Mitgliederübersicht myrja

Benutzerprofil von myrja

myrja
offline
Dabei seit: 07.01.2009

Besucher: 6750
Freunde: 11
Forum: 6574

myrja .

Allgemeine Infos

Der Benutzer möchte diese Information nicht mit anderen teilen

Über myrja

Der Benutzer möchte diese Information nicht mit anderen teilen

Kontaktinformationen

Der Benutzer möchte diese Information nicht mit anderen teilen

Bitte melde dich an oder registriere dich um diese Einträge sehen zu können.


17.08.2017, abends
 
Will irgendwer mein gefühltes Alter wissen? Ich sag mal so, zwischen 4 bis 6 Jahre. Wie ich jetzt darauf komme? Ist ganz einfach zu erklären. Vor ca. 20 Minuten fielen bei mir oben rechts zwei Zähne aus, ein Schneidezahn, der, der mich neulich schon plagte, und der danebenliegende erste Backenzahn.
 
Ich wollte nur ein Frankfurter Würstchen essen. Der Hund von meiner Mitbewohnerin hat sich gefreut als er das Würstchen bekam. Dafür musste er aber auf meine Zähne verzichten. Er wollte die nämlich sofort schnappen, als sie auf den Boden fielen.
 
In den Spiegel mag ich jetzt erst mal nicht mehr schauen. Wäre ich eine arabische Frau, könnte ich jetzt voll verschleiert rumlaufen und niemand würde merken, dass ich zahnlos bin. Manchmal sind diese Gewänder eben doch praktisch!
 
Das hat mir also dieser Tag, auf den ich heute früh noch neugierig war, nun gebracht.

Myrja, mit fest verschlossenem Mund!
 


17.08.2017
 
Das glaubt mir bestimmt kein Mensch! Sowas gibt es doch gar nicht! Auf keinen Fall in dieser Gegend! Das kann einfach nicht wahr sein! Ich habe mehrfach mein Handy überprüft. Ist WLAN an? Zeigt das Handy wirklich alles genau so an wie es ist? Doch es stimmt. Es ist alles in Ordnung, nur das hiesige Wetter nicht!
 
Zwanzig vor Zehn morgens und wir haben hier in Tamraght gerade mal 19 Grad und Nebel!!! Normalerweise bin ich um diese Zeit schon das erste Mal total verschwitzt und muss mich duschen und umziehen! Wo ist der marokkanisch Sommer mit seiner wunderbaren Hitze?
 
Ich frage mich ehrlich, wieviele Kinder hier gestern nicht brav aufgegessen haben. Es müssen Massen gewesen sein. Was nützt es da, wenn ich meinen Teller immer völlig leer esse?
 
Bin gespannt, was dieser Tag noch so bringt!

Myrja

Das freut mich, umanitad,

dass Dir meine Berichte gefallen. Schau mal in meinem  Profil unter "Bilder", da findest Du ganz viele Fotos von meiner jetzigen Heimat. Vielleicht macht das ja Lust, für ein paar Wochen die schöne Schweiz zu verlassen und in dieser Zeit Marokko anzuschauen.

LG

Myrja

Hallo Olga,

natürlich habe ich mir alles vorher gründlich überlegt und habe sehr viel recherchiert. Wenn ich mal ernsthaft und dauerhaft krank werde, werde ich zurückkehren. Da ich Deutsche bin, kann ich das jederzeit tun und werde dann auch wieder kranken- und pflegeversichert sein.

Der Zahnarzt, bei dem ich war, ist im Vergleich zu anderen Zahnärzten sehr teuer. Meinen Zahn werde ich deshalb nicht bei ihm machen lassen. Andere Ärzte nehmen einen Bruchteil der Kosten. Ich habe gehört, dass dieser Zahnarzt nur die reichen Marokkaner und reichgeglaubten Europäer behandelt. Er war eben die einzige Adresse, die ich in der Not hatte. Mittlerweile erfahre ich noch andere gute Zahnärzte. Nächsten Monat nehme ich das in Angriff.

Lieben Gruß

Myrja


15.08.2017
 
Ich bin heute total faul! Ich habe keine Lust hier was zu schreiben, habe keine Lust die Wohnung zu putzen und habe keine Lust Wäsche zu waschen, obwohl das ja die Waschmaschine macht. Ich bin heute einfach stinkfaul!
 
Aber so kann’s natürlich nicht weitergehen. Michaela, reiß Dich zusammen! Tu was! Sei nicht so träge! Also tu ich was. Ich tippe jetzt gleich in die Tasten. Los geht’s! Moment mal, muss mir nur eben eine Zigarette anzünden, anschließend noch was zu trinken holen. Dann aber fange ich an. Ich fange nun sofort an. Wirklich, ich beginne jetzt zu schreiben. Ich erwarte Beifall, denn jetzt lege ich los!
 
Fang ich mal bei gestern an. Da war ich mit Karl-Heinz und Gerd verabredet. Gegen 11 Uhr war mit den Beiden Frühstück im Le Dom angedacht. So ging ich gewaschen und gekämmt fröhlich gegen 10 Uhr von Zuhause los in Richtung Bushaltestelle. Der Bus stand da schon. Also lief ich was das Zeug hält so schnell, wie das eben ein altes Weib noch kann. Der Bus wartete. Ich wusste aber nicht worauf, jedenfalls nicht auf mich. Ich konnte ihn fast berühren und – schwups – fuhr er weg.
 
Ich wurde in meiner Kindheit zu unbedingter Pünktlichkeit erzogen und wollte deshalb nicht auf den nächsten Bus warten, von dem eh keiner weiß, wann er kommt. Darum hielt ich ein Sammeltaxi an. Eingequetscht zwischen drei Frauen saß ich hinten im Wagen und war froh, als ich in Agadir endlich wieder aussteigen konnte. Als ich alle meine Knochen wieder unter Kontrolle hatte, lief ich zum Le Dom und war auch recht schnell dort.
 
Plötzlich stutzte ich ein bis dreimal! Da stand doch auf dem Speisekartenschild vor dem Café etwas ganz Anderes, nämlich Restaurant Toscana oder sowas ähnlich Italienisches. Ich war irritiert. War ich am falschen Platz? Ich war davon überzeugt und hielt darum ein Petit Taxi an und nannte dem Fahrer mein Ziel: Café Le Dom. Er grinste so komisch. Sagte nichts und zeigte einfach auf dieses Restaurant auf der anderen Straßenseite. Mir war erst nicht klar, was er mir damit sagen wollte. Dann schaute ich etwas nach oben und dort prangten in riesigen Buchstaben zwei Worte: „Le Dom“! Peinlich, peinlich! Ich wäre am liebsten im Erdboden versunken.
 
Nach dieser Peinlichkeit saß ich im Restaurant oder im Café, ja, wo denn nun? Auf jeden Fall saß ich, vor mir einen Café Au Lait, in der Hand eine Zigarette und lauerte darauf die beiden Herren Karl-Heinz und Gerd irgendwo zu entdecken. Als Erkennungszeichen dienten die Frisuren der Beiden: lange, grauhaarige Pferdeschwänze. Es dauerte nicht lange, da waren sie hier.
 
Vier Stunden saßen wir dann zusammen, frühstückten, plauderten über uns, über Marokko, über Andere, über Gott und die Welt und amüsierten uns prächtig. Es waren herrlich erfrischende Stunden! Wir merkten gar nicht wie die Zeit verging. Ich freue mich schon auf das nächste Treffen!
 
Anschließend bummelte ich noch die Hassan II entlang, schaute in eine Boutique rein, habe aber nichts, was mir spontan gefallen hätte, gefunden. Bei Marjane wurde wieder Vorrat für meine fünf vierbeinigen kleinen Gangster eingekauft. Am späten Nachmittag war ich wieder Zuhause.
 
Dort warteten schon diese kriminellen Kreaturen und beschwerten sich lautstark und ausdauernd, dass ich erst jetzt nach Hause komme. Schließlich stehen alle Fünfe kurz vor dem Hungertod! Nach meiner schnell durchgeführten Fütterung kehrte aber wieder Ruhe ein. So konnte auch ich mich etwas ausruhen bei einer leckeren Tasse Kaffee und der obligatorischen Zigarette.
                            
Sodele! Mehr schreibe ich heute nicht. Ich bin echt total faul!
 
Myrja

Nein, Olga,

ich bin nicht krankenversichert. Deutschland hat mit Marokko kein Sozialabkommen, so dass hier die deutsche Krankenversicherung nicht greift. Es gibt eber eine marok. Versicherung, die auch Europäer aufnimmt, leider nur bis zum 69. Lebensjahr. Ich war aber bei der Auswanderung schon 69 Jahre alt. Privatversicherungen bekommt man nicht unter 300 Euro in meinem Alter. Das ist einfach viel zu teuer und kann ich nicht leisten. Da ich ansonsten, bis auf die üblichen Altersbeschwerden, Blutdrück und Rücken, noch sehr gesund bin, rechnet sich das nicht. Die Deutschen, die ich bisher hier kennenlernen durfte, leben alle ohne Versicherung, da es günstiger ist, die Behandlungskosten selbst zu tragen, als Monat für Monat 200 Euro "wegzuwerfen", weil man sie für nichts bezahlt.

LG

Myrja


13.08.2017
 
Ich war beim Zahnarzt. Supermoderne Praxis, supermoderne Preise! Brauche einen neuen Schneidezahn, der 400 Euro kosten wird. Erst musste ich mal Penicillin und noch so was Schmerzstillendes die letzten zwei Wochen einnehmen. Der Zahn hat sich etwas beruhigt, wackelt aber nun gefährlich. Werde wohl in den sauren Apfel beißen müssen (was für ein Vergleich für einen wackelnden Zahn) und meine wohlverdiente Rente dem Zahnarzt bringen, aber erst nächsten Monat. Solange darf mein Zahn noch vor sich hinwackeln.
 
Vorerst ist die Hitzewelle vorbei und man kann so allmählich wieder zum Alltag übergehen. Meine liebe Freundin aus Essaouira war wieder einige Zeit bei mir zu Besuch. Und ihr glaubt es nicht, zwei Jahre bin ich im Land und vergangene Woche habe ich das erste Mal zwei Strandtage gemacht. Wir sind zu meiner Lieblingsstrandbucht, haben Aishe unsere Wertsachen zur Aufbewahrung gegeben und gleich noch Mittagessen bei ihr bestellt. Dann ging es hinunter zum Strand, haben zwei Liegen und einen Sonnenschirm gemietet und mal richtig Tourist gespielt. Für die Liegen und den Schirm bezahlten wir für den ganzen Tag gerade mal 6 Euro.
 
Und dann war es soweit. Wir gingen ins Wasser. Erst mal vorsichtig mit den Füßen. Dann Schritt für Schritt weiter. Wenn ein Brandungsbrecher kam, drehten wir uns schnell um und zeigten ihm die kalte Schulter. Aber so ganz langsam wurde es etwas tiefer. Das Wasser reichte schon beinahe bis zum Bauch. Was macht da als verwöhnter Europäer? Richtig! Man stellt sich bei jeder Welle die da kam, auf die Zehspitzen. Natürlich kennt das jeder und jeder weiß, das bringt gar nichts. Denn kaum stehste wieder auf flachen Füßen, kommt eine extra große Brandungswelle und haut dich um!
 
Das Wasser war aber, dank der 47 Grad Außentemperatur, angenehm warm. Ich hatte es mir kälter gedacht. Laut Info im Internet hatte es 22 Grad. So hüpften wir fröhlich von einem Brecher zum nächsten und hatten Spaß! Schwimmen konnte man jedoch nicht wirklich. Die Brandung ging weit nach draußen und dahinter fingen gefährliche Strömungen an. Da wollten wir kein Risiko eingehen.
 
In der Mittagszeit genossen wir dann Tajine bei Aishe und plantschen mit kindlicher Freude anschließend wieder im Wasser oder beobachteten die kommende Flut und ihre Auswirkungen. Das war lustig. Die marokkanischen Touristen aus dem Landesinneren wollten natürlich ganz nah am Wasser ihre Zelte aufbauen. Sie hatten wohl keine Ahnung von den Gezeiten. Recht häufig jagten darum die Badegäste ihren Handtüchern, Klamotten und anderem Kram im Wasser hinterher. Aber glaubt mal nur nicht, dass sie daraus gelernt hätten. Nein! Sie wichen dann 2 Meter zurück und bald ging das Spiel mit dem Klamottenangeln aus dem Wasser wieder vorne los. Wir hatten viel Spaß!
 
An einem der vergangenen Tage fuhren wir nach Taghazout. Dort entdeckten wir, dass es auch in Marokko manchmal leckeres Eis gibt, auch wenn die Auswahl nicht besonders groß war. Im Restaurant Le Paix gab es beim ersten Besuch italienisches Eis mit den Geschmacksrichtungen Schoko, Vanille und Pistazie. Beim letzten Besuch gab es nur Schoko und Nougat. Das machte uns nichts aus. Statt der üblichen drei Kugeln Eis, die auf der Karte standen, haben wir gleich 4 Kugeln bestellt. Eigentlich hätten es ruhig noch mehr sein können! Übrigens, für alle Agadir-Besucher, dort gibt auch es gutes Eis, sogar mit echter Sahne, z. B. im Café Le Dom.
 
So, das waren die Hochsommertage hier bei uns. Jetzt ist es etwas kühler geworden. Nun ja, was der Marokkaner unter kühl versteht und der Europäer eher für extrem heiß hält. Es werden wohl so 27 bis 30 Grad. Wunderbar!

Myrja

Liebe Mitleser und Mitleserinnen,

wir haben zur Zeit Tag für Tag ca. 45 bis 48 Grad. Selbst nachts geht es selten unter 30 Grad. Darum schreibe ich momentan auch nichts. Es ist einfach zu heiß. Wenn es wieder etwas kühler wird, schreibe ich auch wieder. Jetzt schwitze ich einfach nur so vor mich hin!

LG

Myrja


31.07.2017
 
Ich habe es gestern eigentlich schon geahnt, wollte es aber nicht wahrhaben. Jetzt ist es also doch wahr. Ich bin mit Zahnschmerzen aufgewacht. Einer meiner oberen Schneidezähne tut bei der geringsten Berührung richtig weh! Ich kann nicht mal Ober- und Unterkiefer aufeinander legen. Ein Zahnarztbesuch wäre nun fällig.
 
Aber ich bin, was das betrifft, ein großer Feigling. Also habe ich jetzt erst mal eine Schmerztablette genommen und warte ab. Feiglinge wie ich, hoffen ja immer, dass der Schmerz von alleine wieder verschwindet.
 
Meine Mitbewohnerin hat mir sicherheitshalber schon mal die Adresse eines guten Zahnarztes genannt. Wenn gar nichts mehr hilft, werde ich ihn wohl aufsuchen müssen.

Myrja


Ich bin ja ein geduldiger Mensch, aber was zu viel ist, ist zu viel. Es macht wirklich keinen Spaß auf einer Bank zu sitzen, an einer stark befahrenen Straße, das Meer im Rücken und mit Blick auf die gegenüberliegende Straßenseite mit ihrer Häuserreihe.
 
Eine gefühlte Ewigkeit, aber mindestens zwei Stunden saß ich so rum, stand zwischendurch mal auf und setzte mich wieder, genau wie die vielen anderen Leute, die mit mir hier waren. Wie lange ich mich wirklich an dieser Bushaltestelle aufhielt, weiß ich nicht. Hatte keine Uhr mit. Die einzige Abwechslung kam lediglich in die Langeweile, wenn ein Bus kam, alle aufstanden, das abgezählte Fahrgeld schon in der Hand. Viermal kam ein Bus. Kurz vor der Haltestelle wechselte er jeweils auf die Überholspur, gab Gas und weg war er. Warum? Niemand hatte auch nur die geringste Ahnung. Es saßen Fahrgäste drin, aber die Busse waren keinesfalls voll. Außerdem ist ein voller Bus hier in Marokko kein Grund nicht anzuhalten um weitere Fahrgäste aufzunehmen. Nach dem vierten Vorbeirauschen eines Busses, bestiegen die Wartenden dann so nach und nach die Sammeltaxis in Richtung Agadir. Ich auch!

Myrja

Der Benutzer möchte diese Information nicht mit anderen teilen

Der Benutzer möchte diese Information nicht mit anderen teilen

Der Benutzer möchte diese Information nicht mit anderen teilen

Der Benutzer möchte diese Information nicht mit anderen teilen