal Dir Nasti, weil ich weiß, dass Du mir das nicht übel nimmst, wenn ich den falschen Butten geklickt habe, um mich eigentlich an alle zu richten.

Mir fällt zu der Sache was ganz anderes ein. Kann es nicht sein, dass dieser Künstler gar nicht im Sinn hat, wirklich einen sterbenden Menschen auszustellen, sondern durch seine Ankündigung dies tun zu wollen, eben genau die öffentliche Diskussion um das Sterben in allen möglichen Varianten lostreten wollte, die nun läuft? Wollte er vielleicht lediglich das unmenschliche Sterben rund um den Globus thematisieren?

Ich komme darauf, weil doch vor nicht allzu langer Zeit auch eine sonderbare Sendung im niederländischen TV angekündigt wurde, wo sich drei Kranke per Spielshow um eine Spenderniere bewerben konnten. Da stellte sich, kurz bevor die Sendung angeblich laufen sollte, auch heraus, dass diese Show nie wirklich geplant war, sondern, dass es um das Anstoßen einer öffentlichen Diskussion um Spendernieren ging.

Vielleicht braucht unsere Gesellschaft heute so provokante Dinge, damit sie hinschaut und sich Gedanken macht. Durch die ständigen Horrormeldungen in den Nachrichten abgestumpft bis zum geht nicht mehr, werden wir vielleicht nur noch durch solche Aktionen wachgerüttelt. Ich weiß es nicht, aber wäre das nicht auch eine Möglichkeit?

Liebe Grüße

--
woelfin
nasti
nasti
Mitglied

Re: Antwort in Stichworten ... (Bezogen auf Marinas Frage)
geschrieben von nasti
als Antwort auf angelottchen vom 23.04.2008, 12:25:10

Ja Angelottchen,

die öffentliche Hinrichtungen und Gladiator Spiele waren für das frustrierte Volk ohne TV, Radio, PC, ein großartige Spektakel.
Sie haben das Leben und Tod auf eigener Haut gespürt, die beste Medizin gegen Leere des Lebens und die Veranstalter haben das für Volk gegönnt. Ein guten Ablenkung Manöver von wichtigen Fragen.
Ob das Kunst war????
In jeden Fall sind glücklicher geworden für kurze Zeit.
Warum melden sich nach Krieg auch jetzt freiwillig einige Soldaten? Sie brauchen echte Reize , die Technik
und damit verbundene Reize reichen nicht für jeden.

Nasti



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nasti
nasti
Mitglied

Re: Antwort in Stichworten ... (Bezogen auf Marinas Frage)
geschrieben von nasti
als Antwort auf Drachenmutter vom 23.04.2008, 16:06:50
Hi Woelfin!

Eigentlich habe ich noch nicht verfolgt die Diskussionen mit dem Künstler, solche Ideen entstanden spontan, manchmal treffen Sie gerade zeitlich an Geschmack und Gefühle der Betrachter, keine Ahnung wie er das realisieren möchte.
Werde ich heute vielleicht klicken........


Nasti
darklady
darklady
Mitglied

Re: Antwort in Stichworten ... (Bezogen auf Marinas Frage)
geschrieben von darklady
als Antwort auf marina vom 22.04.2008, 20:53:18

Man kann sich nicht weigern sich mit den Anliegen des Künstlers zu beschäftigen, und gleichzeitig seine Intentionen als "Scheinintentionen" abtun.
darklady
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Antwort in Stichworten ... (Bezogen auf Marinas Frage)
geschrieben von schorsch
als Antwort auf Drachenmutter vom 23.04.2008, 16:06:50
I

Ich komme darauf, weil doch vor nicht allzu langer Zeit auch eine sonderbare Sendung im niederländischen TV angekündigt wurde, wo sich drei Kranke per Spielshow um eine Spenderniere bewerben konnten. Da stellte sich, kurz bevor die Sendung angeblich laufen sollte, auch heraus, dass diese Show nie wirklich geplant war, sondern, dass es um das Anstoßen einer öffentlichen Diskussion um Spendernieren ging.

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woelfin
geschrieben von woelfin


Ich glaube diese Version des Senders nicht. Eher, dass sie klein beigaben, als sie merkten, dass offenbar die Mehrheit des Volkes solches Tun abstösst.

--
schorsch
navallo
navallo
Mitglied

Re: Sterben im Museum - ist das wirklich Kunst?
geschrieben von navallo
als Antwort auf nasti vom 23.04.2008, 09:49:33
Hi nasti,
gehört nicht auch zur Kunst ein Minimum handwerklichen Könnens? Ist es bereits Kunst, jemandem beim Sterben öffentlich zuzuschauen? Wird hier nicht der Beruf "Künstler" zu einem geschmacklosen Nichts entwertet? Darum geht es doch hier - und nicht um die wirklich künstlerische Darstellung des Todes bzw. des Sterbens, wie sie seit Jahrhunderten schon praktiziert wird.


--
navallo

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