Zu viel Wein
Zu viel Brot

Hier -wie dort
Hungersnot.

Zu viel Brot
Viel zu satt
Seele matt.

Zu viel Wein
Keine Kraft
Hirn erschlafft.

Viel zuviel
Brot und Wein !

Hier-wie dort
Mensch geht ein.

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Kommentare (5)

kedishia Man is(s)t hier satt... is(s)t hier überdrüssig. Derzeit sieht man allenthalben das Werbeplakat hängen mit dem Spruch "Weniger ist leer"... das finde ich ebenfalls ein wahres Wort.
Angst essen Seele auf - und das tut sie ganz bestimmt mit dem Hintergrund, wie du ihn hier schreibst. Was geschieht nur mit uns konsumverblendeten Wohlstandshirnis? Ich will es vielleicht besser nicht wissen - denn ein Schritt nach Vorne geht sich leichter als ein Schritt nach Ewiggestern - ein Schritt zurück. Alle reden davon, dass sich etwas ändern müsste - aber irgendwie mag so recht keiner Anfangen. Man redet sich gern damit raus, dass man Spenden gibt...
Ich habe kein Geld, um spenden zu können. Aber ich habe helfende Hände - auch ohne, dass ich darum gebeten werden muss. So kann ich zwar nicht in Ländern der Hungersnot helfen - aber es gibt auch genug arme Schergen um die eigene Tür.... Opfer der ach-so-kultivierten Zivilisation...

Ich danke dir für diese Zeilen!
hulda liebe Joan, dieser Spruch hing in meinem Elternhaus über dem Eßtisch, ich bin damit großgeworden. Meine Eltern spendeten zweimal im Jahr einen Betrag, damit auch andere Menschen ihr tägliches Brot essen konnten,
das Geld ging in Länder der dritten Welt und wurde von der Mission verwaltet. Davon wurden vor Ort Brote gebacken und an die Hungrigen verteilt. Eine Freundin meiner Mutter hatte diese Aufgabe zu ihrem Lebensinhalt gemacht.

Hulda

















donauperle ein sehr ausdrucksvolles und realistisches Gedicht geschrieben.
Hartmut
immergruen von allem etwas weniger zu konsumieren. Den Untergang der Menschheit ist somit vorprogrammiert
hulda "Brot für die Welt"

dieser Spruch bleibt aktuell
hier im Überfluß
dort als Schrei.
Wird er noch gehört?

Hulda

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