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hat auf das Thema Re: Ein neuer Fall von Überwachung im Forum Innenpolitik geantwortet
" ... Wir können nur hoffen, das die Flut der Informationen für den CIA so groß ist, das sie daran ersticken." hnterwaeldler
Hw, es wird viel gesammelt, aber das Problem ist nicht das Sammeln, sondern die Auswertung. Ersticken würden die Dienste dann, wenn alles ausgewert werden müsste. Es genügt, wenn Signalwörter auftauchen oder bekannte Verdächtige in Netzwerken kontrolliert werden. Das geht automatisch. Alles lesen, was anfällt ist unmöglich. In Zeiten des Terrors wird der Staat ohne Überwachung nicht auskommen. Es macht wenig Sinn jede Form von Überwachung, die vor Anschlägen schützen kann zu verdächtigen. Die CiA-Trojaner sind jedenfalls echt. c.
hat auf das Thema Re: Ein neuer Fall von Überwachung im Forum Innenpolitik geantwortet
»Der Versuch, das Thema in die Richtung Gestapo zu lenken ist nicht zielführend. Es geht hier um gegenwärtige Überwachungen. Und derer gibt es viel zu viele. Dieser unangebrachte Vergleich Stasi-Gestapo zeigt mir ganz klar, dass hier großer Informationsbedarf über die Gründergenerationen und Strukturen der westdeutschen bzw. ostdeutschen Geheimdienste besteht.« ...... .Lindensee
Lindensee, vergleichen darf und kann man sehr wohl, wenn man sich auf begrenzte Themen beschränkt (Methoden der Geheimdienste z. B.). Aber es geht eher nicht mit der Nazizeit, als vielmehr systemimmanent mit anderen Ostblockstaaten, etwa Polen oder Sowjetunion. Geheimdienste müssen effizient arbeiten, was heißt, dass sie so viel wie möglich Informationen sammeln müssen, die sie der politischen Führung liefern. Je effizienter, also lückenloser, desto mehr (für uns) sinnloses Zeug an Daten wird angehäuft. Auf die Auswertung kommt es eben an und da gilt der Grundsatz: Je misstrauischer die Schnüffler und Politiker, desto mehr Verdachtsmomente. Am besten ist ein Geheimdienst eigentlich dann, wenn jeder jeden überwacht. Mielke hatte sicher auch eine Akte Honecker im Panzerschrank. Es fällt auf, dass bei der Überwachungsdichte durch Geheimdienste die DDR ungleich höher lag als all sozialistischen Bruderstaaten. Das mag an der deutschen Pedanterie liegen oder an der direkten Nähe zum Klassenfeind Bundesrepublik. Auf einen Stasi-Mitarbeiter entfielen in der DDR 183 zu überwachende »Ziele«, in der Sowjetunion (»Von der Sowjetunion lernen heißt siegen lernen«) waren es weit über 800, in Polen etwa 1800 (die Zahlen aus der Erinnerung, schlage ich nicht nach). Als »Schild und Schwert der Partei« sah sich der Staatssicherheitsdienst in der DDR. Die Überreste der Überwachungstätigkeit sind in Hunderten Kilometer Aktenmaterial sichtbar. Direkt brauchbar war vieles nicht, somit ist es Ausdruck einer paranoiden Sammelwut (sogar mit Geruchsproben). Aber je intensiver die Überwachung, je mehr Details, desto mehr Angriffspunkte boten sich den Behörden. Dann konnte es unmittelbar Betroffenen auch sehr weh tun, z. B. wenn es um ideologische Unzuverlässigkeit ging wozu auch die Republikflucht zählte. Verglichen (hier vergleiche ich die Methoden!) mit der Gestapo waren die Stasimethoden subtiler und gezielter, nach außen hin, von den Anfangsjahren der DDR abgesehen weniger brutal als das oft plumpe Vorgehen der Gestapo. Sie ähnelten auch nicht dem offenen Fließband-Terror von Tscheka und NKWD (MWD) der 20er und 30er Jahre in der Sowjetunion. Damals genügte in der SU ein Verdacht, um todgeweiht zu sein. Bereits Lenin hatte bewusst den Terror eingesetzt, um Gegner einzuschüchtern. Um abschreckende Wirkung zu zeigen war es für ihn und Stalin wichtig gezielt vor allem auch Unschuldige umzubringen. Gerade das erhöhte die Angst und damit die Wirksamkeit des Terrors als Abschreckungsmethode und festigte das System. Nicht anders bei Hitler. Beim so gen. Röhm-Putsch (30.6.1934) wurden auch Unschuldige/Unbeteiligte ermordet, aus Versehen ("wo gehobelt wird fallen Späne"). Die Namen der Ermordeten wurden im Radio verlesen. Jeder wusste von da an Bescheid, wie das so laufen konnte. Die Morde wurden nachträglich durch den Reichstag für "rechtens" erklärt. Effizienz? Trotz intensivster Schnüffelei gewannen - so könnte man meinen - die Parteioberen im Politbüro der SED in Herbst 1989 kein klares Bild von der bedrohlichen Lageentwicklung im Herbst 1989. Oder sie bekamen eine klare Lagebeschreibung und agierten nicht oder fehlerhaft. Die Stasi allein konnte den zwanghaften Drang zur Massenflucht nicht stoppen. Das war Aufgabe der politischen Führung. Der Vorwurf mangelnder Effizienz trifft auch westliche Geheimdienste, die keinen Zusammenbruch des Systems des Ostblocks auch nur entfernt im Visier hatten. Die DDR galt im Westen als zehntgrößte Wirtschaftsnation der Welt. Die Parteien in der Bundesrepublik hatten sich auf Dauer mit der dt. Teilung abgefunden, insbesondere die SPD, die ausgiebig Gespräche mit der SED führte und im Rahmen der Entspannungspolitik einen Ausbau und die Intensivierung der Beziehungen zwischen den beiden deutschen Staaten anstrebte. Man beobachtete die Entwicklung des Reformprozesses im Ostblock (Perestroika, Glasnost) aufmerksam. Ein Scheitern Gorbatschows konnte man sich nicht vorstellen. Dann gab es Anfang November eine Massenkundgebung auf dem Alexanderplatz in Berlin und wenige Tage später tanzten plötzlich Menschen auf der Berliner Mauer. Alle fielen im Westen aus den Wolken. Was tun? Im Nachhinein wird bei sorgfältiger Analyse das durchaus erkennbare Gefährdungspotenzial für den real existierenden Sozialismus deutlich. Er lag im ideologischen Bereich, im Versagen der Planwirtschaft, im Unvermögen auch einfache Bedürfnisse zu befriedigen, dem Widerspruch zwischen dem fehlendem ökonomischen Erfolg und den großen Verheißungen einer goldenen Zukunft, einem ungelösten Reformstau und damit zusammenhängend die anhaltende wirtschaftliche Stagnation. Damit ging es in einer Diktatur letztlich um die Legitimation der Herrschaft der kommunistischen Parteien. Die Infos waren vermutlich vorhanden, aber die Signale von unten wurden in den Köpfen ganz oben falsch interpretiert, schön geredet oder man weigerte sich Realitäten wahrzunehmen, weil man versagt hatte, wo man doch die Gesetze der politischen und ökonomischen Entwicklung kannte und anwandte. Die eigenen politischen Prophezeiungen durften unter keinen Umständen in Frage gestellt werden. Zudem war der militärische Komplex und Überwachungsapparat übermächtig. Überwachung gibt es heute dank der modernen Technik mehr als genug. In jeder Gesellschaft gibt es auch eine soziale Kontrolle, der wir im privaten Bereich ständig ausgesetzt sind. Die meisten unserer persönlichen Daten sind Behörden zugänglich. Die politische Kontrolle der Geheimdienste in einer westlichen Demokratie ist real, es gibt auch eine Kontrolle durch die Öffentlichkeit (Medien). Genau diese Kontrolle fehlt in einem totalitären Staat. Es gibt kein System der« checks and balances« eine Gewaltenverschränkung und gegenseitige Kontrolle. Ob diese Kontrolle ausreicht, ist eine ganz andere Frage.
» .... zeigt mir ganz klar, dass hier großer Informationsbedarf über die Gründergenerationen und Strukturen der westdeutschen bzw. ostdeutschen Geheimdienste besteht. Soll ich mal, richtig ausführlich?« Lindensee
Du versuchst die Stasimethoden zu relativieren. Deine Drohung, Lindensee, etwas über die Geheimdienste in Ost und West und deren Entstehung zu erzählen, empfinde ich eher als eine Drohung mit Langeweile. Erspare dir und uns diesen Ausflug. Die USA wussten nach 1945 sehr wenig über die Sowjetunion und bedienten sich bei der dt. Aufklärung des Generals Gehlen (Fremde Heere Ost), der mit seiner Aufklärung während des Krieges eher wenig Wirkung zeigte. Oft war diese militärische Aufklärung so blind wie eine neugeborene Kirchenmaus. Wenn er mal richtig lag, fand er auch kein Gehör bei Hitler, weil dieser seine eigene Weltsicht pflegte. Hitler steuerte den Krieg nach eigenen paranoiden Vorstellungen. Immerhin hatte diese Gruppe unter dem General Gehlen so etwas wie Russlanderfahrung. Die Amerikaner hatten null Ahnung von Russland. Später entwickelte sich aus dieser Organisation Gehlen der Auslandsgeheimdienst BND, nicht der Verfassungsschutz.
hat auf das Thema Re: Verbot der UKW-Radios? im Forum Innenpolitik geantwortet
Russen-basing? "Haste auch mal en Link dazu oder schreibst du das nur, weil es dir gerade einfiel und in das allgemeine und hier vorherrschend Russen-Bashing passt?" hinterwaeldler
Es könnte m. E. plausible Gründe gegeben haben, für die sowjetische Besatzungsmacht, die Volksempfänger (flächendeckend?) einzusammeln. Die Rote Armee hatte weite Teile Dtlds besetzt und musste auf Sicherheit bedacht sein. So war z. B. bekannt, dass der "Werwolf", eine Partisanenarmee nach der Niederlage Hitlerdeutschlands den Kampf aus dem Untergrund weiterführen sollte. Bekannt ist mir, dass der von den Amerikanern in Aachen (Ende Dezember 1944 besetzt) eingesetzte Oberbürgermeister von einem Werwolfkommando ermordet wurde. Es lag auch im Interesse der sowjetischen Besatzungsmacht und ihrer langfristigen Deutschlandpolitik die Kommunikation mit der Außenwelt in ihrem Machtbereichs zu unterbinden. Justus hat doch lediglich als Tatsache festgestellt, dass solche Radiogeräte abzugeben waren. Noch 1961 war der Nazi-Volksempfänger bei Freunden in Gebrauch.
hat auf das Thema Re: Danke Frau Wagenknecht im Forum Innenpolitik geantwortet
"....dass es für sie nicht in Frage kommt, sich für RRG einzusetzen. Grund ist, dass die Linke ausschliesslich auf Zugeständnisse seitens der beiden anderen Parteien, grün und SPD setzt, was nicht erfolgen wird." heigl
Heigl, das ist eine Umschreibung für Fundamentalopposition. Die Linke erwartet Zugetädnnisse von anderen und sieht im Kompromissen eher eine "Todsünde." Genau das unterscheidet sie von anderen demokratischen Parteien. Der Kompromiss darf aber nicht als Verstoß gegen ewige Wahrheiten einer reinen Lehre verstanden werden, sondern ist eine demokratische Tugend. Übertreiben sollte manaber auc h nciht. Gemeinsamkeiten suchen und zusammen arbeiten, wo möglich, ohne die Unterschiede zu verwischen. Der Wähler entscheidet. Es geht nicht nur um den Krampf mit der Abschaffung der Geheimdienste, die gerade jetzt in den Zeiten der Terrorattacken benöfigt werden. Sichtbar wird die Kompromisslosigkeit und das Vertrauen auf die reine Lehre auch im Streit um eine so gen. mögliche Privatisierung der Autobahnen. Ostdt. Länder, die unetnwegt und hartnäckig am Tropf des Bundesfinanzausgleichs hängen, werden nach der Neuregelung dieses monetären Transfermechanismus ab 2020 mit 9 MRD jährlich weiter unterstützt, dann aber direkt aus der Bundeskasse. Der Bund hat sich daber vorbehalten u. U. auch private Autobahnen bauen zu lassen. Dagegen erhob sich heftiger Widerspruch auf dem Parteitag. Wenn man schon nicht in der Lage ist ökonomisch gut zu wirtschaften und ständig Geld von anderen braucht, will man trotzdem so tun als säße man am längeren Hebel. Eine Partei noch immer von von vorgestern. Von Corbyn in GB sollte man lernen, wie Probleme pragmatisch und kompromissbereit angegangen werden. Er ist kein Vertreter der reinen Lehre. Sehr respektabel.
hat auf das Thema Re: Martin Schulz und die SPD im Forum Innenpolitik geantwortet
"....wow, eine "Lohnspreizung"..., ich nenne das eine unverantwortliche Unternehmenslohnpolitik, einhergehend mit dem Schulterschluss der verantwortlichen Politiker." sammy
Das Wort "Lohnspreizung" beschreibt einen Zustand. In einer Diskussion ist das zunächst einmal notwendig. Wie es anders sein könnte/müsste, kann dann diskutiert werden. Die Lohnpolitik wird, wie Olga schon erwähnt, von den Gewerkschaften und Unternehmen betrieben. Auch die Gewerkschaften wissen, dass wir nicht im Schlaraffenland leben, dass wirtschaftliche Güter knapp sind. Vermutlich ist dir nicht bekannt, wie groß die Unterschiede von qualifizierten Arbeitskräften und angelernten sind. c.
hat auf das Thema Re: Wahlbeben in Großbritannien im Forum Innenpolitik geantwortet
"Du hast natürlich recht Carlos. Mir ist das alles auch bekannt. Allerdings wollte ich etwas anderes aussagen. Aber heute ist wohl nicht mein Formuliertag." adam
adam, es gibt kein natürliches Recht aufs Rechthaben. Wichtig ist, wie wir mit dem wust von Fakten umgehen. Viele Grüße c
hat auf das Thema Re: Wahlbeben in Großbritannien im Forum Innenpolitik geantwortet
" ... die genannten Rosinen sind aber politischer und wirtschaftlicher Natur und nicht das, was die Europäer wollen. Sie (wer sind die Europäer? EU?) wollen offene Grenzen, aber keine europäisch offenen Arbeitsmärkte. Sie (wer? Europäer?) wollen eine Währung, aber nicht den totalen Binnenmarkt. Sie wollen eine gemeinsame Verteidigung, aber keine militärische Abhängigkeit. Das wollen meiner Ansicht nach auch die Briten ... ." adam
Adam, es geht darum, was unter Rosinen zu verstehen ist. Es geht um die Zielvorstellungen der Britenregierung. Das Schreiben der Mrs May zum EU-Austritt nach Brüssel Ende März 2016) verwendet auch den Begriff "Rosinen picken." May sagt, sie wolle das nicht. Aber genau das will sie dann doch. GB will Privilegien, um es kurz zu machen. Bekommt GB diese privilegierte Stellung nicht, werden die Briten ungemütlich und es könnte dann die Zusammenarbeit auf Feldern der Sicherheit Schaden nehmen (so May im Schreiben von Ende März an die Hohe Kommission). Die Briten würden gerne den Zugang zum Binnenmarkt behalten, aber keine Verpflichtungen (Gesetze aus Brüssel) übernehmen, weil sie durch Gesetze aus Brüssel ihre Souveränität eingeschränkt sehen. Der weiterhin ungehinderte Zugang zum Binnenmarkt ohne Verpflichtungen aber mit den Vorteilen, das sind die "Rosinen." Deshalb lautete das Brexit-Schlagwort beim Referendum: "VOTE LEAVE,TAKE CONTROL! Die Briten sind ein Inselvolk, denen bereits die Schotten als Nachbarn fast unerträglich sind. Mit den vielen europ. Nationen sind sie schlicht überfordert. Um diese „Meute“ im Zaum zu halten, ist ihr eher pragmatisches Gemüt überfordert. Sie wollen frei schalten und walten (= herrschen, Einfluss nehmen wie in früheren Zeiten dank ihrer Insularität), was in der enger werdenden Welt mit bald 8 Mrd Menschen eine Illusion ist. Adam, du schreibst, wie Pippa auch, dass alle gerne Rosinen picken. Das stimmt doch nicht. Nicht alle sind auf Privilegien aus wie die Briten (Thatcher: "I want my money back"). GB will eine Sonderrolle für sich. Es gibt zudem die offenen Grenzen (Schengen Raum) und den offenen Arbeitsmarkt. Nebenbei bemerkt: Einen offenen Arbeitsmarkt gibt es aber nur dort, wo es auch Arbeit gibt für Arbeitskräfte aus der EU. (s. Beispiel unten) Die EU und die Eurozone sind nicht identisch. Nicht alle Europäer wollen eine europäische Währung oder den Euro (mit seinen Geburtsfehlern). Der Binnenmarkt ist Realität und die Briten wollen auch nach dem Austritt aus der EU möglchst ungehinderten Zugang zum Binnenmarkt, ohne die Last der Beiträge zum EU-Haushalt (von denen große Teile nach GB bisher zurückfließen). Die EU-Staaten haben keine und wollen bis heute keine gemeinsame Armee und keine gemeinsam organisierte Rüstungsindustrie. Sie arbeiten im Rüstungssektor nicht eng zusammen. Natürlich wollen sie militärisch nicht abhängig sein, wären aber im Verteidigungsfall nicht fähig sich zu verteidigen. Außer eußer der Munition gibt es in der Nato keine einheitlichen technischen Normen. Nehmen wir einen realen Fall eines ausländischen Arbeitnehmers: Ein griechischer Arbeitnehmer (arbeitslos in GR) sucht in der EU Arbeit. Übers Internet schreibt er viele Unternehmen an. Zuerst in Großbritannien, bewirbt sich bei vielen Unternehmen. Er erhält aus GB keine einzige Antwort. Er erhält eine Antwort aus Stuttgart und gleichzeitig aus einem arabischen Golfstaat. Arbeit wird ihm in Stuttgart nach einem halben Jahr in Aussicht gestellt. Er geht also zunächst eimal für einige Monate in den Golfstaat. Er verlässt aber den Golfstaat (wo er zunächst sehr gut verdiente) bald wieder und tritt seine Arbeit in Stuttgart an. Voraussetzung ist, dass er eine Wohnung hat und einen festen Wohnsitz Die hat er nicht. Er muss in einem sehr teuren Einzelzimmer hausen (hausen nicht wohnen). Wechselt häufig die überteuerten Unterkünfte. Braucht aber eine feste Adresse (Wohnung), wo er gemeldet ist, von den Behörden erreichbar ist, dann ein Bankkonto. Wo bekommt er in Stuttgart oder Umgebung aber eine bezahlbare Wohnung?? Erst dann wird er unabhängig von der Unterstützung durch Freunde, Bekannte und Verwandte. Die Mietpreise gehen momentan durch die Decke. Dann erst kann er daran denken die Familie nachkommen zu lassen. Ohne die Hilfe von Landsleuten geht nicht viel (und die Landsleute halten sehr gerne die Hand auf).
hat auf das Thema Re: Wahlbeben in Großbritannien im Forum Innenpolitik geantwortet
"Wobei wir alle wissen, daß ein "Brexit" sowieso zu größeren Teilen nicht vom Wählerwillen abhängt, wie es auch keinen solchen Beitritt durch ein Votum geben kann. Das ist einfach gegeben durch Geographie, Handel, politisches System und menschliche Gemeinsamkeiten." adam
Adam, der Brexit wurde im Referendum vom 15. Juni 2015 von den Wählern gut geheißen. Der Wählerwille stimmte dem Austritt aus der EU zu, mit 52%. Einen Brexit zu größeren Teilen gibt es nicht. Die Politik muss diesen Wählerwillen umsetzen. Die Neugestaltun der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen EU und GB nach dem Brexit allerdings unterliegt nicht dem Wählerwillen Großbritanniens allein, sondern wird ausgehandelt und geprägt durch die EU und GB in einem langen Verhandlungsprozess. Es kann nicht sein, dass mit dem Austritt GB aus der EU das Land eine Beziehung mit der EU unterhält, die in vielem dem entspricht, was vorher war. Den Briten geht es vor allem nicht um den Brexit allein, also dem Austrit aus dem Binnenmarkt, sondern um die Eindämmung der Migration aus der EU. Freizügigkeit allerdings ist ein Pfeiler, auf dem die EU steht. Die Briten wollen (in der Tendenz) die Rosinen vom Kuchen. c
hat auf das Thema Re: Wahlbeben in Großbritannien im Forum Innenpolitik geantwortet
"Sicher kann man den Ausgang der Wahl aus der Sicht des Ansehens für das Land betrachten." adam Adam, ich betonte vor allem den Mangel an Authentizität bei der Premierministerin. Die Wähler sind nicht so uninformiert, als dass sie nicht wüssten, für welche Ziele zu verschiedenen Themen Politiker stehen. Sie können sehr wohl taktische Schwenks von Überzeugungen unterscheiden. Karl drückt es in seinem Beitrag präziser aus. Auch der vielbeschworene harte Brexit, angedroht vor den Verhandlungen mit Brüssel, ist Taktik, um die brit. Verhandlungsposition zu stärken und um UKIP Anhänger bei Wahlen zu gewinnen. Deshalb verzichtete UKIP auch auf die Aufstellung von Kandidaten, May übernahm ja die UKIP-LInie. Allerdings ließen sich viele UKIP-Wähler von Corbyn mit sozialen Themen ködern und wählten wieder Labour wie früher auch. Mays Kalkulation, nämlich Fischen am rechten Rand, ging nicht auf. Die Zahl der Brexitbefürworter ist allerdings wohl noch immer größer als die der EU-Anhänger. Der harte Brexit ist bei Licht betrachtet für GB unsinnig: 40% des britischen Exports gehen in die EU, nur 5% des Exports der EU geht jedoch nach GB. Deutschlabnd allerdings wäre durch einen harten Brexit stärker betroffen. Damit spekuliert GB auf dt. Entgegenkommen. Alle aber würden unter dem harten Brexit leiden, nur GB mehr. Eine Drohung mit maximaler Selbstschädigung ist letzten Endes unglaubwürdig und dumm, wobei der Brexit an sich schon doof genug ist in einer zusammenwachsenden Welt. Die unnötigen Neuwahlen wurden May von Brexitminister Davis und Schatzkanzler Hammond eingeredet. In der Wahlnacht war von den beiden nichts zu hören und zu sehen, wir berichtet. Die nordirische DUP ist nun der Strohhalm, an den die Konservativen sich klammern müssen, um das Land der versprochenen leuchtenden Zukunft in Wohlstand und Stärke auf dem Globus entgegenzuführen. Die Konservativen müssten ein Stillhalteabkoomen mit dieser regionalen Splitterpartei anstreben, damit diese bei Abstimmungen ihre Stimmen zur Verfügung stellt. Eine überzeugende Demonstration von führungsstärke ist das nicht. Die EU befürchtet ein Chaos, weil niemand so recht weiß, in welche Richtung die Verhandlubngen laufen werden: harte oder weiche landung beim Austritt aus der EU. Natürlic hat sdas Auswirkungen auf die Wirtschaft, die stabile Rahmenbedingungen für Investitionen benötigt. Wirtschaft wird wesentlich durch Psychologie bestimmt. Labourführer Corbyn hat mich in den Übertragungen aus Unterhausdebatten im Duell mit May und den Konservativen überzeugt. Ruhig, sachlich, auf konkrete Themen bezogen, die den Wählern vertraut sind. Er kann auf dieLeute zugehen, istin Debatten geübter als May, die einem direktes Duell mit Corbyn aus em Weg ging. Gruß c PS: Habe den Beitrag Adam zuordnen wollen.
hat auf das Thema Re: Wahlbeben in Großbritannien im Forum Innenpolitik geantwortet
"Dass die Anberaumung dieser Wahlen törricht war, steht außer Frage." wandersmann @wandersmann, Zustimmung w., die Festlegung auf Neuwahlen war töricht, weil May Neuwahlen ausdrücklich ausgeschlossen hatte. Wir bewerten ihr Vorgehen nach dem Erfolg/Misserfolg und dem Zeitpunkt. Vor der Wahl war offensichtlich, dass sie mit dem Wahlgang eine Legitimierung ihrer Position erreichen wollte und damit eine Stärkung ihrer Stellunggegenüber der eigenen Partei und auch in den Verhandlungen mit Brüssel. Dem Sieger werden nach einer Wahl Kränze geflochten und Respekt gezollt. Der weniger Erfolgreiche muss sich vom Hof schleichen. Der Ausgang der Wahlen ist nach den von May gesetzten Maßstäben zu bewerten (absolute Mehrheit der Sitze). Also voll daneben. Ihre Stellungnahmen vor der Wahl zeigten eine unentschlossene May. Sie agierte eher als Sachwalterin einer Regierung, als deren Chefin sie emporgehoben wurde, nachdem Johnson und Michael Gove, die eigentlichen Kronprinzen sich zurückzogen, aus guten Gründen. Wähler spüren aber auch , ob eine politische Persönlichkeit Authentizität aufweist. Ihre harte Haltung im Brexit (Lieber ein harter Brexit - also kein Vertrag - als ein schlechter Vertrag mit Brüssel) ist es, die Beachtung verdient. Nach ihrer vornehmen Zurückhaltung in der Brexitfrage vor dem Referendum 2015 und ihrer extrem harten Haltung, ihrer Law and Order-Politik mit drohungen die Grundrechte zu ändern, das wirkte unglaubwürdig. Der Engländer liebt Kompromisse, das harte Entwder-Oder passte nicht zum Thema und zur Lage des Landes. Sie forderte eher Gefolgschaft und nicht rationales Abwägen. Was sie noch tun kann, ist Schadensbegrenzung. Verantwortung sieht anders aus. Gelitten hat nicht nur ihr Ruf und der des Establihments, sondern ihr Land. GB. Nichtregierbarkeit heißt Schwächung des Landes. Sie wollte Stärkung. Sie muss sich abhängig machen in einer möglichen Koaliton mit der UDP einer kleinen Partei UA Nordirland, die z. B. gegen das Klimaabkommen von Paris ist und anderen Punkten. Die Tories sind für das Abkommen. Stellt sich UDP quer, dann wackelt der Schwanz mit dem Hund und das wäre GB, das Land, das einer neuen gloreichen Zukunftin Stärke zugeführt werden soll (so die Wahlsuasage der Brexiteers). England degeneriet zu einer tragischen Figur, fast zu einer Lachnummer. Vornehm ausgedrückt: Das Land verliert an Ansehen. Gruß c

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Gästebuch
Danke -
Hallo Carlos,
danke für deinen Kommentar(24.8.15) zum Thema : europe-shouldn-t-worry-about-migrants-it-should-worry-about-creeping-fascism.
Wohltuend realistisch.
Herzlichst
Inga
marianne
Mitglied
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Unten marianne -
empfehlenswertes Hotel-
mit Bergen und Industrie drumrum....
marianne
Mitglied
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Heute hab Dank marianne -
für das von 18.58!!!!!
Grüße von mir!
marianne
Mitglied
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Ach, lieber Carlos, marianne -
jetzt danke ich dir für deine ausführlichen (Nach-)und Kriegserfahrungen!
Gerade habe ich nochmals gegoogelt-, meine Erinnerung trügt nicht, dass Professor Otto Hahn in Tailfingen war...
Hier (ich bin wieder in Tailfingen) ist auch n i e eine Bombe gefallen......
Bleib gesund, dass du uns noch mehr und gut informieren kannst!
Marianne
luchs35
Mitglied
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luchs35 -


(Foto:Mathias Haupt)

Vom Schwarzen Meer direkt in den gelben (zuckerfreien) Vanillepudding,den Du Dir überreichlich verdient hast.
Mit eingekocht ein herzlicher Gruß von mir ... Luchs35

marianne
Mitglied
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Froh, dich heute gelesen zu haben, marianne -
grüßt Marianne
Blattly
Mitglied
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Blattly -


Hallo Carlos, -
Re: Kommunismus – du Segen der Menschheit
geschrieben von carlos1 am 22.01.2013 17:15

Wieder ein ausgezeichneter Artikel von Dir, danke,
MargArit
Medea
Mitglied
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Medea -
Für das Jahr 2013 lieber Carlo
wünsche ich Dir das Allerbeste.
Mein PC stürzt laufend ab, daher
nur dieser liebe Gruß.

Medea.

hisun
Mitglied
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Deine klugen Beiträge sind mir schon lange aufgefallen .. hisun -
Jetzt, nach unserem Gedankenaustausch,
musste ich mal hier reinschauen und einen
persönlichen Gruss (mit Abdruck... ) hier lassen !!

Ich wünsche Dir eine gute Woche.
Schöne Grüsse mit guten Gedanken
hisun
.*.


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