Erwacht
aus dichtem Nebel
der sich nicht lichten will

Unverständnis überall
Nicht verstehen
Lautes Rufen

Halt suchend
Immer wieder fragend
Keinen Sinn erkennend

Verstummt ihr Stimmen
Kein Flüstern mehr
Stille in meinem Herzen
- endlich

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Kommentare (3)

harfe beängstigend und nimmt mir den Atem. Eine schreiende Fremdheit. Als habe der Nebel die Bäume in eine andere Welt, als die unsere gerückt. In eine Welt, in der uns Licht und Stimme fremd und unverständlich sind. Es ist keine sinnlose Welt, sie erscheint uns nur so, weil wir sie nicht verstehen können. Wie Anne schreibt: erst am Ende des Textes löst sich das Fremdartige auf; es gibt ein Erwachen und die Stille unserer vertrauten Welt kehrt ein.
Die Architektur des Gedichtes ist einmalig, lieb Conny
immergruen das aufatmen, endlich sind die Stimmen stumm und der Nebel
des Unverständnisses hat sich aufgelöst.. Das Herzrasen beruhigt sich
mit dem Erwachen.
ehemaliges Mitglied ...der sich nicht lichtet, Unverständnis, flüsternden Stimmen...

Ich spüre diese Anspannung zu Anfang Deines Gedichtes und wie sich dann das Schweigen breit macht, um endlich die Stille ins Herz einkehren zu lassen. Es ist wie eine Erlösung.

Wunderbar fesselnd geschrieben!

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