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Plaudereien Der Mythos "Weihnachent"...

paulachen
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Der Mythos "Weihnachten"...
geschrieben von paulachen
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paulachen
@allen sei ein besinnlicher 1.Advent gewünscht!



Der Mythos Weihnachten

Die Geburt einer Legende und ihre Nutznießer

Sprecher: Hugo Molter





Guten Morgen, werte Hörerinnen und Hörer!

,,Weihnachten steht vor der Tür", hört man jetzt wieder überall im Land. Die Menschen rüsten sich für einen großen Trubel. An den Kassen der Warenhäuser stehen die Kunden Schlange, die reichlich Festgeschenke eingekauft haben. Lichterglanz und Weihnachtsmärkte bestimmen zurzeit das Bild unserer Städte.

Über die Art und Weise, wie man in diesen Tagen feiert, gibt es unterschiedliche Ansichten. Wahr ist aber, dass Weihnachten das zentrale Fest der Christenheit ist. Die Geburt des Jesus-Kindes in einer Krippe im Stall von Bethlehem beherrscht christliche Denkweisen und Missions-Propaganda.

In manchen Klöstern wird das Fest noch fromm-asketisch gefeiert. In Deutschland sind Krippen und Weihnachtsbäume beliebt. Happenings, Tanz und Trubel, Girlanden und Luftschlangen sind in den USA an der Tagesordnung, während in den lateinamerikanischen Ländern alte indianische Bräuche mit einbezogen werden. Oft sagen fromme Christen, das seien ,,Entartungen", man müsse zurück zu den Wurzeln der Geschichte. Doch die frühe Christenheit hat die Geburt Jesu gar nicht gefeiert, sondern damals den Untergang der Welt - die Apokalypse - erwartet. Maßgebend für diese Christen war das Alte Testament, in dem das Kommen des Heilands angekündigt wurde. Der Weltuntergang blieb jedoch aus. Der Beginn des so genannten Reich Gottes verzögerte sich, so dass die Kirche damit begann, sich auf ein längeres Dasein auf Erden einzustellen. ,,Das zunächst recht basisdemokratisch wirkende Vereinssystem wurde umgebaut und dann zu einem straffen hierarchischen kirchlichen Apparat ausgeweitet", so der Freigeist Helmut Steuerwald, Autor des Buches ,,Kritische Geschichte der Religionen und freien Weltanschauungen". Schon früh strebten die Bischöfe nach Macht und wollten die Oberheit. Gelungen ist das nur dem Bischof von Rom. Die anderen wurden als Ketzer verdammt.

Helmut Steuerwald hat sich eingehend mit dem Weihnachtsmythos der Kirche befasst. Er berichtet, dass man in den frühen Schriften der Christenheit, zum Beispiel im Markus-Evangelium, dessen Entstehung auf das Jahr 70 datiert wird, nichts zu Geburt, Kindheit und Jugend Jesus findet. In den jüngeren Evangelien von Matthäus und Lukas - sie wurden 60 Jahre nach Jesus Tod geschrieben, ist das plötzlich anders. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Christentum schon weit ausgebreitet. Aber dennoch dauerte es Jahrhunderte, bis man die Geburt Jesu als Weihnachtsfest feierte.

Und dessen Gründungsurkunde ist der Text im zweiten Kapitel des Lukas-Evangeliums. ,,Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt wurde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger in Syrien war. Und jedermann ging, dass er's ich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass ervonm Hause und Geschlecht Davids war, auf, dass er sich schätzen ließe mit Maria seinem vertrauten Weib, sie war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge..."

Der christliche Weihnachtsmythos ist nicht neu. Parallelen findet man in älteren Mysterienkulten, zum Beispiel bei Herakles. Dieser griechische Sagenheld und Halbgott, Sohn des Zeus und der Alkmene, soll schon als Säugling so verfolgt worden sein wie der biblische Christus. Die ,,Ankündigung der Geburt Jesu" durch die Engel kennt man auch aus anderen Religionen, vor allem bei solchen aus Persien, wo man de Mythraskult huldigte.

Dieser war im Römischen Reich besonders beim Militär beliebt. Mithras galt als Gott des himmlischen lichtes, der Sonne. Seine Geburt wurde von seinen Anhängern am 25. Dezember gefeiert. Helmut Steuerwald verweist darauf, dass dieser Kult das Christentum stark beeinflusste, insbesondere in den Mythen und Riten. Bei der Geburt wurde Mithras von Hirten angebetet, man brachte ihm Gaben dar.

Mithras war für seine Anhänger Heiland und Erlöser. Er galt als Mittler zwischen Gott und den Menschen. Der heilige Tag im mithräischen Kult war der Sonntag, der Tag der Sonne, der Tag des Herrn. Im Jahr 321 führte Kaiser Konstantin den Sonntag als gesetzlichen Feiertag ein. Als der christliche Glaube Ende des 4. Jahrhunderts Staatsreligion wurde, entstand der ,,Tag des Herrn".

Der Sonnenkult in der Ära von Kaiser Aurelian (270 bis 275) hatte schon die Funktion eines Staatskultes. ,,Es sollte wohl in der Tat eine Art Kristallisationspunkt für die vielen Kulte des Reiches und eine beginnende neuplatonische Sonnentheologie werden, um so ein Bekenntnis der Bürger zum Staat zu ermöglichen", schreibt dazu der Theologe Peter Parusel. Der Geburtstag des Gottes war ebenfalls der 25. Dezember.

Zum Tag Jesu Geburt wurde der 25. Dezember bereits im Jahr 354 durch eine Verordnung von Papst Gregor. Die Zeit vor der Wintersonnenwende gehörte im Römischen Reich traditionsgemäß den karnevalistischen Saturnalien, die als Friedensfest gefeiert wurden, bei dem Herren und Sklaven die Rollen tauschen durften.

Im nördlichen Germanien war die Wintersonnwendzeit unter dem Namen ,,Zwölf Rauhe Nächte" bekannt. Licht und Feuerräder standen im Mittelpunkt. Vieles von diesem Ritus wurde später in die Weihnachtsbräuche in Mittel- und Nordamerika eingebaut, zum Beispiel der Weihnachtsbaum.

Zur Weihnachtsgeschichte gehört auch der Marienkult der katholischen Kirche. Mit historischen Begebenheiten hat er wenig zu tun, auch von der Bibel her ist er nicht zu begründen. Maria spielt als Mutter Jesu nur in der Geburtsgeschichte eine positive Rolle, sonst erfährt sie eher Ablehnung, wie man in den Evangelien lesen kann.

Am deutlichsten kommt das bei Markus zum Ausdruck. Im dritten Kapitel, Vers 31 bis 35, heißt es: ,,Da kamen seine Mutter und seine Brüder; sie blieben vor dem Haus stehen und ließen ihn herausrufen. Es saßen viele Leute um ihn herum und man sagte zu ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und fragen nach dir. Er erwiderte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? Und er blickte auf die Menschen, die im Kreise um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter."

Helmut Steuerwald meint dazu: ,,Ein merkwürdiger Widerspruch zu Geburtsgeschichte. Maria bekennt sich demnach nicht zu Gott, obwohl sie doch von ihm ausgewählt worden war."

Der Kirchenkritiker Karlheinz Deschner hat noch auf weitere Unstimmigkeiten im Neuen Testament hingewiesen. nach seiner Meinung müssen Jesus Eltern an einer ,,immensen Gedächtnisschwäche" gelitten haben. Dabei spielt er auf den Widerspruch zwischen den ,,Offenbarungen" an. Einerseits bekennen Maria und Joseph die Gottessohnschaft Jesu. Später versuchen sie jedoch, Jesu mit Gewalt zurückzuholen, ihn von seinem Verkündungswerk abzuhalten, seinem göttlichen Auftrag.

In seinem Buch ,,Der gefälschte Glaube" schreibt Deschner dazu folgendes: ,,Ja, bei Beginn seiner Lehrtätigkeit ziehen die vergessliche Maria sowie seine Brüder und Schwestern aus, um ihn mit Gewalt zurückzuholen. denn: ,,Er ist von Sinnen" - ein Wort und Unternehmen, das die jüngeren Evangelien übergehen, um den Widerspruch zu ihren wunderbaren Geburtsgeschichten zu vermeiden, von denen der älteste Evangelist noch keine Ahnung hat."

Doch diese widerspruchsvolle Maria wurde im Verlauf der Jahrhunderte von der katholischen Kirche ins Unermessliche mystifiziert. Um den Marienkult aufrechtzuerhalten und zu festigen, hat man sogar biblische Texte bewusst verfälscht. Helmut Steuerwald zählt dazu einige Beispiele auf:

Bei den synoptischen Evangelien spielt Maria nach der Geburt des ,,Heilands" nur eine Nebenrolle. Im viel späteren Johannes-Evangelium - das schon stark von Gnosis und Mysterienreligionen beeinflusst ist - steht sie bereits in etwas besserem Licht da, als sie beispielsweise (im Widerspruch zu den anderen Evangelien) Jesus bei der Hochzeit zu Kanaan begleitet. Sie spricht dort zu den Bediensteten: ,,Was er euch sagt, das tut (siehe Johannes 2, Vers 5)

In späteren Jahrhunderten verschmolzen heidnische Gottheiten - vor allem aus dem Isiskult und dem Kult der Kybele - mit der christlichen Marienverehrung. Im 4. Jahrhundert war es vor allem Kyrill von Alexandria, der sich dafür einsetzte, Maria zu heiligen. Gerade Alexandria war ja bekannt wegen seiner Mysterienreligionen, z.B. dem Kult um Aîon.

Auf der Synode von Ephesus 431 wurde dann die Haltung Kyrills dogmatisiert. Damit war nun der Verehrung Marias Tür und Tor geöffnet. Darstellungen und Kulthandlungen von Muttergottheiten der Mysterienkulte wurden übernommen. Mit dem neu entstandenen Marienkult konnte die Rolle der Frau im katholischen Glauben neu definiert werden: Keuschheit als Ideal, Unterwürfigkeit dem Manne und der Kirche gegenüber. Nichtbeachtung dieser Regeln bedeutete eine Herausforderung, die Verführung des Manne mit Hilfe des Teufels. Kirchliche Reaktionen waren dann: Verfolgungen, Diffamierung der Frau und später die Hexenverbrennungen:

Die Vergöttlichung Marias ging aber immer weiter:

1555 auf dem Konzil von Trient wurde die immerwährende Jungfräulichkeit Marias zum Dogma erhoben, obwohl im Neuen Testament mehrmals von Jesu Geschwistern gesprochen wird (siehe Markus 6,3; Matthäus 13,5)

Nun, das Mysterium um Maria wurde bis in die Gegenwart weiter erhöht.

Papst Pius IX. verkündete 1854 das ,,Dogma von der unbefleckten Empfängnis Marias". Neuere Päpste konnten da nicht zurückstehen: Pius IXX. verkündete schließlich das Dogma von der ,,Himmelfahrt Marias, von der leiblichen und seelischen Aufnahme in die himmlische Glorie", vielleicht eine Begründung dafür, dass man kein Grab, keinen Leichnam Marias gefunden hat. Der jetzige Papst Johannes Paul II. ist ein glühender Mariologe und stellt den Kult um Maria besonders heraus.

Werte Hörerinnen und Hörer!

Dieser Beitrag sollte aufzeigen, wie sich im Glauben Mythos und Ritual entwickelten, wie sie sich durchsetzten beziehungsweise machtpolitisch durchgesetzt wurden. Das gilt nicht nur für das Christentum. In vielen anderen Religionen war es nicht anders.

Aber dennoch muss gesagt werden, dass die Kirche, unabhängig davon, dass sie andere Religionen und häretische Strömungen bekämpfte und verfolgte mit dem Bannstrahl der Vernichtung, vieles von deren Gedanken ihren Glaubensvorstellungen hinzugefügt und besonders in den Ritus integriert hat. Diese Aufnahmebereitschaft war schon im frühen Christentum besonders auffällig, ist aber auch später nie versiegt, wenn man nur das ,,Passende" gefunden hat.

Das frühe Christentum war bildungsfeindlich, stand in Gegnerschaft zur Kultur und Philosophie der Antike. Die Masse der christlichen Anhänger stammte aus den untersten sozialen Schichten der Bevölkerung und verfügte nur über wenig Bildung. Die Kirchenfürsten konnten dies ausnutzen, um Hass gegen das hellenistische Kulturerbe zu sähen.

Erst als die Basis des Christentums in der Gesellschaft breiter wurde und auch mehr und mehr Gebildete sich taufen ließen, war die Kirche bereit, Vorstellungen der Mysterienreligionen und des Hellenistimus anzunehmen. Als das Christentum im vierten Jahrhundert zum Machtfaktor wurde und den Staat beherrschte, führte man die christlichen Feiertage ein. Ihr Inhalt fußte oft auf anderen Ideen, aber die Kirche bestimmte fortan das Geschehen.

Es ist an der Zeit, Weihnachten, dieses so genannte christlichste Fest, das absolut heidnischen Ursprungs ist, zu entmystifizieren.

paulachen
paulachen
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Re: Der Mythos "Weihnachten"...
geschrieben von paulachen
als Antwort auf paulachen vom 02.12.2007, 14:11:11
Der obige Text ist so stringent und gut geschrieben, dass es für mich keinen Sinn machte, irgend etwas daraus zu paraphrasieren....man möge mir "paste©" nachsehen...
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paulachen
marianne
marianne
Mitglied

Re: Der Mythos "Weihnachten"...
geschrieben von marianne
als Antwort auf paulachen vom 02.12.2007, 14:41:47
Guten Abend,
ja und?

Was ist neu daran?
Deschner? Oder der Artikel?
Grüße von

Marieke

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leanda56
leanda56
Mitglied

Re: Der Mythos "Weihnachten"...
geschrieben von leanda56
als Antwort auf paulachen vom 02.12.2007, 14:11:11
Habe den Artikel gerade gelesen.Der ist gut.Danke für die Information.
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leanda56
eko †
eko †
Mitglied

Re: Der Mythos "Weihnachten"...
geschrieben von eko †
als Antwort auf paulachen vom 02.12.2007, 14:11:11
"Es ist an der Zeit, Weihnachten, dieses so genannte christlichste Fest, das absolut heidnischen Ursprungs ist, zu entmystifizieren"

Gut, gut, also entmystifizieren wir dieses christlichste aller Feste............und was dann?

Sind wir dann glücklicher, befreiter, moderner.....oder was?

Grübel-grübel
--
eko
angelottchen
angelottchen
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Re: Der Mythos "Weihnachten"...
geschrieben von angelottchen
als Antwort auf paulachen vom 02.12.2007, 14:11:11
nunja... neu ist daran doch aber nichts?
dass man die christlichen Feiertage alle so gelegt hat, das sie sich mit den heidnischen Bräuchen und naturgegebenen Phänomenen wie - "Tage werden wieder länger" usw bestens ergänzen, habe ich schon im 2. Schuljahr gelernt .. aber da haben wir ohnehin mehr über Haitabu als Bethlehem gelernt und das ist auch gut so Zuhause wurde wegen der "religiösen Vielfalt" Weihnukka gefeiert und ein Feuer in der längsten Nacht draussen entzündet, um die Dunkelheit zu vertreiben und es hat uns nicht geschadet ... tiefe religiöse Motive standen zum Glück nie wirklich im Vordergrund sondern einfach die Freude, zusammen zu feiern, gut zu essen und zu trinken, andere zu beschenken und selbst beschenkt zu werden.
--
angelottchen

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navallo
navallo
Mitglied

Re: Der Mythos "Weihnachten"...
geschrieben von navallo
als Antwort auf paulachen vom 02.12.2007, 14:11:11
paulachen,
sei mir nicht böse, aber der von dir wiedergegebene Text - schätzungsweise mehr (?) als 1700 Worte (im alten Seniorentreff war das Maximum 500 Worte, glaube ich)- ist mir im wahrsten Sinne des Wortes zu erschöpfend, um ihn bis zu Ende durchzulesen. An einigen Reaktionen siehst du, daß das nicht nur mir so zu gehen scheint. Vielleicht wäre es besser gewesen, du hättest dich mit einem Hinweis auf den Link mit eigenen Worten deutlicher geäußert?
--
navallo
eko †
eko †
Mitglied

Re: Der Mythos "Weihnachten"...
geschrieben von eko †
als Antwort auf angelottchen vom 03.12.2007, 18:29:28
"tiefe religiöse Motive standen zum Glück nie wirklich im Vordergrund.........."

@ angelottchen:

Es ist jetzt nicht explizit dieser Satzteil von Dir, der mich stören würde, aber er ist der Anlass, einfach mal nachzufragen, warum "man" speziell hier im ST eigentlich immer so sehr so etwas betont. Ich frage da nur mal so, ohne jetzt einen Streit vom Zaun brechen zu wollen oder eine hitzige Diskussion einzuleiten, sondern einfach so, weil ich bei solchen Bemerkungen immer den Eindruck habe, der/die Schreiber/in will sich bewusst vom Christlichen/Religiösen distanzieren. Warum wird das so sehr betont? Ist es schlimm, wenn jemand tiefe religiöse Gefühle hat? Oder was ist der Grund ?

Es ist wirklich von mir ohne Hintergedanken gefragt, ich möchts halt einfach gerne wissen.
--
eko
angelottchen
angelottchen
Mitglied

Re: Der Mythos "Weihnachten"...
geschrieben von angelottchen
als Antwort auf eko † vom 03.12.2007, 20:25:20
das kann ich dir gerne sagen, hugo: mein vater war evang. pfarrer, mein opa mütterlicherseits war jude - und es gab immer irgendwelche "grabenkämpfe", da u.a. wir kinder sowohl hier als auch dort unsere fragen beantwortet bekamen und wir dementsprechend beide auch mal gerne austricksten - nur weihnachten, wenn der ganze dienstliche kram für meinen vater vorbei war, dann war er heilfroh, nichts mehr von dem geseier und dem heidschibumbeitschi zu sehen oder zu hören und wollte einfach nur entspannen, fröhlich sein, mit uns spielen, gut essen und abends mit pantoffeln und salopper hose den rest des abends bzw der nacht geniessen - und wenn opa dabei war, ruhten alle diskussionen und es wurden lieber witze erzählt ... so wie vater immer den mit dem blinden erzählte, der gefragt wird, ob er ein glas milch will und er fragt, was milch ist .... und opa erzählte dann das gegenstück mit den schwarzen schwänen in australien und dass man den witz mit dem blinden und der milch dort deswegen nicht erzählen kann ...
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angelottchen
paulachen
paulachen
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Re: Der Mythos "Weihnachten"...
geschrieben von paulachen
als Antwort auf eko † vom 03.12.2007, 18:02:43
"Es ist an der Zeit, Weihnachten, dieses so genannte christlichste Fest, das absolut heidnischen Ursprungs ist, zu entmystifizieren"
Gut, gut, also entmystifizieren wir dieses christlichste aller Feste............und was dann?
Sind wir dann glücklicher, befreiter, moderner.....oder was?
Grübel-grübel--
eko
geschrieben von eko


Ach nicht doch @eko....der "Schlußsatz" eines "Journalisten" wird meinen christlichen Glauben nicht beeinflußen, obschon historische Hintergründe wert sind, sie zu kennen.
Natürlich gehe ich Heiligabend zur Mitternachtsmesse...und betrachte mich trotzdem als 'glücklich, befreit und modern'....

--
paulachen

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