Internationale Politik Kerry war bei Putin

hinterwaeldler
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Kerry war bei Putin
geschrieben von hinterwaeldler
Um den Diskussionen im ST mal eine neue Richtung zu geben:

Der amerikanische Außenminister John Kerry hat es für notwendig erachtet, Präsident Putin in seinem Urlaubsort aufzusuchen und hat mit ihm vier Stunden gesprochen. Bei den Gesprächen ging es in erster Linie um die Durchsetzung der Minsk2-Vereinbarungen. Kerry hat Russland die Aufhebung der wegen seiner Haltung in der Krise verhängten Wirtschaftssanktionen in Aussicht gestellt.
Quelle ist nicht RT, sonder die FAZ: faz.net - Ukraine-Gespräche in Sotschi - Kerry und Putin kommen sich näher

Heute ist das Treffen der Nato-Außenminister in Antalya, dort wird er von den Gesprächen ausführlich berichten. Vermutlich stand das Gespräch in Sotschi auch im Zusammenhang mit Russlands Absicht, alle US-Staatsanleihen abzustoßen.
Siehe auch goldreporter.de - China und Russland verkaufen US-Staatsanleihen.
Niemand kann der Logik folgen: Man leihe sich Geld beim potentiellen Gegner um damit zu rüsten. Das hat viele Jahre funktioniert und Russland setzt nun diese Schulden als Waffe ein. Die USA können nur noch ihre Rotationsmaschinen aus den Kellern holen und drucken und drucken und drucken was das Zeug hält.
ingo
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Re: Kerry war bei Putin
geschrieben von ingo
als Antwort auf hinterwaeldler vom 14.05.2015, 11:26:36
Schonmal auf den Gedanken gekommen, dass Russland die Anleihen verkaufen muss(wenn es denn so ist), weil man das Geld braucht und dass es besser ist, wenn Politiker miteinander reden, als nicht miteinander zu sprechen? Und das Putin Kerry absichtlich hat warten lassen, um ihn zu demütigen? Das gleiche Spielchen hat Putin im letzten Jahr auch schon mit Merkel gespielt. Und wieder mal bin ich bei Putins Komplexen angelangt.
Re: Kerry war bei Putin
geschrieben von klaus
als Antwort auf hinterwaeldler vom 14.05.2015, 11:26:36
"Niemand kann der Logik folgen: Man leihe sich Geld beim potentiellen Gegner um damit zu rüsten. Das hat viele Jahre funktioniert und Russland setzt nun diese Schulden als Waffe ein."

Es ist aber auch nahezu unmöglich dieser - DEINER "Logik" zu folgen.

Schon mal daran gedacht, dass Russland auf Grund des Werteverfalls des Rubels Dollar verkaufen MUSSTE - und zwar in enormen Größenordnungen?
Seit einigen Monaten verkaufte die Zentralbank in Moskau bis zu 200 Mio Dollar pro Tag, um den Rubel zu stützen.
Inzwischen hat sich der Rubel auf immer noch sehr niedrigem Stand etwas erholt und sinkt wegen der Dollarverkäufe nicht mehr.

Dass Russland - wie du schreibst - ALLE US-Staatsanleihen abstößt, ist natürlich absoluter Unsinn. Im Gegenteil, Russland hatte im März, und auch April US-Staatsanleihen wieder leicht aufgestockt.
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Ich halte übrigens die Zusammenkunft mit Kerry für wichtig und gehe mal davon aus, dass auch du das so siehst.
arno
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Re: Kerry war bei Putin
geschrieben von arno
als Antwort auf klaus vom 14.05.2015, 15:41:15
Moin, klaus,

Gespräche zwischen Kerry und Putin werden nie Konstruktives
bringen, solange Obama mit der EU Rußland isolieren und
einkesseln und alle Kooperationen mit Rußland einstellen wollen.

Das ist an politischer Dummheit nicht mehr zu überbieten!

Dazu gibt es ein sehr aufschlussreiches Strategie-Papier
mit dem Titel:
"The Renaissance of the West.How Europe and America can Shape Up
in Confronting Putins´s Russia"
verfasst von den Autoren Roland Freudenstein und Ulrich Speck.

Freudenstein hat lange Zeit für die deutsche Gesellschaft für
auswärtige Politk gearbeitet. Gegenwärtig ist Freudenstein
stellvertretender Direktor und Forschungsleiter am Wilfried
Martens Centre for European Studies. Dem Martens Centre gehören
29 Stiftungen aus 22 europäischen Staaten innerhalb und außerhalb
der EU an.

Gruß arno

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